— 20 —
der Scheide, von wo er auf die vordere Wand des Mastdarms sich
umschlägt. Die so zwischen der Gebärmutter und dem Mastdarme
gebildete Tasche wird seitlich von zwei vorspringenden Falten des
Bauchfells, den Gebärmutter-Kreuzbein bändern, begränzt, welche
sich von der hinteren Fläche des Mutterhalses gegen die Seiten des
Mastdarms hinziehen. In ihnen verlaufen zarte, fleischige Stränge,
welche den Mutterhals an die hintere Beckenwand anheften. Auf
der vorderen Gebärmuttierwand reicht das Bauchfell nur bis zur Gegend
des inneren Muttermundes herab, um von da auf die hintere
Wand der Harnblase überzugehen. Die vordere Wand des Mutterhalses,
unterhalb des Bauchfells und oberhalb der Anheftung des
Scheidengewölbes, ist an der hinteren und unteren Wand der Harnblase
befestigt. Zu beiden Seiten der Gebärmutter breitet sich die
genannte Falte des Bauchfells bis zur inneren Seitenwand des Beckens
aus. Diese seitlich von der Gebärmutter abgehenden Falten werden
die breiten Mutterbänder genannt. In ihnen läuft an jeder
Seite von dem Grunde der Gebärmutter ein runder, fleischiger Strang
schräg nach außen und vorn und durch eine Oeffnung der Bauchdecken
unter der Haut, den sogenannten Bauchring, zur äußeren Fläche der
Schambeine, wo er sich befestigt. Dieser Strang heißt das runde
Mutterband.
Theils durch die breiten und die runden Mutterbänder, theils
durch die Gebärmutter-Kreuzbeinbänder, so wie die Verbindung der
vorderen Wand des Mutierhalses mit der Harnblase, theils endlich
durch die Scheide, welche den Mutterhals umfaßt, unterstützt von
einer sehnigen Binde, welche die innere Wand des Beckens auskleidet,
wird die Gebärmutter in ihrer Lage, d. h. in der Richtung des oberen
Theils der Mittellinie des Beckens erhalten. Doch gestatten ihr
diese Befestigungen noch eine ziemliche Beweglichkeit, sowohl auf= und
abwärts, je nachdem der Druck der darüber gelegenen Baucheingeweide
ein stärkerer oder geringerer ist, als auch von vorn nach hinten, wie es
die wechselnde Füllung der Harnblase und des Mastdarms erfordert.
8. 34.
Im oberen Rande der breiten Mutierbänder gehen zu beiden
Seiten vom Grunde der Gebärmutter zwei dünne, häutige Röhren,