Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1903. (80)

O.

Beachreibung
des  Röniylirh  Preussischen  grossen  Tlaptenschildes.

#.  Wappenschild  ist  durch  fünfmalige  Längentheilung  in  sechs  Pfähle  und  durch  achtmalige

  QOuertheilung  in  neun  Reihen,  deren  letzte  den  ungetheilten  Schildesfuß  bildet,
getheilt,  und  besteht  aus  drei  Mittelschilden,  den  48  Feldern  und  dem  Schildesfuße  des
Hauptschildes.  ·

I.Mikkerschikde.

Der  erste  Mittelschild,  welcher  die  Königliche  Krone  trägt,  liegt  auf  der  Herzstelle.

Wegen  des  Rönigreichs  Preußen.

In  silbernem  Felde  ein  schwarzer,  goldbewehrter,  rothgezungter  Adler,  der  mit  der
Königlichen  Krone  gekrönt  ist  und  in  der  rechten  Klaue  den  goldenen  Königszepter,  in  der
linken  einen  blauen  goldbereiften  und  bekreuzten  Reichsapfel  hält.

Die  Flügel  sind  mit  goldenem  Kleestengel  besteckt.  Auf  der  Brust  des  Adlers
steht  der  Namenszug  Friedrich  I.,  die  verschlungenen  Buchstaben  F  und  RB.

Erläuterung.  Der  reussische  Adler  findet  sich  zuerst  und  zwar  ungekrönt  und
ohne  alle  Abzeichen  auf  den  Hauptseiten  der  Hochmeister-Münzen  in  einem  Schildchen,
mit  welchem  das  deutsche  Ordenskreuz  belegt  ist.  Die  alten  Preussen  (Po-Russen,  die
bei  den  Russen  wohnenden,  nach  Pierson:  die  um  den  Russ  herum  wohnenden)  waren
Slavisch-litthauischen  Ursprungs,  denn  die  deutschen  Urbewohner,  Sueven  und  Gothen,  waren

ja  nach  Süden  gezogen.  Die  polnischen  Herzöge  machten  sie  zinsbar,  mussten  aber  1228

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