Full text : Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate. Göttingen 3. (3)

Türkisch  12—16  477

1639)  von  der  Hand  des  „>11  Au  „53  „rar  (BI.219°).  Dieser

Schreiber  hat  sich  mit  der  gleichen  Datirung  auch  als  erster  Besitzer
auf  Bl.  1?  eingetragen,  daneben  noch  ein  späterer  vom  Jahre  1109.

Ture.  14  (orient.  170)  orientalisches  Papier  mit  Wasserzeichen
311  Bl.  zu  31:204  cm,  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite
17  Jahrt.  .

Grosses  kräftiges  Nashi  vocalisirt.  Überschriften  und  Textumrandung
  roth.  Orientalischer  Lederband  mit  Klappe.

Na  lead,  das  grosse  religiöse  Gedicht  des  Jäzigi-ogli,

oder,  wie  er  "bei  H.  Hal.  V  429  no.  11553  heisst,  Muhammad  ibn  Kätib;
  über  den  Dichter  handelt  Rieu,  Cat.  Brit.  Mus.  168,  über  die  Gedichte
  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I  128.  Die  Stellen,  wo  der
Dichter  sich  nennt,  sind  hier  ausgefallen;  es  fehlen  2  Blätter  zwischen
Bl.3  und  4  und  einige  am  schluss.
Anfang:  a5  no,  A>l,  al
Je  (32  at  all  zo
Auf  dem  Deckel  steht:  Medina  Graeciac  urbs  me  genuit,  et  datus
sum  Doctissimo  Domino  Surenio  a  G.  W.  Cotzeberg,  Hornae  d.  7

April  1683.  Dann  besass  die  Hft  Gerardus  (Molanus)  abbas  Luccensis.

Ture.  15  (orient.  174)  55  beschriebene  Blätter  in  Safinah-Format

  von  20  cm  Länge  und  94  cm  Höhe;  vom  ersten  Blatt  ist  ein  Stück
abgerissen.  Buntes  Papier,  türkisches  Nashi

Eine  Sammlung  von  Derwisch-Liedern,  wie  dieselben  „8,
Flow,  &;%  u.  dgl.  genannt  zu  werden  pflegen.  Bei  den  meisten  ist
auch  die  Tonart  oder  Melodie  „äs,  nach  wachen  sie  gesungen  werden
  sollen,  angegeben  (25,  >  [Hs  s  Zh  „  |  KW,  Se,  Gas  us.  w.)

Poemata  Tureica  variorum  auctorum’  und  Coflectio  Carminum  Turcicorum

  varii  argumenti'  ist  vorn  und  hinten  (von  Wilken)  eingeschrieben.
  IW.  Pertsch]

Ture.  16  (orient.  177)  34  beschriebene  Blätter;  Bl.  1—5  und
34  etwas  kleiner,  als  Dl.  6—33,  der  Haupttheil  der  Handschrift;  diese
letzteren  Blätter  haben  eine  Grösse  von  21:15cm  und  sind  zweispaltig
  mit  gutem,  vocallosem  Nastalik,  die  volle  Seite  zu  13  Zeilen,  beschrieben.


Der  Inhalt  der  Handschrift  ist  der  folgende:

1)  Die  ersten  fünf  Blätter,  von  deren  erstem  nur  noch  die  untere
innere  Ecke  vorhanden  ist,  enthalten  ein  am  Anfang  und  am  Ende
defectes  Fragment  einer  in  arabischer  Sprache  abgefassten  Schrift  über
das  Gebet  und  die  bei  demselben  zu  beobachtenden  Ceremonien.  Wie
eine  Vergleichung  der  über  denselben  Gegenstand  handelnden  Hess.
der  Gothaer  Sammlung  zeigt,  ist  cs  die  3,uali  D.,%  betitelte  Abhandlung

  des  KamälpaSa-zädah  (F940  =  1533/4),  welche  in  der
Gothaischen  Hs.  no.  765  an  erster  Stelle  enthalten  ist.  Das  vorliegende
Fragment  enthält  von  den  1+  Seiten,  welche  die  Schrift  in  der  Gothaischen
  Hs.  umfasst,  zehn  und  eine  halbe,  nämlich  von  Bl.  2*  2.7