Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Aummer  108

Samskag,  s0.  Mal  1014

 

gen  das  Versprechen  von  5000  Mk.  Belohnung
den  Auftrag  erhielt,  sih  nach  Metz  zu  begeben,
  um  dort  ein  deutsches  Maschinengewehr,
oder  wenigstens  Teile  davon  zu  stehlen  und
vem  französischen  Spionagebureau  auszuliefern.
Stoffels  war  auch  gewillt,  den  trag  ausuführen
  und  begab  sich  nach  seiner  Ankunft
n  Metz  nach  Montignh,  um  dort  in  einen  Maschinengewehrschuppen
  einzubrechen.  Dabei  beie!
  ihn  aber  die  Angst  und  er  ließ  vonsein  eum
Vorhaben  ab.  Der  Kriminalkommissar,  der
die  Festnahme  vornahm,  äußerte  sich  als  Zeug:
über  das  Verfahren  der  französischen  Spionageagenten
  und  ertlärte  dabei,  dieser  Fall  sei  ihm
nicht  neu.  Derartige  Fälle  lämen  häufig  vor.
Es  geschehe  sogar,  daß  die  Agenten  den  Leulen
  lebensgefährliche  oder  gesundheitsgefährliche
Werkzeuge  zur  Ausführung  ihrer  Aufträge  mitgäben.


 

Kämpfe  im  Eptrus.
Durazzo.  7.  Mai.

Nach  den  letzten  griechischen  Melzungen  aus
Südatbanien  haben  die  Epiroten  i  im  Gebiet:  von
Koritza  und  Argyrolastro“  die  Albaner  zurülgedraͤngt
  und  sie  an  mehreren  Orten  geschlagen.
Die  Kämpfe  im  Norden  von  Argyrokastre  haben
fünf  Tage  gedauert  und  endeten  schlie  ßlich  mit
dem  Siege  der  Epiroten.  Das  Kloster  von  Tsepos
  und  mehrere  Dörfer  wurden  von  ihnen  eingenommen.
  Die  Aldbaner,  die  Krügehen  mitßten,
  erlilten  große  Verluste.  Die  Kämpfe  bei
Codra  in  der  Nähe  von  Tepeleni  waren  #liichsalls
  sehr  blutig  und  für  die  Albaner  von  unhngsigem
  Ausgang,  denn  von  diesen  wurden
gegen  500  Mann  außer  Gefecht  gesetzt  und
sie  mußten  zurückweichen.  Allerdings  hatten  auch
die  Epiroten  große  Verluste.  Es  wird  mit
surchtLarer  Erbitterung  gefochlen.

Wie  weiter  gemeldet  wird,  drängen  die  griechischen
  Banden,  die  mit  Ceschützen  und  Maschinengewehren
  ausgerüstet  sind,  unaufhaltsam
über  Ciaffa  und  Kicol  vor  und  befinden  sich
nunmehr  fünf  Stunden  von  Berat  entsernt.
Ven  Süden  dringt  ebenfalls  eine  Kolonne  gegen
Berat  vor.  Die  albanische  Gendarmerie  ist  nach
Süden  abgedrängt  worden.  Die  Beröllerung
titeht;  sie  ist  von  Panit  ergriffen.  Fall-  Berat
  besetzt  wird,  siehen  auch  die  Wege  nach  Valena
  und  Dura###  offen.  Die  starlen  Vanden
bestehen  größtenteils  aus  organilierten  Bestandteilen
  der  griechischen  Armer  und  werden  von
griechischen  Offizieren  befehligt.

Verschiedene  Briefe,  die  nach  Durazz#  gelangt
sind,  berichten  über  Gewalttalen,  denen  hauptächlich
  die  mohammedanische  Bevöllerung  im
Epirus  seitens  der  griechischen  Banden,  oie  ins-Feionders
  aus  mazedonischen  und  kretischen  Abenteuerern
  bestehen,  ausgesetzt  ist.  Die  Häuser  werden
  ausgeraubt  und  in  Brand  gesteckt  und  viele
Menschenleben  sallen  den  Banden  zum  Opfer.
Ueber  die  Greueltaten  wird  berichtet:  Unter
den  Aufftändischen  befinden  sich  viele  freigelassene
  Verbrecher,  die  in  den  albanischen  Ge-Henden
  furchtbar  hausen.  Die  Bevörkerung  hat
zwar  fast  alle  Kinder  nach  dem  Norden  geschidt,
  um  sie  vor  der  Grausamkeit  der  Banden
zu  retten.  Außer  der  schon  berichteten  Kreuzinung
  sind  noch  andere  Mohammedaner  in  der

Gegend  von  Hormovo  grausam  gemartert  worden.
  Vielen  wurden  die  Finger  abgeschnitten
andere  wurden  in  den  Häusern  lebend  herbranal.

