Nummer 03
A#len E## Al#e##e
gewisse Mißbräuche vorgesallen sind. Geldsendungen
nach Deutschland können also nur im
Wege der bankmäßigen Ueberweisung, der
Ueberweisung durch die Postsparkasse oder durch
Bargeldübersendung mit Geldbrief erfolgen. Im
letzten Fall hat der Absender die deutschen bezw.
italienischen Noten sich selbst zu verschafsen und
direkt nach Deutschland oder Jtalien zu übersenden.
(3.)
Englische Versprechungen an
Indien.
Vondon, 15. März. Lord Haldane hielt
bei dem Empfang indischer Studenten eine Ansprache,
in der er ausführte: Wir bedürfen aller
Cnergie und allen Geschi des zu dem Kampf für
die Freiheit und das 4& Leben gegen eine große
Nation, die so viel für die Wissenschast und
die Zivilisation tat, aber den Verstand ver
loren zu haben scheint. (I) Das britische Reich
wird durch moralische (7) und nicht burch ma
terielle Bande zusammengehalten. Die
aussage, daß die Indier in dem kubser
Momente versagen würden, hat sich nicht bewmahrheitet.
Die indischen Soldaten seut für
Freihein und Humanität (1), wie wir selbst.
Da Indien Lreiwillig (öut und Blut hergibt,
lonnen die Dinge nicht bleiben, wie sie sind.
Wir werden durch diesen großen Kampf zusammengzebracht
und wurden uns der Einheit
bewußt. Dadurch entstanden Beziehungen zwischen
England und Indien, die früher nicht
vorhanden waren. Unier Sien wird der Sieg
des Reicher ald ein Ganzes sein und muß es
auf ein bõt eres Niveau heben. ( 3.) Diiese
Worte sind cin Musterbeispiel für englische Henchelei
und Anmaßung. Jndien laun gar viel
davon erzählen.
tgom
westlichen Sriegsschanpiatz.
Reims vernichtet.
Haag, 15. März. Die Londoner „Morningpon"
meldel aus der Champagne: Reims
Während des Vombardements
Tage verloren über 110 Einwohner
ihr Leben. Der einzige wirklich sichere
Aufenthalt ist der Keller. Sämtliche Kellerräume
sind voll besetzt. Dort bilden die Einwohner
lleine Gemeinschaften. Kinder werden
unterrichtet, und Geiflliche hallen Gotlesdienste
ab. In der ganzen Siadt sieht leine einzige
Apothele oder Bäckerei uill; sie alie müssen
für das Heer liefern. ().) Die meisten
Bewohner sind, wie schon erwähnt wurde, nach
Paris abgezogen.
ist vernichtet.
der letzten 10
Französische Verluste.
Paris, 15. Mär:. Gelegentiich einer Feierlichleit
in der Normalschule sagte, wie der
„Temps“ mitteill, der Direllor: Von 21/771
Schülern, die wir an der Front hatten, fajt
alles Offiziere, sind 45 tot, 12 vermißt, 74
verwundet und 25 gefangen. Von 200 Menschen
sind also 150 ausgeschieden. (J.)
Von der elsässisch schweizerischen
Grenze.
Karlerube. 15. März. Am 15. Mätz tritt
die vollftändige Absperrung des Oberelsatz gegen
die Schve# in Krast. zwischen der durch
einen hoben T Drahtzaun gelennzeichneten Sperrlinie
und der Schweizergrenze liegt die für den
Verkehr freigegedene neutrale Zone. Für die
ô.zivilbevöllerung ist jeder Verlehr über die
Sperrlinie verholen. (..)
"· ""
Der neue Bankdirektor.
Nenen von Reinbold Ortmans.
