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außerordentlich nuͤchtern blieb, so blieb ihm doch noch eine
unermeßliche Menge baaren. Geldes.
Sein älterer Bruder, ein guter ehrlicher Mann, dem er
als Staatssekretär ein paar gute Mlätze verschafft, beerbte
ihn, und dieser einzige Erbe der unermeßlichsicu Erbschaft hatte
nur einen einzigen sehr frommen Sohn, der Kanonikus von
Saint-Honorc war, keine Plätze und keine Beneficien wollte.
Dieser nahm sich fast nichts von der ganzen reichen Erbschaft.
Er verwandte Einiges davon, seinem Oheim in der Kirche, wo
er begraben lag, ein schdnes, aber bescheidenes Mausoleum mit
einer sehr christlichen Inschrift setzen zu lassen; das Uebrige
verwandte er zu Almosen.
Man würde ein ganzes Buch davon schreiben können,
wenn man alle die Auferikte erzählen sollte, die es mit dem
Kardinal gab, besonders seitdem er der Allgelrende geworden.
Der Fall kam nicht nur einmal, und es geschah öfters in Gegenwart
des Herzogs von Orleans, daß, wenn er recht bitter
böse wurde, er auf Tische und Fauteuils hinauf sprang,
ein paar Mal, ohne mit einem Fuße auf die Erde zu
kommen, bloß auf Tischen und Stühlen herumspringend, das
Zimmer auf und nieder lief.
Es war ganz sonderbar, wie er oft die angesehensten
Personen behandelte. Der Kardinal von Gevres beklagte sich
einmal bei dem Herzog von Orleans, daß ihn der Kardinal
Dübois in den unflätigsten Ausdrücken promeniren geschickt
habe. Doch noch mehr zu klagen hatte Madame von Conflaus.
Diese hatte den Platz einer Gouvernantin bei den Prinzessinnen
des Herzogs von Orleans erhalten, und die Gemahlin
des Herzogs von Orleaus verlangte, sie sollte auch dem
Kardinal Dübois ein Kompliment machen. So abgeneigt sie
nun war, so sehr drang die Herzogin in sie. So sehr es
aber auch die Herzogin allein schon nur um der Verhaͤltnisse
Spittler's sämmtliche Werke. XIV. Bd. 6