Sowohl  aus  Argyrocastro  wie  aus  anderen
Gebieten  wurden  die  Mohammedaner  veriagt
und  ihre  Häuser  geplündert.  In  der  Umgebung
von  Premeti  haben  die  Aufftändischen  über
100  albanische  Frauen  und  Kinder  gefangen
genommen  und  weggeführt.  Ueber  ihr  Schiksal
ist  nichts  belannt.

Die  Mitglierer  der  internationalen  Kontrolllommissio#
  Albauien  sandten  an  Zo-„Hume!

  Ilt  Hume  hier  gewesen?“
Sicherlicht  Und  noch  ein  uderer  Arzt.“
er  —  was  wollte  Hume?
t  lieber  Herr!  Dr.  Hume  ist  ein  Arzt,
und  ein  sehr  heschiäter  noch  daz
„Ja,  aber  nur  in  Slechael.  Dies  schlägt
nicht  in  aen-  Fach-  S
glaube  Sie  irren  si  möchteso  ar
behand,  daß  alles  in  *  dadd  ce  s  !  taußerdem
  ist  er  ein  langfähriger  und  guter  zrl
von  —-  Moore
ich  wußte  nicht,  daß  er  ihr  so
—  so  nal  he  eg.  "

Ich  fühlte,  daß  die  aig  Dame  mich  von  der
Seite  beobachtete.  Sie  wußte,  daß  sie  mich  quälte.
„Oh,  mein  goseh  8  Ich  Llanbe  seeilich
nicht,  —-  Bessie  ade  sehr  für
Eher  nunelebre  Ich  *  ie  kame
den  anann  nicht  leiden.  Wenn  ich  auch  ni  t  weiß,
warum.  Er  ist  so  nett  —  und  6  klug.  5gen
Sie  nicht  auch  kluge  Menschen  gern?“

—-Vein,  ich  nicht,  nie  und  nimmer.“
„Soll  ich  nachfragen,  wie  es  mit  Bessies  Befindem
  jetzt  steh  oder  ist  es  Ihnen  einerlei?“
te,  wenn  —  wenn  Sie  es  mich  wissen
lassen-  mockten.  “

Sie  öffnete  die  Tür  Mit  einem  Hausschlüssel
und  erlkundigte  o  bei  dem  Mädchen,
Haussiuc  erschien.

W  cat.  es  Füäulein  M  Frzulen.  24)
aube,  nicht  angan  u  riu  ein.
schickie  zu  r.  Nochold  eul

la  he  De
zu  ume  zu
l  ürde  nicht
——  .  r  i  62  t
Fräulein  Adatr  wandte  sich  zu.  i

Aber  mein  lieber  Herr  Fera#  Dr.  Hum- 



———3

graphos  eine  dringende  Depesche,  in  der  sie
mitteilen,  daß  die  internationale  Kontroklkommission
  es  auf  Ersuchen  der  albanischen  Regierung
  übernahm,  Zographos  den  Wortklaut
von  Konzessionen  mitzuteilen  unter  der  unbedingten