(Nachdruck verboten.)
lind leben wir nicht im einem freien
Lande, das keine Unterichtede der Geburt und
der Kaste kennt? Aliein der Ferf#nliche Wert
eines Menschen ist es, nach dem sich in unserer
glorreichen Republik jeine Schatzung bestimm —
nicht die Farbe seiner Haimu und die Neinneit
jeines Blutes. Und du, dus Kind meiner geliebten,
unvergeßlichen Schwester — die einiige
Crinnerung, die mir an sie geblieben ii:
dn solltest in meinen oder meiner Angehörigen
Augen der Abkömmling einer tiefer stehenden
Rasse sein? Wahrlich, Conchita, von allen
schmerzlihen Krantungen, die du mir berens
zugeng:, und die ich um meiner Liede zu
dir und um meiner heiligen Pflichten gegen die
Verftordene willen ge duldig hingenommen, war
noch teine so graufam und ungerecht wie dies.“
Seine Stimme zilierte ein menig, und obwohl
er #mi ieiner sianlichen Gestalt das zierliche
Geschepichen da vor ihm um ein beir###t:
liches uben u ½t atte er do; 5 ganz das Aussehen
tius . -«1,«nm zl induun Dulders.
ar aujri.ting beuimn 1/115 13
ihre Aucene mn- mulden VBerwuri aln Conchta
ruhen. Diese aber zeigte sich ganz unbemwegt,
und statt der reuigen Amwort, die del Bacco
vielleicht erwartet, ha#te sie nur ein trotiges
E.hweigen.
Sennor del Vasco wartete eln paar Sekunden
lang, dann fuhr er noch weicher und
eindringlicher sort: „Nein, ich entbinde dich
nicht von deiner verwandtschaftlichen Pflicht,
16
der Amupf jar See.
Die esfektive Blockade deutscher
Häfen.
Kopenhagen., 14. März. „National Ti
tende“ meldet aus Parid: Die Blocade deutscher
Häsen mid in den nächsten Tagen veröffentlicht
werden. Man erwartet nur Poincares
Unterschemmu. Die Blockdae soll mit Anfang
näch'ter Woc#ze efselliv werden. Neutrale
Schissofüllrer bind von der itanzöi sischen Regierung
ausgeserdert worden, einen neutralen Hasen
anzuleusen, wo die französische NRegierung
die Ladung des Schisie: auf giechung. des
Schissosühre. relufen wird. ()). Selbst
wenn diejen eioung sich benatigen pai ilte brauchen
wir un dadurch nicht zu ätigiligen. Denn
so leicht lärt sich diese Vloclade nicht ausführen.
Sei. 712 Winnaien schon wird sie versucht,
ohne dag. inrt= Turchführung gelungen
wäre. Der Schutz unjerer Küsiengewässer ist
in jeder Hinsicht sichergestellt.
Die Verluste des
London, März. Unter den bei dem
Untergange des Hilfelreuzers „Bayano'“ Ertrunkenen
befinden sich der Kapitän des Schlfses
und 13 Ofsiziere. (3).)
Französische Schiffsverluste.
QZamburg, 15. März. Wie das hollandische
Presrureau Hagar aus London meldet, verlautel
dort von der Torpedierung dreier Dampser
französischer Nationalität, die von der fraujösischen
Admiralitäl geleim gchallen wird.
„Bayano“.
15.
Die Vernichtung des Indian C r.¾
London, 15. März. Der englische Daer
„Indian Citn , eines der fünf von r# .
ocrIcnltcnVandclpichmcIslaistlsMc11» JorchIHSUI1k.anfdckzzölscvon»Stil«-zins-
der Szilly-Inseln, angegrissen worden.
Das deutsche Unterseeboo! blieb eine Stunde
lang in der Nähe. Eine große Menge sah von
der Küfste aus dem Schauspieie zu. Das Unterserboot
Binderle die Besatzung nicht, sich in einem
Ruderboot in Sicherheit zu bringen. Zwei Patrouillenhoote
verließ en in aller Eile den Hafen
und dampften auf das Unterseebool zu, das.
sich in 107 Meilen Abstand besand. Sie eröffneten
das Feuer, worauf das Unlerseeboot
unterlauchte, um ein paar Minuten späler zwei
Meilen mehr westwärts wieder an die Oberfläche
zu kommen. Die Jagd wurde fortgesetzt, aber
das Unterseeboot konnie bequem den Patrouillenbooten
entschlupfen. Darauf bemerlte das
Unterseeboot den Damyser „„Headland“, der
rasch eingeholt wurde. Das Unterseeboot verschwand
in westlicher Richtung und machte Jagd
auf ein drittles Schiff. Nach einer bereits
veröffentlichten Meldung der englischen
Admiralität gehört auch „Ocadland“ zu den
verseiien Schiffen.
