Aummer 108
Samskag, s0. Mal 1014
gen das Versprechen von 5000 Mk. Belohnung
den Auftrag erhielt, sih nach Metz zu begeben,
um dort ein deutsches Maschinengewehr,
oder wenigstens Teile davon zu stehlen und
vem französischen Spionagebureau auszuliefern.
Stoffels war auch gewillt, den trag ausuführen
und begab sich nach seiner Ankunft
n Metz nach Montignh, um dort in einen Maschinengewehrschuppen
einzubrechen. Dabei beie!
ihn aber die Angst und er ließ vonsein eum
Vorhaben ab. Der Kriminalkommissar, der
die Festnahme vornahm, äußerte sich als Zeug:
über das Verfahren der französischen Spionageagenten
und ertlärte dabei, dieser Fall sei ihm
nicht neu. Derartige Fälle lämen häufig vor.
Es geschehe sogar, daß die Agenten den Leulen
lebensgefährliche oder gesundheitsgefährliche
Werkzeuge zur Ausführung ihrer Aufträge mitgäben.
Kämpfe im Eptrus.
Durazzo. 7. Mai.
Nach den letzten griechischen Melzungen aus
Südatbanien haben die Epiroten i im Gebiet: von
Koritza und Argyrolastro“ die Albaner zurülgedraͤngt
und sie an mehreren Orten geschlagen.
Die Kämpfe im Norden von Argyrokastre haben
fünf Tage gedauert und endeten schlie ßlich mit
dem Siege der Epiroten. Das Kloster von Tsepos
und mehrere Dörfer wurden von ihnen eingenommen.
Die Aldbaner, die Krügehen mitßten,
erlilten große Verluste. Die Kämpfe bei
Codra in der Nähe von Tepeleni waren #liichsalls
sehr blutig und für die Albaner von unhngsigem
Ausgang, denn von diesen wurden
gegen 500 Mann außer Gefecht gesetzt und
sie mußten zurückweichen. Allerdings hatten auch
die Epiroten große Verluste. Es wird mit
surchtLarer Erbitterung gefochlen.
Wie weiter gemeldet wird, drängen die griechischen
Banden, die mit Ceschützen und Maschinengewehren
ausgerüstet sind, unaufhaltsam
über Ciaffa und Kicol vor und befinden sich
nunmehr fünf Stunden von Berat entsernt.
Ven Süden dringt ebenfalls eine Kolonne gegen
Berat vor. Die albanische Gendarmerie ist nach
Süden abgedrängt worden. Die Beröllerung
titeht; sie ist von Panit ergriffen. Fall- Berat
besetzt wird, siehen auch die Wege nach Valena
und Dura### offen. Die starlen Vanden
bestehen größtenteils aus organilierten Bestandteilen
der griechischen Armer und werden von
griechischen Offizieren befehligt.
Verschiedene Briefe, die nach Durazz# gelangt
sind, berichten über Gewalttalen, denen hauptächlich
die mohammedanische Bevöllerung im
Epirus seitens der griechischen Banden, oie ins-Feionders
aus mazedonischen und kretischen Abenteuerern
bestehen, ausgesetzt ist. Die Häuser werden
ausgeraubt und in Brand gesteckt und viele
Menschenleben sallen den Banden zum Opfer.
Ueber die Greueltaten wird berichtet: Unter
den Aufftändischen befinden sich viele freigelassene
Verbrecher, die in den albanischen Ge-Henden
furchtbar hausen. Die Bevörkerung hat
zwar fast alle Kinder nach dem Norden geschidt,
um sie vor der Grausamkeit der Banden
zu retten. Außer der schon berichteten Kreuzinung
sind noch andere Mohammedaner in der
Gegend von Hormovo grausam gemartert worden.
Vielen wurden die Finger abgeschnitten
andere wurden in den Häusern lebend herbranal.
