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sätze dazu geliefert hatten. Die von Verschiedenen erhaltenen Antworten
verglich er unter einander, und wußte durch immer erneute
Fragen die Widersprüche zu berichtigen. Also kannte ihn Dohm,
der in Berlin diesen Franzosen fast täglich sah und sprach. Binnen
einer Zeit von etwas über vier Monaten erwarb sich Mirabeau
nach dem Zeugnisse Dohms eine solche Menge richtiger und genau
bestimmter Kenntnisse über Preußens Staatseinrichtungen, so wie
auch über andere deutsche Lande, wie sie mancher vieljährige Staatsdiener
im eigenen Fache nicht hatte. Der König Friedrich II.
wußte von Mirabeau und hielt viel auf ihn. Er schlug vielen
französischen Militärs in hoher Stellung die erbetene Audienz ab:
er gewährte sie dem Grafen Mirabeau. Sie dauerte lange, und
der König äußerte sich sehr befriedigt über ihn. Dann reiste
Mirabeau ab im Mai 1786, machte unterwegs in Braunschweig
genaue Bekanntschaft mit dem gleichgesinnten Mauvillon, und ging
nach Paris. -
Im Juli 1786 kehrte er zurück nach Berlin, und zwar dies
Mal, wenn nicht vielleicht auch schon vorher, mit geheimen Aufträgen
seines Hofes. Wie weit diese Aufträge Mir ibeaus gingen,
liegt nicht vor: seine eigenen Wünsche und Absichten hat dagegen
Mirabeau klar ausgesprochen. Er verfaßte gleich nachher mit
Mauvillon in Braunschweig zusammen ein ausführliches Werf
über den preußischen Staat. Am Schlusse desselben deckt er sein
Ziel offen auf. 1) Es ist die Freundschaft zwischen Frankreich und
Preußen gegen Oestreich. Frankreich, sagt Mirabeau, darf keine
Furcht haben vor Oestreich, so lange ein Preußen da ist, und noch
weniger Preußen, wenn es mit Frankreich hält. Auch beide deutsche
Mächte zusammen können für Frankreich nicht gefährlich werden,
weil der Krieg von zwei Mächten gegen eine dritte immer sehr
träge geführt wird. Aber Frankreich hat die Einigung Deutsch-1)
Mir. u. Mauv. IV. 798.