#
Dbhom es#lichen Reiegsschauplat.
Der Eisenbahnschaden in Ost-=preußen.
Königsberg i. Pr., 15. März. Nach
einer Mitteilung des Ministers der öffentlichen
Arbeiten wird der Gesamtschaden an Eisenbahnvermögen
insolge des zweiten Einfalles der
Russen in Ostpreußen auf 15 bis 20 Millionen
Mark geschätzt. (—3.)
Das Kampfgebiet von Ostrolenla.
Krakau, 15. März. Das Blatt „Naprzod“
entnimmt dem „Kurjer Warszawskli“ eine
uns azu besuchen. Die ebrwürdiae Mutter wird
Schilderung über die Verwüsstungen, die durch
Lielmehr. wie ich hoffe, nichts dagegen einzuwmenden
baben, wenn du dich jent noch haufiger
als bisher in meinem Hause aufüäliit.
Wir wollen dich zwingen, an die Aufrich:igkeit
unserer Liebe zu glauben, und mit Beschumung
wirst du erkennen, einem wie falschen
und unsinnigen Verdacht du in deinem Herzen
Raum gegeben. Ah, wenn deine arme Mutter
solche Worte hätte hören können — sie, die bis
um letzten Augenblick ihres Lebens durch das
Band innigster geschwisterlicher Liebe mit mir
verknüpft war!“
Conchitka atmete rascher. Sie sah zu der
Oberin hinüber, und es war, als müsse sie einen
schweren Kampf bestehen, ehe sie sich zu einer
Erwiderung entschloß. Als sie aber den ernsten
Vorwurf in den sonst so gütigen Zügen der
Aebtissin las, war unverkenndar auch ihr leuers
Bedengten „Leschwunde
i sie es hätte hören können — sagen
Sie? 7 denn, lassen Sie mich Ihnen darauf
antworten, damit es endlich ganz klar werde
zwischen uns! Vielleicht war ich Ihrer Meinung
nach noch ein unwissendes Kind, als ich
meine Mutter verlor, und Sie hielten es nicht
jür möglich, daß sie mich zur Vertrauten ihrer
Kümmernisse und ihrer bitteren Erfabrungen
häue machen können. Aber ich hnen
diesen Glauben nehmen. Wie in einer Vorahnung
ihres nahen Hinscheidens hat sie mir
noch wenige Wochen vov ihrem Tode die ganze
Geschichte ihrer Heirat erzählt: was sie um der
Liebe zu meinem Vater willen von ihren Eleer#s
und von Ihnen habe leiden müssen; welcher
grausamen Mittel man sich bedient bobe, elie
dem Manne ihrer Wahl abwendig zu m
welche Ränke man gegen ihn ges Wle, aie
man ihn verleumdet und beschimoft. Sie bat
das Kampfgewoge im Bezirle Östrolenka un.
Gouvernement Lomza verursacht worden sind.
Wie bekannt, sind in diesem Ra#me die deutschen
Truppen siegreich vorgedrugen. Dieses
Gebiet ist infolge der dort seit fünf Monaten
sortwährend sich wiederholenden Kämopfe surchtbar
verwüstet worden. Die dortige, durch lebhaften
Handelsverkehr belannte Ortschaft Myszmniec
stellt einen Trümmerhaufen dar. Von
den 336 Häusern sind 234 total, die anderen
Gebäude fas vollrommen durch Feuecrsbrünste
eingeäschert worden. Von den 5000 Einwohnern
sind nur ein paar Hundert zurückgeblieben. Aber
auch diese mußten sich während der furchtbaren
Kämpfe in Erdlöchern und Kellern verborgen
hallen. Mellrere Ortschaften unweit Myszyniec
ha#ben durch Brände schwer gelitten. Einige sind
onzlich eingenfchert. Die zurückgebliebenen Einwohner
leiden überall große Not. (3.)
e 4 # 4
Von den Shere. Kriegsschauplähen.
Der amtliche öslerr. Bericht.
Wiz. Wien, 15. März. Amtlich wird verlautbart:
Im wesllichen Abschnitt der Karpathenfront
verlief der gestrige Tag ruhiger.