  Voraussetzung  der  sosorti  ieen  Einstellung
  aller  Feindseligkeiten  und  des  Vormarsches.
Die  Kommission  werde  dann  ebenso  bezüglich
der  n  Streitlräfte  vorgehen  und  sich
nach  Santi  Duaranta  begeben,  um  JZographos
die  Zugeständnisse  mit  mteilen,  nach  deren  Annahme
  sie  ihre  Durchführung  unter  Verbür-Lung
  ihrer  Aufrechterb  altung  überwachen  werde.
Die  Kommission  erwarte  ein  dringenes  Antworttelegramm.
  Zographos  sandte  diese  auch,
in  dem  er  mitteilte,  daß  nach  dem  Erhalt
der  Depesche  der  Kontrolllommission  seitens  der
Aufständischen  der  Befehl  ergangen  sei,  die
Feindseligkeiten  und  den  Vormarsch  von  Mittag
  den  7.  Mai  ab  einzustellen  inzder  Erwartung,
daf  gleiche  Befehle  an  dic  albanischen  Streitkräste
  erteilt  werden.  Jographos  bitte,  ##ihm
den  Zeitpunkt  der  Zusammenkunft  in  Santi
Quaranti  behuss  der  in  dem  Telegramm  der
Kontrolllommission  bezeichneten  Mitteilung  belannt
  zu  geben.

Hof-  und  Personaluachrichlen.

Karlsruhe,  7.  Mai.  Das  Kaiser
paar  ist  mit  Gefolge  um  4½  Uhr  nachmittags
im  Sonderzug  hier  eingetroffen.  Auf  dem
Bahnhof  hatten  sich  zum  Empfang  eingesunden
das  Großherzogspaar  von  Baden,  das  Prinzenpaar
  Mar  von  Baden,  der  kommandierence
General  des  14.  Armeelorps  General  von  Hoiningen-Huene,
  der  preußische  Gesandte  u.  a.
Nach  einer  herzlichen  Begrüßung  fuhren  die
Herrschaften  trotz  des  Regens  im  offenen  Wagen
  durch  das  Spalier  der  Schulen  und  Vereine,
  welche  die  Majestäten  mit  Jubelrufen
begrüßten,  zum  Residenzschloß.  Am  Portal
des  Residenzschlosses  wurden  die  Majestäten  von
der  Großherzogin  Luise  und  den  Hofstaaten
begrüßt  "

Braitnschweig,7.Mai.Anläßlichder
Taufe  des  Erbprinzen  sieht  die  Stadt
über  20  Fürsilichleiten  und  Vertreter  fürstlicher
Taufpaten  zu  Gaste.  Zur  Begrüßung  der  Gäste
Jegte  die  Stadt  bereits  heute  reichen  Flaggen--schmuck
  an.  Wappen  und  Embleme  zeren  die
Häuser.  Das  Rathaus  ist  würdig  geschmückt
durch  Tannengewinde  mit  eingeflochtenen  Fahnendändern.
  Als  erster  der  fürstlichen  Gäst:
ist  Prinz  Waldemar  von  Dänemark  im  Hauptbahnhof
  eingetroffen.  Später  trafen  die  Herzogin
  Thyra  von  Cumberland  und  die  Prinzessin
  Olga  ein.  Das  Herzogspaar  erschien

 

zum  Empfang  am  Bahnhof.  Nach  außerordent

uch  herzlicher  Begrühung  und  der  Vorstellung
der  beiderserigen  Gefolge  bestiegen  den  ersten
Wagen  der  Herzog  und  die  Herzogin-Multer
und  den  zweiten  Wagen  die  Herzogin  und  die
Prinzessin  Olga.  Vte  hohen  Gäste  wurden  pon
dem  P'blikum  lebhaft  begrükzt.

Brünn,  7.  Mai.  Die  bayerische  Ksnigsfamilie
  traf  auf  der  Rückreise  von
Eiwanowitz  um  10.53  Uhr  vormittags  hier  ein.
Um  11.05  Uhr  fuhr  die  K.  Familie  über  Marchega
  nach  Ungarn  weiter.

Der  Saalenstand  im  Reich.
Verlin,  7.  Mai.

Nach  dem  Bericht  des  Statistischen  Amtes
über  den  Saatenstand  im  Reich  anfangs  Mai

wurde  die  Frühjahrsbestellung  durch  das  krockene
Wetter  begünsiigt.  wenn  auch  der  Verlauf  der
Witterung  für  die  Entwicklung  des  Wintergetreides
  allgemein  wenig  fördernd  war.
Die  Sommersaaten  waren  Ende  April  nahe

