Metadata : Württembergische Geschichtsquellen. Vierter Band. (4)

1317  Mai  27.  219

jaren  den  naesten,  die  nu  nach  ainander  koment,  so  sol  iu  herschaft
von  Wirtenberg,  swaz  sie  von  disem  tage  biz  an  den  tac,  daz
din  losunge  geschiht  inre  den  fieren  jaren,  genossen  hat  von  denselben
  schultbeissenampt,  zol  unde  ungelt,  abe  slahen  an  den:  hobet-5
  güte  unde  suln  die  hurger  der  herschaft  daz  uberig  geben.  Ex  ist
ouch  geredte:  awelher  umserre  herren  unde  helfer  ze  beden  siten,
die  in  deın  kriege  gewesen  sint,  in  der  süne  wellent  sin,  die  suln
ain  luter  süne  haben  unde  swern  än  gefaerde,  alav  daz  sie  ain  reht
nemen  suln  von  der  herschaft  von  Wirtenberg  unde  ir  helfer,  unde
10  diu  berechaft  unde  ir  helfer  von  den  burgern  unde  ir  helfer  umbe
alle  die  sache  unde  etösse,  die  sie  gegen  ainander  ze  clagen  unde
ze  schaffen  hant,  daz  selbe  reht  ze  nemen  unferzogenlich  uf  zimelichen
  tagen,  also  ob  ez  uf  ain  tac  niht  beriht  mac  werden,  daz
man  ander  zimelich  tage  neme  än  gefaerde,  biz  ez  beriht  wirt,
15  unde  ouch  mit  solchen  gedingeden:  swer  von  baiden  tailen  ihsit
erclaget  hat  vor  gerihte  unde  daruber  briefe  hat  von  dem  gerihte  sider  der
krieg  anhüb,  do  die  herren  von  Wirtenberg  unde  ir  belfer  unde  die  von
Esselingen  unde  ir  helfer  sich  nit  gedorsten  verantwurten  vor  gerihte,  der
sol  die  briefe  Jan  ligen  unde  suln  im  die  briefe  nihsnit  helfen.  Unde  swer
20  also  der  süne  nit  nemen  wil,  den  sol  daruber  enwederre  taile  schirmen
än  alle  gefacrde.  Unde  daz  alles  daz,  daz  hie  vor  geschriben  ist  unde
dez  wir  zü  den  hailigen  gesworn  han,  staete  und  luter  belibe,  so  geben
wir  ainander  disen  brief  besigelt  unde  gevestent  mit  unsern  insigeln  der
vorgenanten  graven  von  Wirtenberge  unde  mit  der  vorgenanten  stat  ze
2  Esselingen,  diu  daran  bangent.  Der  brief  wart  gegeben  ze  Esselingen
an  sant  Thomas  abent  dez  zwelfbotten,  do  man  zalt  von  Christes
geburte  driuzebenhundert  jare  unde  in  dem  sehzehenden  jare,

466.  Meister,  Keller,  Brüder  und  Schwestern  des  Spitals  zu
Esslingen  verkaufen  an  Kloster  Maulbronn  ihren  Hof  zu  Illingen
%  mit  allem  Zubehör  und  alle  ihre  Güter  daselbst,  ausgenommen  Aebelin
Hügelins  Hofstatt,  um  300  Pfund  Heller,  verpflichten  sich  zur  Fertiyung
  als  freies  Eigen  und  stellen  Heinrich  Kurtz  den  Schultheissen,
Rüdiger  Rupreht,  Bürgermeister,  Konrad  den  Huser,  Wolf  von  Manbach
  (Mänbach),  Hug  Kurtz,  Eberhard  den  Naeter,  Konrad  den
%  Blieninger,  Konrad  den  Wideman,  Heinrich  den  Schrodeler  und  Hermann
  Adelrich,  Bürger  zu  Esslingen,  als  Bürgen  mit  der  Verpflichtung
  zum  Einlager  in  Esslingen.  —  Siegler  die  Stadt  Esslingen
und  Diemar,  Dekan  daselbst.  —  1317  (fritage  nach  sant  Urbans
tac)  Mai  27.