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gehoͤrte, alles im Gedächtniß behalten und nichts-in Schriften
verfassen zu wollen 7).
Unter allem Calenbergischen Adel, so zahlreich dic blüheudsien
Familien desselben waren, fand sich kein einziger,
der neben Dalberg und Ulrich von Hutten und andern
großen Männern des Rheinländischen Adels oder manchen
Närnbergischen und Augsburgischen Patriciern nur in
entferntester Vergleichung hätte genannt werden können.
Sie waren allesammt tüchtige Ritter und Knappen, ge-Krenge
Ritter schieden sich noch von den krästigsten Knappen
*s) und kein Adelebsen oder Saldern wäre der eisernen
Hand des Berlichingen oder dem freiheitliebenden Franz von
Sickingen gewichen. Aber jene getroste ruhmredige Unwissenheit
und die eben so prahlvollen Heldenthaten beim Biere,
die man dem Ritter des Mittelalters gerne verzeiht, gehörten
noch eben so sehr zum Heldenmuth, als eine unerschrokkene
Entschließung, wenn ein Zug nach Frießland zu wagen
war oder wenn es gegen den Franzosen zu Felde gieng.
Schon im ersten Viertel des sechzehnten Jahrhunderts schloß
der Adel im südlichen Deutschlande recht ernstlich und redlich
gemeinte Mäßigungsallianzen, Bischöfe und Fürsten
und Grafen schienen des Vollsaufens und Gottlästerns müde
zu seyn, und waren selbst auf Reformen ihrer Schalksnar=*)
S. verschied. Briefe der St. Braunschweig an die Stadt Göttingen,
Hanseconvente in der ersten Hälfte des 16. Jahrh. betreffend,
welche sich auf der hiesigen Stadtregistratur befinden.
**) S. Schr. der Stadt Hannover an den Adel von 1364 bei
NRehtmever S. 744, bes. aber Treuers Münchhausensche Geschlechtshistorie,
Anhang der Urk. S. 103. 104. 107. 109. 113.
120. I32., aus welchen Stellen erhellt, daß noch bis 1532 ein
Unterschied zwischen Rittern und Knappen gemacht wurde.