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unserem Europa, wo politische Verhältnisse manches auders
geordnet haben, als es sein sollte. Die Engländer haben sich
aus dem Chaos ihrer Sprachmischung zu einem eigentümlichen
Uiom erhoben, dessen Kürze und einfache langweilige Modulation
ihrem Charakter entspricht,) in welchem sie mithin
produktionsfähig sind; im Elsaß hingegen, wo französisch und
deutsch noch im Kampfe liegen, und das eine von oben (1854 1),
das andere vom Kern des Volkes aus genährt wird, kann nichts
Rechtes aufkommen, weil ein Element das andere erstickt.
Solche Verhältnisse halten lange nach; das Waadtland spricht
französisch, bildet sich französisch, will französisch sein, aber
trotzdem empfindet es deutsch, hat deutsche Art zu schließen
und zu denken und wird deshalb ewig unfruchtbar bleiben,
weil eben die Sprache dem geistigen Bedürfnis nicht entspricht.
2.
Der Filosef Prof. Dr. Lazarus schreibt in seinem
belannten Werk „Leben der Seele“ Bd.
. Besonders bei der Bildung der gccher ist die leidige,
fast ausschließliche Beschäftigung mit fremden Sprachen ein
wahrer Hemmschuh jeder wirklichen Entfaltung geistigen
Lebens. Ein ungebildeter Franzose oder ein ungebildeter
Engländer oder ein ungebildeter Deutscher zu sein oder alles
Dreies zugleich zu sein, das ist für die Bildung gauz gleich;
oder ist es nicht gänzlich einerlei, ob ein Mensch in der einen
Sprache als ein Ungebildeter deukt und spricht oder in allen
dreien? Freilich kann das Sprachstudium ein sehr kräftiger
Hebel geistiger Bildung werden, durch die erweiterte Kenntnis
mehrerer Literaturen oder des Baues und Geistes der Sprachen
*) Vogt gibt ibier wohl zu viel zu. Ich unterhielt mich
im Sommer 1897 mit Prof. Dr. Vistor in Marburg. Er verteidigte
die Fremdwörter, eil sie ein Stück des Weges zu einer auf
natürlichem Wege sich entwickelnden Weltsprache bildeten. Ich
vertrat die Sache des Deutschen Sprachvereins vom pädagogischen
Standpunkte aus, da nach meiner Erfahrung ein Kind sich ein
deutsches Wort in einem Zehntel der Zeit merte, diee es zum Behalten
eines fremden Wortes brauche. „Darin haben Sie wohl recht:
ich war viele Jahre in England und habe da die BLeobachtung
gemacht, daß englische Kinder unter etwa zwölf Jahren fast nur
Ausdrücke angelsächsischen Ursprungs gebrauchen.“ Einige Fahre
später erzählte mir ein englischer Amtsbruder, daß in den englischen
Hrbdige chulen die Ferderung nacchdrüklich ich betont werde, use Anglo-Saxon
words, weil olk die gelehrten Ausdrücke nicht oder
nur halb vltsee. Der ildungsschwipdell. den dort die selbst
noch nicht seit sehr lange welschten Normannen als Ungeziefer
ins S# geschlept E—# re eiso rrst dort Früchte gezeitigt,
noch heute jedes neue Geschlecht die Zähne stumpf
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guer *l die insolgedessen der Vebsebildeng den Magen verderben.