Sowohl aus Argyrocastro wie aus anderen
Gebieten wurden die Mohammedaner veriagt
und ihre Häuser geplündert. In der Umgebung
von Premeti haben die Aufftändischen über
100 albanische Frauen und Kinder gefangen
genommen und weggeführt. Ueber ihr Schiksal
ist nichts belannt.
Die Mitglierer der internationalen Kontrolllommissio#
Albauien sandten an Zo-„Hume!
Ilt Hume hier gewesen?“
Sicherlicht Und noch ein uderer Arzt.“
er — was wollte Hume?
t lieber Herr! Dr. Hume ist ein Arzt,
und ein sehr heschiäter noch daz
„Ja, aber nur in Slechael. Dies schlägt
nicht in aen- Fach- S
glaube Sie irren si möchteso ar
behand, daß alles in * dadd ce s ! taußerdem
ist er ein langfähriger und guter zrl
von —- Moore
ich wußte nicht, daß er ihr so
— so nal he eg. "
Ich fühlte, daß die aig Dame mich von der
Seite beobachtete. Sie wußte, daß sie mich quälte.
„Oh, mein goseh 8 Ich Llanbe seeilich
nicht, —- Bessie ade sehr für
Eher nunelebre Ich * ie kame
den anann nicht leiden. Wenn ich auch ni t weiß,
warum. Er ist so nett — und 6 klug. 5gen
Sie nicht auch kluge Menschen gern?“
—-Vein, ich nicht, nie und nimmer.“
„Soll ich nachfragen, wie es mit Bessies Befindem
jetzt steh oder ist es Ihnen einerlei?“
te, wenn — wenn Sie es mich wissen
lassen- mockten. “
Sie öffnete die Tür Mit einem Hausschlüssel
und erlkundigte o bei dem Mädchen,
Haussiuc erschien.
W cat. es Füäulein M Frzulen. 24)
aube, nicht angan u riu ein.
schickie zu r. Nochold eul
la he De
zu ume zu
l ürde nicht
—— . r i 62 t
Fräulein Adatr wandte sich zu. i
Aber mein lieber Herr Fera# Dr. Hum-
———3
graphos eine dringende Depesche, in der sie
mitteilen, daß die internationale Kontroklkommission
es auf Ersuchen der albanischen Regierung
übernahm, Zographos den Wortklaut
von Konzessionen mitzuteilen unter der unbedingten
Voraussetzung der sosorti ieen Einstellung
aller Feindseligkeiten und des Vormarsches.
Die Kommission werde dann ebenso bezüglich
der n Streitlräfte vorgehen und sich
nach Santi Duaranta begeben, um JZographos
die Zugeständnisse mit mteilen, nach deren Annahme
sie ihre Durchführung unter Verbür-Lung
ihrer Aufrechterb altung überwachen werde.
Die Kommission erwarte ein dringenes Antworttelegramm.
Zographos sandte diese auch,
in dem er mitteilte, daß nach dem Erhalt
der Depesche der Kontrolllommission seitens der
Aufständischen der Befehl ergangen sei, die
Feindseligkeiten und den Vormarsch von Mittag
den 7. Mai ab einzustellen inzder Erwartung,
daf gleiche Befehle an dic albanischen Streitkräste
erteilt werden. Jographos bitte, ##ihm
den Zeitpunkt der Zusammenkunft in Santi
Quaranti behuss der in dem Telegramm der
Kontrolllommission bezeichneten Mitteilung belannt
zu geben.
Hof- und Personaluachrichlen.
Karlsruhe, 7. Mai. Das Kaiser
paar ist mit Gefolge um 4½ Uhr nachmittags
im Sonderzug hier eingetroffen. Auf dem
Bahnhof hatten sich zum Empfang eingesunden
das Großherzogspaar von Baden, das Prinzenpaar
Mar von Baden, der kommandierence
General des 14. Armeelorps General von Hoiningen-Huene,
der preußische Gesandte u. a.
