322 Goettingen, Universitäts-Bibliothek
hoch, 9cm breit; zu 9 Zeilen Bl. 1—61 aus dem 17., Bl. 62 —
163 aus dem 16. Jahrh.
Die Handschrift zerfällt in 2 Theile (Bl. 1—61 und 62--163); im
ersten ist die Schrift gleichmässig, doch nicht ganz deutlich und etwas
nach links geneigt, im zweiten ist sie steil, zierlich und sehr deutlich.
Überschriften und Verstheiler der Süren roth. Die Vocale sind in
beiden Theilen der Handschrift gesetzt, auch bei dem türkischen Texte.
Gebetbuch. Der erste Theil des Manuscriptes enthält auf
Bl. 1—44® Süra 1, den Anfang von 2, 6, 36, 44, 48, 55, 56, 67, 78
und auf Bl. 44°—61 ein Gebet des „Sles Ne P* Zn (vgl. Fleischer,
Leipziger Catalog S. 442 Col. 2).
Der zweite Theil umfasst nur Gebete, meist mit voraufgehender
türkischer Erklärung : Le ob slcs (BI. 62°), as> seo (B1.63%), (lg sed
(B1.69P), "UI Aal an) ses (BI. ” und sed (BI. 95%), ‚43 sled (BI. 124°),
wa eds (Bl. 130), und ein „,1,3 3 (Bl. 152®). A Bl.163 einige
türkische Eintragungen von anderer Hand.
Geschenk aus dem Nachlasse H. Ewald’s 1875.
Arab. 236 (orient. 55) orientalisches Papier; 246 Bl.; 9% cm
hoch, 64cm breit; 7 Zeilen, von Bl.195 an 6 Zeilen Anfang des
17 Jahrh.
Schrift deutliches und gleichmässiges Nashi von türkischer Hand,
das Arabische vocalisirt. Überschriften, Texteinfassung und von Bl. 195
an, wo eine andere Hand beginnt, auch die Verstheiler roth.
Gebetbuch. Der Änfang der Handschrift fehlt; sie beginnt
mit dem letzten Worte der Süra 112, dann kommt Süra 113, 114,1
und der Anfang von 2. Von den sich daran schliessenden Gebeten sind
die folgenden mit einem Titel versehen: lo stcs („ Bl. 2b, Gebet10P),
„p ses (BI. 20° und 31%), lu „a sles (BI. 78° und 86°), „>, se)
„us (B1.103%), lem 260 (BL. 132° und 142°), ur> ss (Bl. 157°
und 161°), Miu> seo (BI. 189%), Ve eis ses (BI.201°), und sc>
843 (sic! für 5) (B1.239%). BI. 194 ff. Sind einige Siegel, nämlich
das des Propheten Elias „5 „a> ‚gr, des Harün al-Rasid, des Muhammad,
des Salomo und das J,lur „gs genannte abgebildet und zum
Theil erklärt, ebenso magische Quadrate mit Zahlen und Buchstaben.
Bl. 223°—230° enthalten ein Fäl-Nämah durch alle Buchstaben des
Alphabets.
Den Gebeten geht meistens eine türkische Erklärung voraus.
Auf einige von den leeren Blättern am Ende des Manuscriptes
hat eine dritte gleichfalls türkische Hand noch ein paar kurze Gebete
und Bemerkungen geschrieben ; daselbst findet sich auch eine Datirung
vom Jahre 1052 d.H. (beg. 1 April 1642).
Arab. 27 (orient. 56) orientalisches Papier; 190 Bl.;, 10 cm
hoch, 7 cm breit; 8 Zeilen Mitte des 16 Jahrh.
Schrift deutlich und gleichmässig; das Arabische und theilweise
auch das Türkische vocalisirt.