 

ist  ein  Oehr  geschickter  Arzt.“
"  P%  abeer  aber  nicht  in  solchen  Fällen.
Ich  —8  überzeugt,  der  andere  ist  besser.  Und
wenn  Sie  wünschen,  schicke  ich  *  einen;  ich  —
ich  weiß  ginen  sehr  berichut  eii
UnsagteDr
„Er  schen  der  Fodlot  22h  u  gut  gi
daß  sie  nur  etwas  Fieber  hätte.  Darum  schickte
er  eine  Pflegerin,  d  edee  Nacht  bei  ihr  wachen  soll.“
„Oh,  dann  ist  sie  ohne  hs  —  gut  auf-Nacht,
  Herr  Fergu

g  Gute  on.  Besten
Ihre  Nachfrage““
begleitete  mich  zur  Tür,  ohne  mir  auch
nur  5nt  Ueinste  Selane  zu  geben,  ein  Wort
n

einzuwersen.  gen  der  sie  vom  Theater
Hrrocht  hatte,  i#fuor  ichnreim  Hume  freilich!
arum  hatte  ich  nicht  edizin  studiert?  Wenn

es  in  dieser  Nacht  in

anz  London  einen  elenderen
A#mn  gab  als  *.  56

ätte  ich  ihn  wohl  sehen

P#  am  folgenden  Tag  war  es  noch  schlimmer!

Sie  hielten  die  Antersuchung  nach  chschöneren  Iglischer
Sitte  in  einer  Kneipe  ab  —  einem  Lokal,  das  lein
enständiger  Mensch  bei  anderer  Gelegenheit  beätte.
  Da,  in  einem  lngen,  immer  mit

gheeren  äenm  Boden,  aßen  der  Leichenbeschauer
und  das  Totenschau..  —*  Die  Zeugen
anden  herum,  als  ob  sie  nichts  mit  sich  anzuangen

  wüßten.  Sehr  viele  Polizisten  waren  zu
ehen.  Und  eine  bunt  usammengsosssells  Menge
ven  sehast  E  Wünnern,  Frauen

Der

 

en  beshauen  #  ein  Mann  namens
Evanson.  Ein
Zügen

wir  mdert  z4

 

b  er  de
"(S%  "63#  iesdd  1

vollständig  eingesät,  zum  großen  Teil  war  die
Kartoffelaussaat  auch  schon  beschafft.  Die  infolge
  von  Winterschäden  wotnelne  igen  Umpflũgungen
  nahmen  im  allgemeinen  keinen  großen
  Umfang  an,  nur  in  einigen  westdeutschen
Gebieten  waren  sie  recht  erheblich.  Mehrfach
  wurde  auch  über  starke  Verunkrautung  berichtet.
  Gegenüber  dem  Vormonat  sind  in
der  Beurteilung  des  Winterweizens  in  den  einzelnen
  Bundesstaaten  nur  geringfügige  Abweichungen,
  teils  zum  besseren,  teils  zum  schlechteren
  zu  verzeichnen.  Winterspelz  wird  sogar
allgemein  etwas  besser  beurteilt,  dagegen  verschlechterten
  sich  die  Begutachtungszifsern  für
Winterroggen  fast  durchweg,  teilweise  haben  sie
sich  sogar  erheblich  verschlechtert.  Infolge  der
Trockenheit  und  der  lalten  Nächte  wurden  di
Noggensaaten  vielfach  gelbspitzig,  die  Bestolkung
  läßt  zu  wünschen  übrig.  In  der  Bewertung
  des  Standes  der  Futterlräuter,  besonders
Klec,  gehen  die  Berichte  ziemlich  weit  auseinander,
  im  großen  und  ganzen  wird  jedoch  damit
gerechnet,  daß  das  im  April  zurüäcehaltene
Wachstum  mit  Eintrilt  seuchter  und  wärmerer
Witterung  wieder  kräftig  einseht,  zumal  die
Pflanzen  meist  kräftig  ansetzten.  Während  in
einigen  Staaten  die  Wiesen  infolge  der  kalten
und  trockenen  Witterung  zurückblieben,  finden
kie  nach  anderen  Berichten,  besonders  in  Süodeutschland,
  eine  günstige  Beurteilung.  Die
Noten  sind,  wenn  2  gut,  3  mittel  bedeuten:
Winterweizen  2,5  gegen  2,5  im  Vorzahre,
Mi  #snterspels  2,2  gegen  2,7,  Winterroggen  2,6
gegen  2,7,  Klee  2,5  gegen  2,5  1913,  Lut#rne
2.6  gegen  2,8,  bewässerte  Wiesen  2,2  gegen
2,3,  andere  Wiesen  2,6  gegen  2,6.