Nordlich des Uzsoierpasses lam es zu ernsteren
Kämnfen. Starkle russische Kräfte griffen hier
mittags an und drangen bis nahe an unsere
tellungen vor, w. sie sich zunächst behaupteten.
Ein nachniltags von unseren Truppen über
raschend duchgeführter Gegenangriff warf den
Feind an der ganzen Front nach heftigem Kampf
zurück, wobei vier Offiziere und 5000 Mann
gefangen wurden. Auch an den eigenen Stel
lungen beiderseits Oportales wurde erbittert
netämpft. Der Gegner, der über Stryj weitere
Verftärlungen herangeführt hatte, griff sei
einigen Tauen wiederholt mit starken Kräften
im Taie un oen begleitenden Höhen an. Alle
diese Veriulhe, gegen die Paßhöhen Raum zu
gewinnen, scheiterten steis unter den schwersten
Verlusten. Gestern ersolgte ein Angriff, der
wieder in unserem Feuer vollständig zusam
menbrach. Er dürfte mit Rücksicht auf die gro
bien Verlusie, die der Gegner erlitt, kaum mehr
wiederholt werden. An tausend Mann Gesangene
brachte dieser Kampf ein. An den
Stellungen südlich des Dujenr wird gelämpft.
Ein von unseren Truppen angesetzter Gegen
angriff gewann Raum. Die Russen wurden an
mehreren Frontabschnitten zurückgedrängt. In
Polen und Westgalizien fanden nur Geschützlämpse
statt.
Oesterreichischer Heldenmut.
Petersburg, 15. März. „Rijetsch“ be
richtet von einem Gefecht mit öflerreichisch-ungarischen
Truppen bei einem galizischen Dorse:
Als die Russen in die brennende Ortschaft einziehen
wollten, stürzten die österreichisch ungarischen
Soldaten aus den in Flammen stehenden
Hütten und hinter Steinhaufen hervor. Sie
tauchten auf, wo man sie am wenigsten vermutete.
In Nauch gehüllt, lämpften sie mit
dem Basonett. Ein junger österreichischer Offizier
lehnte an der Mauer eines von den Russen
bereits besetzten Hauses und rief unaufhörlich:
„Vorwärts! Vorwärt!“ Eine Kugel traf ihn.
ber fallend mit brechender Stimme murmelte
ee weiter: „Vorwärts-! Vorwärts!“, bis ein
Mlutlirom diese Worte ersickte. (3.)
mir auch erzählt, wie eifrig gerade Sie alle ihre
Bemühungen vereitelt 6 ben, sech mit den zürnenden
Eltern auszusölhr en. d sie hat mir den
lieblosen, verächtliche.: Frien Sgezeigl= den Ihre
Gemahlin ihr aus Anleg# eines solchen Versuches
geschrieben hat. Jahrciang war sie Ihnen nur
eine Ausgestoßene, eine Verlorene gewesen.
Meine Großeliern mußten sterben, ohne daß es
meiner armen Mutter vergönnt gewesen wäre,
ihren letzten Segen zu empfangen. Dann *
als unermüdlicher Freit und glückliche Fügunge
meinen Vater in den Besitz eines großen 7
mögens gebracht hatten —, dann besannen
Sie und die Ihrigen sich plötzlich auf Ihre
erwondtichanlschen Gefühle. Jetzt waren Sie
es, die eine Annäherung suchken, und meine
Eltern dachten zu hochsinnig, um Sie zurückzuweisen,
obwohl sie nach allem Vorhergegangenen
über den Wert dieser geschwisterlichen
Liebe wahrlich nicht im ungewissen sein
nten.“
uhergebens hatte dont Mauel zwiederhol
#cht, sie zu unterbre a sie für
en Moment Nemschöphen innehielt. rief er,
die bisher noch immer festgehaltene Maske
väterlich gütiger Nachsicht abwerfend, mit
drohend erhobener Stimme: #ein Wo mehr
don dieser Art, Poonchital Du weißt nicht, wos
u sprichst, und wie schwer du mich in delnem
bindischen Unverstand beleidigst.“
lber sie ließ sich durch den Vepielerlschen
Ton so wenig einschüchtern, als sie sich vorhin
durch seine gejuhlvolle RNede hatte rhren
lassen. ie haben mich gezwungen, zu
sprechen, Oheun, und es ist gut, r% 65 56
endlich die Last vom Herzen habe, mich
in dleser, letzten Zeit fast zu bans, s brohte
Das Gelsetz hat Sle au meinem Vormunde wle
Kittwoch, 1.März-X/OTN
- LugeüberCiernoivitz
TM Vien, 15. Marz. Amtlich. In der
„Dimi W ruar allen Stils
und den PButarester Ta gblatt“ vom 12. März
ist die Vachricht enth 5v, daß Czernowitz von
den österreichisch-ungarisch en Truppen geräumt
worden sei. Diese Mitteilung entbehrt jeder
Begründun
* Typhus in Serbien.