Nach einer herzlichen Begrüßung fuhren die
Herrschaften trotz des Regens im offenen Wagen
durch das Spalier der Schulen und Vereine,
welche die Majestäten mit Jubelrufen
begrüßten, zum Residenzschloß. Am Portal
des Residenzschlosses wurden die Majestäten von
der Großherzogin Luise und den Hofstaaten
begrüßt "
Braitnschweig,7.Mai.Anläßlichder
Taufe des Erbprinzen sieht die Stadt
über 20 Fürsilichleiten und Vertreter fürstlicher
Taufpaten zu Gaste. Zur Begrüßung der Gäste
Jegte die Stadt bereits heute reichen Flaggen--schmuck
an. Wappen und Embleme zeren die
Häuser. Das Rathaus ist würdig geschmückt
durch Tannengewinde mit eingeflochtenen Fahnendändern.
Als erster der fürstlichen Gäst:
ist Prinz Waldemar von Dänemark im Hauptbahnhof
eingetroffen. Später trafen die Herzogin
Thyra von Cumberland und die Prinzessin
Olga ein. Das Herzogspaar erschien
zum Empfang am Bahnhof. Nach außerordent
uch herzlicher Begrühung und der Vorstellung
der beiderserigen Gefolge bestiegen den ersten
Wagen der Herzog und die Herzogin-Multer
und den zweiten Wagen die Herzogin und die
Prinzessin Olga. Vte hohen Gäste wurden pon
dem P'blikum lebhaft begrükzt.
Brünn, 7. Mai. Die bayerische Ksnigsfamilie
traf auf der Rückreise von
Eiwanowitz um 10.53 Uhr vormittags hier ein.
Um 11.05 Uhr fuhr die K. Familie über Marchega
nach Ungarn weiter.
Der Saalenstand im Reich.
Verlin, 7. Mai.
Nach dem Bericht des Statistischen Amtes
über den Saatenstand im Reich anfangs Mai
wurde die Frühjahrsbestellung durch das krockene
Wetter begünsiigt. wenn auch der Verlauf der
Witterung für die Entwicklung des Wintergetreides
allgemein wenig fördernd war.
Die Sommersaaten waren Ende April nahe
ist ein Oehr geschickter Arzt.“
" P% abeer aber nicht in solchen Fällen.
Ich —8 überzeugt, der andere ist besser. Und
wenn Sie wünschen, schicke ich * einen; ich —
ich weiß ginen sehr berichut eii
UnsagteDr
„Er schen der Fodlot 22h u gut gi
daß sie nur etwas Fieber hätte. Darum schickte
er eine Pflegerin, d edee Nacht bei ihr wachen soll.“
„Oh, dann ist sie ohne hs — gut auf-Nacht,
Herr Fergu
g Gute on. Besten
Ihre Nachfrage““
begleitete mich zur Tür, ohne mir auch
nur 5nt Ueinste Selane zu geben, ein Wort
n
einzuwersen. gen der sie vom Theater
Hrrocht hatte, i#fuor ichnreim Hume freilich!
arum hatte ich nicht edizin studiert? Wenn
es in dieser Nacht in
anz London einen elenderen
A#mn gab als *. 56
ätte ich ihn wohl sehen
P# am folgenden Tag war es noch schlimmer!
Sie hielten die Antersuchung nach chschöneren Iglischer
Sitte in einer Kneipe ab — einem Lokal, das lein
enständiger Mensch bei anderer Gelegenheit beätte.
Da, in einem lngen, immer mit
gheeren äenm Boden, aßen der Leichenbeschauer
und das Totenschau.. —* Die Zeugen
anden herum, als ob sie nichts mit sich anzuangen
wüßten. Sehr viele Polizisten waren zu
ehen. Und eine bunt usammengsosssells Menge
ven sehast E Wünnern, Frauen
Der
en beshauen # ein Mann namens
Evanson. Ein
Zügen
wir mdert z4
b er de
"(S% "63# iesdd 1
vollständig eingesät, zum großen Teil war die
Kartoffelaussaat auch schon beschafft. Die infolge
von Winterschäden wotnelne igen Umpflũgungen
nahmen im allgemeinen keinen großen
Umfang an, nur in einigen westdeutschen
Gebieten waren sie recht erheblich. Mehrfach
wurde auch über starke Verunkrautung berichtet.