Verschiedene  Nachrichlen.

Berlin,  7.  Mai.  Aus  Deutsch-Südwestafrila
  meldet  der  Gouverneur  auf  Grund  einer
Mitteilung  der  Ambomisiion,  daß  ein  Weißer,
der  von  Tjsumeb  aus  ohne  behördliche  Erlaubnis
  das  Ovamboland  betrat,  in  Ondonga
von  Oluanjamaleuten  ermordet  worden  ist.
Der  Name  und  die  Nationalität  des  Ermorde-=ten
  ist  nicht  bekannt.  Der  Häuptling  von  Ondonga
  nahm  den  Mörder  fest  und  hält  ihn
vorläufig  bereit  zur  Auslieferung  an  das  Bezirksamt
  Outjo.

Berlin,  7.  Mai.  In  dem  Hause  der  Sächsischen
  Straße  in  Wilmersdorf  wohnt  der  55jährige
  Ingenieur  Wilhelm  Großgortenhaus  mit
seiner  20jährigen  Tochter  und  seinem  13jährigen
  Sohn.  Die  Ehefrau  war  vor  etwa  einem
kalben  Jahre  gestorben.  Den  Tod  seiner  Ehefrau
  hatte  sich  Großgortenhaus  so  zu  Herzen
genommen,  daß  er  gemütskrank  zu  werden  befürchtete.
  Er  beschloß  deshalb  im  Einverständnis
  mit  seinen  Kindern,  mit  ihnen  zusammen
aus  dem  Leben  zu  scheiden.  Vorgestern  abend
vergiftete  sich  die  Tochter,  gestern  abend  der
Sohn  und  in  der  vergangenen  Nacht  Grohgortenhaus
  mit  Cyankali.

Darmstadt,  7.  Mai.  Als  gestern  abend
auf  der  Chaussee  zwischen  Eberstadt  und  Malchen
  ein  Automobil  einem  Fuhrwerk  ausweichen
  wollle,  bremste  der  Führer  zu  slart  uno
das  Fahrzeug  überschlug  sich.  Der  Eigentümer
Redwitz  aus  Baden-Baden,  Mitbesitzer  der  Zi-Karettenfabrit

  Batschari,  wurde  sofort  getötet.
Der  Chauffeur  wurde  schwer  verletzt.

Kottbus,  7.  Mai.  Gestern  mitlag  wurde
der  77jährige  Ausgedinger  Stopper  in  Sielow
izn  seiner  Behausung  mit  gespaltenem  Schädel
tot  aufgefunden.  Von  dem  Mörder,  der  n
der  Wohnung  alles  unberührt  ließ,  hat  man
bisher  leine  Spur.

Leoben,  7.  Mai.  Die  Tat  des  Oberleutnants
  von  Menz  hat  die  ganze  Staet  in

 

Aufregung  versetzt.  Es  lursieren  die  verschiedener

  nicht  angestellter  Leichenbeschauer  geworden
war-  weil-  es  mit  der  Praxis  nicht  hatte  gehen
ch  saßte  eine  beftige  Antipathie  gegen

den  Mlb  so  wie  ich  ihn  #ae:  und  ich  cuan
ihm  ging  es  ähnlich.  Was  seine  Geschworenen
anbetraf,  so  waren  er  und  sie  einander  würdig.
war  kein  einziger  darunter,  dem  ich  auf  sein
aelent  hin  auch  nur  hundert  Mark  geliehen

Sie  begannen  die  Verhandlung  mit  einer  Be-#an

  ung  der  Leiche.  win  Lawrence  lag  noch
auf  seinem  Bett,  so  daß  sie  diet  hundert  Meter
bis  dahin  zu  gehen  hatten.  Es  schien,  als  machte
i  nen  diese  kieine  Exlursion  Spaß,  denn  zwei
oder  drei  tuschelten  und  lachten  zusammen,  als  sie

zurückkehrten;  und  ich  hätte  mich  auch  nicht
wundert  zu  hören,  daß  sie  sich  mit  einem  G-.
en  Schnaps  am  Schenktisch  erfrischt  hätten.
Dann  wurden  die  Zeugen  vorgerusen.  George
ins.

