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(von 4 Schnitten häufig nur 1 bis 2 Pusteln) und zur Erzeugung von Abortivpusteln oder
zu verspäteter Pustelbildung (oft noch 8 bis 12 Tage nach der Impfung) führte.
Die entartete Stammlymphe wurde daraufhin alsbald ausgeschaltet und durch wirksamen
Stoff ersetzt; die Fortsetzung des Impfgeschäftes hatte wieder tadellose Ergebnisse.
Neben der Schädigung des Gesamterfolges der Impfungen machte sich auch eine Verschiedenheit
der gemeldeten Teilerfolge bemerkbar, wie die folgende Zusammenstellung erkennen
läßt:
(Siehe Tabelle auf Seite 190.)
Von den 60 711 Impfungen der öffentlichen Impfärzte (über die Berichte vorlagen)
hatten Erfolg 55 371 oder 91,2 %; dieser Erfolg steht hinter dem des Vorjahres (97,6 %)
um 7,6% zurück, und zwar sind es hauptsächlich die Erstimpfungen, welche die großen Ausfälle
an Erfolg zeigten. Von 34521 Erstimpfungen hatten Erfolg 29 860 oder 86,5 %,
von 26 190 Wiederimpfungen 25 511 oder 97,1%.
Eine große Bedeutung für die Erzielung eines Impferfolges hat auch im Berichtsjahre
wiederum die Art des Vollzugs des Impfgeschäfts durch die einzelnen Impfärzte gehabt.
Es wurden an Erfolgen erreicht:
A. Bei öffentlichen Impfungen:
I. Bei Erstimpfungen 100 % von dem Bezirksarzt in Ettenheim, 99 % von den Bezirksärzten
in Müllheim und Wolfach, 98%% von jenen in Stockach, Bonndorf und Mosbach,
97 % in Durlach, Boxberg und Freiburg II, 95 bis 90% von den Bezirksärzten in
Meßkirch, Donaueschingen, Villingen, Staufen, Lahr, Offenburg, Oberkirch, Wiesloch, Buchen,
Tauberbischofsheim, Wertheim, Schönau, 80 bis 70 % von den Bezirksärzten in Triberg,
Freiberg 1, Neustadt, Pforzheim und Mannheim II und unter 70 % bei dem Bezirksarzt
von Schopfheim.
II. Bei den Wiederimpfungen 100 % von den Bezirksärzten in Pfullendorf, Meßkirch,
Villingen, Stockach, Waldshut, Müllheim, Waldkirch, Ettenheim, Lahr, Wolfach, Kehl, Durlach,
Schwetzingen, Buchen, Adelsheim, Mosbach, Boxberg, Wertheim und Schönau, 99 bis 90%%
von sämtlichen übrigen mit Ausnahmen von Schopfheim, Donaueschingen, Offenburg, Bretten;
unter diesen hatte der Bezirksarzt in Schopfheim auch hier den geringsten Erfolg, nämlich
nur 73 o/ 0.
III. Bei den Gesamtimpfungen 100 % von dem Bezirksarzt in Ettenheim, 99 bis 95 %
von den Bezirksärzten in Villingen, Stockach, Bonndorf, Müllheim, Staufen, Lahr, Kehl,
Wolfach, Durlach, Buchen, Mosbach, Tauberbischofsheim, Wertheim, Schönau, Freiburg II
und Boxberg, 95 bis 90 % von den Bezirksärzten in Konstanz, Meßkirch, Engen, Waldshut,
Emmendingen, Waldkirch, Oberkirch, Ettlingen, Pforzheim, Wiesloch, Schwetzingen, Rastatt,
Weinheim, Heidelberg II, Adelsheim. 90 bis 80 % von den Bezirksärzten in Pfullendorf,
Donaueschingen, Triberg, Säckingen, Freiburg 1, Neustadt, Offenburg, Bühl, Bretten, Bruchsal,
Mannheim II, Eberbach und Lörrach, unter 80 % von dem Bezirksarzte in Schopfheim.
B. Bei den Militärimpfungen, die größtenteils im Herbst vorgenommen wurden:
Nach den Mitteilungen des Sanitätsamtes des XIV. Armeekorps wurden von den frisch
eingestellten Mannschaften geimpft: 13 407, und zwar mit Erfolg 13.078 oder 975 0, ein
Erfolg, der den besten der bei der Impfung von Militärpersonen bisher erzielten Erfolge
zur Seite gesetzt werden kann.
Mediz.stat. Mitteil. a. d. Kaiserl. Gesundheitsamte. Bd. X. 13