Gegenüber dem Vormonat sind in
der Beurteilung des Winterweizens in den einzelnen
Bundesstaaten nur geringfügige Abweichungen,
teils zum besseren, teils zum schlechteren
zu verzeichnen. Winterspelz wird sogar
allgemein etwas besser beurteilt, dagegen verschlechterten
sich die Begutachtungszifsern für
Winterroggen fast durchweg, teilweise haben sie
sich sogar erheblich verschlechtert. Infolge der
Trockenheit und der lalten Nächte wurden di
Noggensaaten vielfach gelbspitzig, die Bestolkung
läßt zu wünschen übrig. In der Bewertung
des Standes der Futterlräuter, besonders
Klec, gehen die Berichte ziemlich weit auseinander,
im großen und ganzen wird jedoch damit
gerechnet, daß das im April zurüäcehaltene
Wachstum mit Eintrilt seuchter und wärmerer
Witterung wieder kräftig einseht, zumal die
Pflanzen meist kräftig ansetzten. Während in
einigen Staaten die Wiesen infolge der kalten
und trockenen Witterung zurückblieben, finden
kie nach anderen Berichten, besonders in Süodeutschland,
eine günstige Beurteilung. Die
Noten sind, wenn 2 gut, 3 mittel bedeuten:
Winterweizen 2,5 gegen 2,5 im Vorzahre,
Mi #snterspels 2,2 gegen 2,7, Winterroggen 2,6
gegen 2,7, Klee 2,5 gegen 2,5 1913, Lut#rne
2.6 gegen 2,8, bewässerte Wiesen 2,2 gegen
2,3, andere Wiesen 2,6 gegen 2,6.
Verschiedene Nachrichlen.
Berlin, 7. Mai. Aus Deutsch-Südwestafrila
meldet der Gouverneur auf Grund einer
Mitteilung der Ambomisiion, daß ein Weißer,
der von Tjsumeb aus ohne behördliche Erlaubnis
das Ovamboland betrat, in Ondonga
von Oluanjamaleuten ermordet worden ist.
Der Name und die Nationalität des Ermorde-=ten
ist nicht bekannt. Der Häuptling von Ondonga
nahm den Mörder fest und hält ihn
vorläufig bereit zur Auslieferung an das Bezirksamt
Outjo.
Berlin, 7. Mai. In dem Hause der Sächsischen
Straße in Wilmersdorf wohnt der 55jährige
Ingenieur Wilhelm Großgortenhaus mit
seiner 20jährigen Tochter und seinem 13jährigen
Sohn. Die Ehefrau war vor etwa einem
kalben Jahre gestorben. Den Tod seiner Ehefrau
hatte sich Großgortenhaus so zu Herzen
genommen, daß er gemütskrank zu werden befürchtete.
Er beschloß deshalb im Einverständnis
mit seinen Kindern, mit ihnen zusammen
aus dem Leben zu scheiden. Vorgestern abend
vergiftete sich die Tochter, gestern abend der
Sohn und in der vergangenen Nacht Grohgortenhaus
mit Cyankali.
Darmstadt, 7. Mai. Als gestern abend
auf der Chaussee zwischen Eberstadt und Malchen
ein Automobil einem Fuhrwerk ausweichen
wollle, bremste der Führer zu slart uno
das Fahrzeug überschlug sich. Der Eigentümer
Redwitz aus Baden-Baden, Mitbesitzer der Zi-Karettenfabrit
Batschari, wurde sofort getötet.
Der Chauffeur wurde schwer verletzt.
Kottbus, 7. Mai. Gestern mitlag wurde
der 77jährige Ausgedinger Stopper in Sielow
izn seiner Behausung mit gespaltenem Schädel
tot aufgefunden. Von dem Mörder, der n
der Wohnung alles unberührt ließ, hat man
bisher leine Spur.