Meins  und  ich  hatten  das  Ertsedliche  werst
entdeckt.  Sie  bielten  ihn  nicht  lange  auf.  Was

agen  hatte,  brachte  er  in  einem  festen
145  mäßigen  Ton  vor,  den  3  nur  nachahmen
u  können  hoffte,  wenn  n  die  Reihe  an  mich  käme.
ählte,  wie  er  den  Morgenkaffee
Schlafzimmertür  gebracht  bäite  wie  er  Ureine  Antwort
  erhalten  hätte;  wie  mir  Kaffee  gebracht
und  Mitteilung  davon  —  hätte;  wie  88  den
Balkon  entlang  gegangen  wäre,  du  ter
esehen  und  i  1  gerufen  baue;  *  8  zusar
  en  ins  lunte  66  angen  wären,  und  was
em  Fußbo
Atkins  so  weit  erzäh

-  hMan  ru
ndtig.  John

 

 

hatte,  entließen
Dt  selen  ö  Es  it  du.

 

sten  Gerüchte  über  das  Motiv  des  Brudermordes.
  Glaubwürdig  erscheint  die  Darstellung,  daßt
der  Oberleutnant  von  Menz  ein  Liebesverhältnis
  mit  einem  Mädchen  in  Graz  hatte  und  das
Mädchen  zu  beiraten  beabsichtigte.  Da  er  aber
nicht  im  Besitze  der  Kaution  war,  wankte  er
sich  an  seinen  Bruder  Felirx,  der  aber  ablehnte.
  Daraufhin  wollte  der  Oberleutnant  seine
Entlassung  nehmen.  Sein  Bruder  widersetzte
ich  dem  Plan  und  verhinderte,  daß  das  Alschiedogesuch
  der  zuständigen  Stelle  vorgelegt
wurde.  Wahrscheinlich  ist  Oberleutnantoon  Menz
über  dieses  Berhalten  so  in  Erbitterung  g:-raten,
  daß  er  sich  zu  der  furchtbaren  Tat  hinreiken
  ließ.  Die  Mutter  der  beiden  Brüder  ist
am  Mittwoch  in  Leoben  eingetroffen  sie  halt:
leine  Ahnung  davon,  daß  der  eine  Sohn  der

örder  des  andern  ist  und  war,  als  ###  das
erfuhr,  völlig  niedergeschmettert.  Oberleutnant
v.  Menz  befindet  sich  im  Offiziersarrest  der
Landwehrkaferne.  Er  ist  sehr  gefaßt  und  zeigt
leine  Reue.

Paris,  7.  Mai.  Durch  eine  Feuersbrunst
wurde  die  Bevöllerung  von  Macon  in  Ausregung
  versetzt.  Auf  bisher  unausgellärte  Ursache
  brach  in  dem  städlischen  Krankenhause  Feus  r
aus,  mit  rasender  Schnelligkeit  um  sich
griff  und  die  gesamten  Gebänulichleiten  in  ein
helles  Flammenmeer  verwandelte.  Unter  den
Kranken  brach  eine  furchtbare  Panik  aus.  Tas
gesamte  124.  Insanterie-Regiment  wurd:  zur
Hüfeleistung  alarmiert  und  den  verwweifelten
Austrengungen  der  Soldaten  war  es  nach  mehrsiundiger
  Arbeit  gelungen,  die  arg  gefährd.ten
Krantken  in  Sicherheit  zu  bringen.  Ein  Soldat

Abrug  nicht  unerhebliche  Brandwunden  davon,

ein  zweiter  wurde  durch  einen  herabstürzenden
Ballen  am  Kopfe  schwer  verletzt.

Nowokiewsk,  7.  Mai.  Durch  anhallendes
  Feuer  wurden  2000  ZQuadratwerst-  Urwalo
auf  der  Wasserscheide  zwischen  dem  Seungariund
  dem  Nonninafluß  vernichtet.

Säglingssterblichkeik  in  Bavern
im  Jahre  1914.
München,  7.  Mai.

