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über den Lauf der Landesgrenze zwischen
dem bayerischen Bezirksamte Würzburg und
dem badischen Bezirksamte TLauberbischofs-
heim für das Königreich Bayern erworben
und den Bezirken der zum Landgerichte Aub
gehörigen Gemeinden Bütthard, Gützingen
und Gaubüttelbrunn, dann den Bezirken
der zum Landgerichte Würzburg l.M. ge-
hörigen Gemeinden Kirchheim, Kleinrinder-
feld, Oberaltertheim und Unteraltertheim
einverleibt worden sind;
ferner in den Gebietstheilen, welche ver-
möge des Staatsvertrages vom 20. April
1861 über die Neuregulirung der Landes-
grenze zwischen der Gemeinde Mommlingen,
bayerischen Landgerichts Obernburg, und der
Gemeinde Hainstadt, großherzoglich hefsischen
Kreisamts Neustadt, und vom 29. September
1863 über die Neuregulirung der Landes-
grenze zwischen den bayerischen Gemeinden
Mömmlingen, Wenigumstadt und Pflaum-
heim und der großherzoglich hefsischen Ge-
meinde Mosbach für Bayern erworben und
den Bezirken der zum Landgerichte Obern-
burg gehörigen Gemeinden Mömmlingen,
Wenigumstadt und Pflaumheim einverleibt
find;
endlich in den Gebietstheilen, welche vermöge
Staatsvertrags vom 29. October 1861 über
die Purification der Landesgrenze zwischen
dem Königreiche Bayern und dem Herzog-
thume Sachsen-Meiningen in den Bezirken
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des bayerischen Landgerichts Mellrichstadt und
der herzoglich sächsischen Verwaltungsämter
Meiningen und Römhild für Bayern er-
worben worden und den Bezirken der zum
Landgerichte Mellrichstadt gehörigen Gemeinden
Roßried, Sandheim und Rappershausen ein-
verleibt sind, haben fortan diejenigen Vor-
schriften des bürgerlichen Rechtes gesetzliche
Kraft, welche in den Gemeindebezirken gelten,
denen die vorerwähnten Gebietstheile einver-
leibt worden sind.
Artikel 2.
In allen diesen neu erworbenen Gebiets-
theilen haben ferner zu gelten:
1) die bayerische Gerichtsordnung vom
Jahre 1753 nebst allen übrigen, das
Verfahren in bürgerlichen Rechtsstrei-
tigkeiten und die Vorzugsrechte der
Gläubiger betreffenden Gesetzen, welche
in den einschlägigen Landgerichtsbe-
zirken gelten, denen die einzelnen neu
erworbenen Flächen dermalen zugetheilt
sind,
das bayerische Hypothekengesetz vom
1. Juni 1822,
alle Bestimmungen des Gesetzes vom
1. Juni 1822 über die Einführung
des Hypothekengesetzes und der Priori-
tätsordnung, mit Kürzung der im K. 1
dieses Gesetzes für die ursprüngliche
Einführung gesetzten Frist auf sechs
Monate,
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