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ch mit ihm wegen dessen, was er ihnen
chuldet, oder voergen seiner angeblichen
nsprüche abzufinden, für den Unterlassungsfall
aber durch Fehde= oder Brandbriese
die Personen oder Güter der Aufgeforderten
zu mißlandeln und zu beschädigen
droht. Die Strafe der Landzwiner
s das Schwert er
trafgesetzgebung faßt eine so andlungsweise
als eine besonders strafbare
Bedrohung auf. Das deutsche Strafgesetzbuch
(F 126) insbesondere belegt denjenigen,
welcher durch Androhung eines
gemeingefährlichen Verbrechens, also namentlich
einer Brandstiftung, den öffentlichen
Frieden stört, mit Gefängnis von
einem Tag bis zu einem Jahr, wofern
nicht etwa der Thatbestand einer Erpressung
(s. d.) vorliegen sollte.
La Plata-Staaten, s. Argentinische
Republik.
Läston (lat.), Verletzung, namentlich
Rechtsverletzung.
Lateinisch, auf Latium bezüglich, insbesondere
s. v. w. römisch, auch gleichbedeutend
mit abendländisch im Gegensatz
byzantinisch (morgenländisch); daher
ateinische Kirche, die römisch-katholische
Kirche im Gegensatz zur griechischkatholischen
(morgenländischen) Kirche.
Lauenburg (Sachsen-L.), ehemaliges
Perzogtur in Niedersachsen, seit Juli
1876 als Kreis L. der preußischen Monarchie
einverleibt; 1172 gkm mit 49,228
meist lutherischen Einwohnern. Im Frieden
zu Wien (30. Oktober 1864) wurde
L. mit Schleswig und Holstein von Dänemark
an Preußen und Osterreich abgetreten,
und durch die Gasteiner Konvention
vom 14. August 1865 kam es in den
alleinigen Besitz Preußens, zu welchem
das Herzogtum zunächst in das Verhältnis
der Personalunion trat, indem der
preußische Miuisterparstdert Graf Bismarck
auch Minister für L. wurde. L. trat
1866 als besonderes Land in den Norddeutschen
Bund und 1870 in das Deutsche
Reich ein. Nachdem im Februar 1876 die
Lauenburger Landesvertretung die Einverleibung
des Herzogtums in das Königreich
Preußen genehmigt hutte, wurde
diese unter Zustimmung des preußischen
Im
La Plata-Staalen — Legitim.
Landtags mit dem 1. Juli 1876 vollzogen,
und L. bildet seitdem einen landrätlichen
Kreis der Provinz Schleswig-Holstein.
Freußischen Abgeordnetenhaus wird
der Kreis L. durch einen Abgeordneten
vertreten. Ein Teil des in L. gelegenen
Sachsenwalds wurde 1871 vom Kaiser
Wilhelm dem Fürsten Bismarck elchentt.
Vgl. Kobbe, Geschichte und Landesbeschreibung
des Herzogtums L. (1836).
Lebensversicherung, s. Versicherungswesen.
Legät (lat.), Vermächtnis, letztwillige
uwendung eines bestimmten Gegenands;
Legatär, der dasselbe Empiengende.
Legäten (lat.), bei den Römern die
Gesandten, dann die Gehilfen der Feldherren
und Statthalter, jetzt Titel der Bevollmächtigten
der römischen Kurie, diesich
seit dem 11. alig. bedeutende Eingriffe
in die Rechte der Bischöfe und Landeskirchen
erlaubten; man unterschied Legati
àlatere, mit der Vertretung des Papstes
selbst betraute Kardinäle; Legati missi,
von geripßerm Rang, und Legati nati,
Ehrentitel gewisser Prälaten. Die jetzigen
g oder Nunzien sind diplomatische Agenten
des Papstes.
Legation EG#n. Gesandtschaft; Legationsrat,-Sekretär,
Amtstitel von
Beamten einer Gesandtschaft oder von
Bediensteten des Ministeriums der auswärtigen
Angelegenheiten.
Legislation (Cegislatur, lat.), Gesetzgebung,
gesetzgeberische Gewalt; Leislative,
die gesetzgebende Versammung;
legislativ, legislatorisch, gefeteieußtg
Legislaturperiode, Zeitraum,
für welchen die Angehörigen einer
parlamentarischen Körperschaft gewählt
werden; so ist . B. die Legislaturperiode
des deutschen Reichstags eine dreijährige.
Legitim (lat.), gesetzmäßig; Legitimität,
Gesetz= oder Rechtmäßigkeit eines
Besitzes, Anspruchs rc., insbesondere einer
Staatsregierung: degitimitätsprinzipe
Grundsatz der Unveränderlichkeit der
erblichen Monarchie („Königtum von Gottes
Gnaden-); Legitimisten, in Frankreich
die Anhänger des Grafen von Chambord,
als des letzten Sprößlings der legi-