Nach  den  Zusammenstellungen  des  K.  Statistischen
  Landesamts  sind  im  Jahre  1913  36  50
Kinder  unter  einem  Jahr  gegenüber  37  005  im
Jahre  1912  gestorben.  Darunter  befinden  sich
30  608  eheliche  und  6  197  uneheliche  Kinder.
Setzt  man  die  Zahl  der  im  Jahre  1913  gestorbenen
  Säuglinge  in  Beziehung  zu  der  Zahl  der
in  diesem  Jahre  Geborenen,  so  stellt  sich  die
Sauglingesserblscheiteuffer  im  Jahre  1913  auf
18,2  gegen  17.7  im  Jahre  1912.  Bei  den
ebelichen  Säuglingen  beträgt  die  Sterbezifser
17,3  Prozent  und  bei  den  unehelichen  Säuglinlingen
  24,3  1oent  gegenüber  16,9  bezw.  23,4
im  Jahre  1

In  ke  und  Land  gestaltele  sich  di:  Säuglinss
  fterölichteit  folgendermaßen:  In  Gemein.
den  unter  2000  Einwohnern  starben  1913  23099
Säuglinoe,  gleich  62,7  Prozent.  Auf  Hundert
Lebendbeborene  trafen  1913  19.3.  1912  18.6
und  1911  23,1  gestorbene  Säuglinge.  In  Gemeinden
  mit  2000  bis  5000  Einwohnern  siarben
  1913  4134  Säuglinge,  gleich  11,2  Prozent;
  auf  100  Lebendgebotene  trafen  1913  18,6,
1912  17,0  und  1911  23,2  gestorbene  Säuglinge.
  In  Gemeinden  mit  5000  bis  20  000  Ein.
wohnern  flarben  2474  Säuglinge,  gleich  6,
Prozent;  auf  100  Lebendgeborene  tressen  1913
17,0,  1912  17,1  und  1911  21,7  gestorbene
Säugiinge.  In  Gemeinden  mit  20  000  bis
100  000  Einwobnern  starben  2901  Säuglinge,
gleich  8,1  Prozent;  auf  100  Lebendgeboren:
tressen  1913  15,3,  1912  16,3  und  1911  i19,9
"elorbene  Seuglinge.  In  Gemeinden  ürver

anz  zu  ihren  Diensten  —  oder  wenigstens  L
bok  zu  ihren  Diensten,  wie  er  überhaupt  je  stehen
würde.

Ich  trat  an  den  Tisch.

„Nette  Nummer  von  einem  Klotz,  was?=raunke
  ein  Idiot  einem  anderen  zu,  als  ich  durch
die  kleine  e  hindurchschritt.

Der  andere  Idiot  licherte.  Am  liebsten  hätte
ich  sie  urt  E—  Köpfen  zusammengestoßen;  so
sensitiv  war  ich  in  diesem  Augenbiick  für  alles
und  jedes;  und  in  solch  ruhiger  Gemüts  zurrfassung,
so  Lri  imstande,  eine  gute  Rolle  dꝛ  spielen
bei,  einer  Gelegenheit,  wo  alles  —  ,  Ehre,
selbst  das  Leben  —  von  einem  einige  Worte
Earn  des  lonnte.

 

Kapitel  19.
gehel
Was  nun  den  Leichenbeschauer  anbetraf,  so
war  der  natich  gegen  mich  eingenommen,  sobald
an  den  Tisch  trat;  er  war  eine  dieser  Miniatur-Wageben,
  die  Iifnrs  gegen  einen  Mann  von
—  röße  einen  Widerwillen  haben.
Größe  hat  mir  mehr  als  einmal  sschadet,
Arch  2  wirkte  sie  zu  meinen  Ungunse  len.  Es
war  lein  Mensch  in  dem  Zimmer,  der  mich  uil
eine  Art  Spezialität  betrachtete  und  mit  Verzünnei
  auf  den  Moment  wartete,  wo  ich  in  Veregenheit
  gesetzt  werden  würde.  Allzu  lange
brauchten  sa  auch  nicht  guf  dies  echett  Schauspiel
  zu  warten;  ich  machte  fast  von  efan  an
einen  schönen  Mischmasch  aus  der  Le#chi

(Forlletzung  folgt.)