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gervaters unterstuͤtzt hatte. Wirtemberg hat, vielleicht seine
ganze Existenz hindurch, durch Krieg nicht so viel gewonnen,
als in dieser einzigen Erpedition, durch welche der Schaden,
den es ein halb Jahrhundert vorher von dem bösen Pfälzer
Fritz erlitt, so reichlich ersetzt wurde, Fünf Städte und Aemter
und eines der reichsten Kldster wurden von Pfalz abgetreten
7), die beschwerliche Lehensverbindung aufgehoben, welche
Ulrich der Vielgeliebte ehemals wegen Marpach übernehmen
mußte, und noch hatte auch überdieß Herzog Albert von
Baiern, um Ulrichs Hülfe zu erbalfen, entweder hundert
und fünf und zwanzig tausend Gulden zu bezahlen oder ein
schönes Stück Land abzutreten versprochen 25).
So waren die neun ersten Jahre der Regierung Ulrichs
in der That das, was man gewöhnlich eine glänzende Regierung
heißt. Der junge Herzog lebte in Turnieren und
Kriegen mit einer Sorglosigkeit, als ob er sich ganz auf
seine Räthe verlassen könnte, und die Quellen seiner Oekonomie,
die durch so viele Nebencanäle geschwächt waren,
mit jeder neuen Ausgabe sich vermehren würden. Was für
ein Aufwand wurde nicht zu den Kriegen, kaiserlicher Majestät
zu Ehren unternommen, erfodert, und was für ein
noch unnützerer Aufwand, wenn der junge Herzog, wie der
Fall öfters kam, mit einem Gefolge von dreihundert Perso-*)
Schon 1505 wurde H. Ulrichen durch eine kaiserliche Sentenz
alles Eroberte zugesprochen, und der Schwäbische Bund garantirte
diese kaiserliche Entscheidung. Erst aber sieben Jahre nachher
ist alles durch einen Vergleich mit Churpfalz berichtigt worden.
Ulrich bekam das Kloster Maulbronn, die Städte und
Aemter Weinsperg, Mökmühl, Neustadt am Kocher, Besigheim
und alle andere eroberten Stücke. Besigheim blied damals nur
noch Pfandschaft. S. Sattler Gesch. der Herz. I. Th. S. 140.
) Nämlich das Schloß Hellenstein, Stadt Heidenheim, ganzes
Brenzthal und anderes Zugehör, nebst der Grassch. Kirchberg.