Leoben, 7. Mai. Die Tat des Oberleutnants
von Menz hat die ganze Staet in
Aufregung versetzt. Es lursieren die verschiedener
nicht angestellter Leichenbeschauer geworden
war- weil- es mit der Praxis nicht hatte gehen
ch saßte eine beftige Antipathie gegen
den Mlb so wie ich ihn #ae: und ich cuan
ihm ging es ähnlich. Was seine Geschworenen
anbetraf, so waren er und sie einander würdig.
war kein einziger darunter, dem ich auf sein
aelent hin auch nur hundert Mark geliehen
Sie begannen die Verhandlung mit einer Be-#an
ung der Leiche. win Lawrence lag noch
auf seinem Bett, so daß sie diet hundert Meter
bis dahin zu gehen hatten. Es schien, als machte
i nen diese kieine Exlursion Spaß, denn zwei
oder drei tuschelten und lachten zusammen, als sie
zurückkehrten; und ich hätte mich auch nicht
wundert zu hören, daß sie sich mit einem G-.
en Schnaps am Schenktisch erfrischt hätten.
Dann wurden die Zeugen vorgerusen. George
ins.
Meins und ich hatten das Ertsedliche werst
entdeckt. Sie bielten ihn nicht lange auf. Was
agen hatte, brachte er in einem festen
145 mäßigen Ton vor, den 3 nur nachahmen
u können hoffte, wenn n die Reihe an mich käme.
ählte, wie er den Morgenkaffee
Schlafzimmertür gebracht bäite wie er Ureine Antwort
erhalten hätte; wie mir Kaffee gebracht
und Mitteilung davon — hätte; wie 88 den
Balkon entlang gegangen wäre, du ter
esehen und i 1 gerufen baue; * 8 zusar
en ins lunte 66 angen wären, und was
em Fußbo
Atkins so weit erzäh
- hMan ru
ndtig. John
hatte, entließen
Dt selen ö Es it du.
sten Gerüchte über das Motiv des Brudermordes.
Glaubwürdig erscheint die Darstellung, daßt
der Oberleutnant von Menz ein Liebesverhältnis
mit einem Mädchen in Graz hatte und das
Mädchen zu beiraten beabsichtigte. Da er aber
nicht im Besitze der Kaution war, wankte er
sich an seinen Bruder Felirx, der aber ablehnte.
Daraufhin wollte der Oberleutnant seine
Entlassung nehmen. Sein Bruder widersetzte
ich dem Plan und verhinderte, daß das Alschiedogesuch
der zuständigen Stelle vorgelegt
wurde. Wahrscheinlich ist Oberleutnantoon Menz
über dieses Berhalten so in Erbitterung g:-raten,
daß er sich zu der furchtbaren Tat hinreiken
ließ. Die Mutter der beiden Brüder ist
am Mittwoch in Leoben eingetroffen sie halt:
leine Ahnung davon, daß der eine Sohn der
örder des andern ist und war, als ### das
erfuhr, völlig niedergeschmettert. Oberleutnant
v. Menz befindet sich im Offiziersarrest der
Landwehrkaferne. Er ist sehr gefaßt und zeigt
leine Reue.
Paris, 7. Mai. Durch eine Feuersbrunst
wurde die Bevöllerung von Macon in Ausregung
versetzt. Auf bisher unausgellärte Ursache
brach in dem städlischen Krankenhause Feus r
aus, mit rasender Schnelligkeit um sich
griff und die gesamten Gebänulichleiten in ein
helles Flammenmeer verwandelte. Unter den
Kranken brach eine furchtbare Panik aus. Tas
gesamte 124. Insanterie-Regiment wurd: zur
Hüfeleistung alarmiert und den verwweifelten
Austrengungen der Soldaten war es nach mehrsiundiger
Arbeit gelungen, die arg gefährd.ten
Krantken in Sicherheit zu bringen. Ein Soldat
Abrug nicht unerhebliche Brandwunden davon,
ein zweiter wurde durch einen herabstürzenden
Ballen am Kopfe schwer verletzt.
Nowokiewsk, 7. Mai. Durch anhallendes
Feuer wurden 2000 ZQuadratwerst- Urwalo
auf der Wasserscheide zwischen dem Seungariund
dem Nonninafluß vernichtet.
Säglingssterblichkeik in Bavern
im Jahre 1914.
München, 7. Mai.
Nach den Zusammenstellungen des K. Statistischen
Landesamts sind im Jahre 1913 36 50
Kinder unter einem Jahr gegenüber 37 005 im
Jahre 1912 gestorben. Darunter befinden sich
30 608 eheliche und 6 197 uneheliche Kinder.
Setzt man die Zahl der im Jahre 1913 gestorbenen
Säuglinge in Beziehung zu der Zahl der
in diesem Jahre Geborenen, so stellt sich die
Sauglingesserblscheiteuffer im Jahre 1913 auf
18,2 gegen 17.7 im Jahre 1912. Bei den
ebelichen Säuglingen beträgt die Sterbezifser
17,3 Prozent und bei den unehelichen Säuglinlingen
24,3 1oent gegenüber 16,9 bezw. 23,4
im Jahre 1
In ke und Land gestaltele sich di: Säuglinss
fterölichteit folgendermaßen: In Gemein.
den unter 2000 Einwohnern starben 1913 23099
Säuglinoe, gleich 62,7 Prozent. Auf Hundert
Lebendbeborene trafen 1913 19.3. 1912 18.6
und 1911 23,1 gestorbene Säuglinge. In Gemeinden
mit 2000 bis 5000 Einwohnern siarben
1913 4134 Säuglinge, gleich 11,2 Prozent;
auf 100 Lebendgebotene trafen 1913 18,6,
1912 17,0 und 1911 23,2 gestorbene Säuglinge.
In Gemeinden mit 5000 bis 20 000 Ein.
wohnern flarben 2474 Säuglinge, gleich 6,
Prozent; auf 100 Lebendgeborene tressen 1913
17,0, 1912 17,1 und 1911 21,7 gestorbene
Säugiinge. In Gemeinden mit 20 000 bis
100 000 Einwobnern starben 2901 Säuglinge,
gleich 8,1 Prozent; auf 100 Lebendgeboren:
tressen 1913 15,3, 1912 16,3 und 1911 i19,9
"elorbene Seuglinge. In Gemeinden ürver
anz zu ihren Diensten — oder wenigstens L
bok zu ihren Diensten, wie er überhaupt je stehen
würde.
Ich trat an den Tisch.
„Nette Nummer von einem Klotz, was?=raunke
ein Idiot einem anderen zu, als ich durch
die kleine e hindurchschritt.
Der andere Idiot licherte. Am liebsten hätte
ich sie urt E— Köpfen zusammengestoßen; so
sensitiv war ich in diesem Augenbiick für alles
und jedes; und in solch ruhiger Gemüts zurrfassung,
so Lri imstande, eine gute Rolle dꝛ spielen
bei, einer Gelegenheit, wo alles — , Ehre,
selbst das Leben — von einem einige Worte
Earn des lonnte.
Kapitel 19.
gehel
Was nun den Leichenbeschauer anbetraf, so
war der natich gegen mich eingenommen, sobald
an den Tisch trat; er war eine dieser Miniatur-Wageben,
die Iifnrs gegen einen Mann von
— röße einen Widerwillen haben.
Größe hat mir mehr als einmal sschadet,
Arch 2 wirkte sie zu meinen Ungunse len. Es
war lein Mensch in dem Zimmer, der mich uil
eine Art Spezialität betrachtete und mit Verzünnei
auf den Moment wartete, wo ich in Veregenheit
gesetzt werden würde. Allzu lange
brauchten sa auch nicht guf dies echett Schauspiel
zu warten; ich machte fast von efan an
einen schönen Mischmasch aus der Le#chi
(Forlletzung folgt.)