Sofia, 14. März. Das serbische Amtsblatt
meldet, daß in den Militärspitälern zurzeit
12 000 Fles- und Rauchtyphu-kranke liegen.
Die Kranlenzahl unter der Zivilbevöllerung
ist unbekannt. Die Krancheiten dringen überall
ein. In. Nisch, der bichtbevöltertsien Stadt,
liegen die Toten tagelang im saulen Stroh.
Das Elend ist furchtbor- (. *n
das ülngen in den Karpalben.
Wien, 15. März. Mit dem Tauwetter
sette eine sstarle russiche Gegenoffensioe in Galizien
ein, die die Ereignisse an allen anderen
Fronten star#l in den Hintergrund treten läßt
und namentlich im Laufe des gestrigen Tages
zu ungemein heftigen Kämpfen insbesondere an
der Straßze Ciena-Baligrod-Ussokl-Turla und in
der Gegend von Wuyskow führte. Auf dieser
Front wird Tag und Nacht gelämpfst. Die
Nussen führten unnnterbrochen neue Kräfte in
die Feuerlinie, so daß die öflerreichisch-ungarischen
und die beutschen. Karpathentruppen vor
die allergrößten Anforderungen gestellt waren.
Wenn gesagt werden kann, daß alle Angriffe
der Russen ausnahmslos und die Russen überall
überaus schwere Verluste erlitten, so bedeutet
das für die verbündeten Truppen das höchste
Lob. Sie haben sich in dieser Woche wieder
unter den schwersten Verhältnissen und gegen
vielfache Ueber#egenheit als ein eiserner Wall
erwiesen. Die Angrisse der Russen in Südostgalizien
sind gleichfalls gescheitert.
Das Tauwetter verwandelt alle Höhenzüge,
Wege und Straßen in der Karpathenfront in
veile Sümpfe von Schlamm, Masser und
Schnec, die natürlich ein großes Operatione
Dindernis darstellen. Die Schützengräben und
Batterieunterstände und andere Deckungen müfsen
fortwährend ausgeschaufelt werden. Nachts
gefriert das Wasser wieder, und auf diese Weise
werden weite Strecken in Eisselder verwandelt,
deren Vetreien mit Leben-gefahr verbunden ist.
Der Kampf gegen die russischen Stellungen wird
mit allen technischen Mitteln betricben. Unsere
Sappeurtruppen legen Laufgräben bis unter
die feindlichen Stellungen und haben brreit:
ganze Reihen davon in die Luft gesprengl. D
gespreugten Stellungen wurden dann von lnseren
Truppen im Sturm genommen.
Die russischen Verluste sind geradezu erschrelkend.
Die scheinbare Offensivlust der Russen
entspringt einer Stralegie, die durch die russische
Niederlage in Masuren verursacht wurde.
Eine Entscheidung ist auf der galizischen Seite
des Gebirgswalles zu erwarten. Denn hieher
wersen die Russen alle Truppen, die sie in
Mittel= und Nordostgalizien noch irgendwie sreibekommen
können. Lemberg ist nahezu von russischem
Militär entblößt, selbst der Belagerungsktieg
um Przemysl mußte Bataillone abgeben.
Das macht erklärlich, warum die Russen trotz
der enormen Verluste noch Kräfte zu Offensioversuchen
aufbringen. (3.)
Die Russen entfalten auf dem Uzsoler Terrainabschnitt
eine lebhafte Tätigleit, weil sie
selbst um den Preis der größlen Meischenopfer
den Uzsolerpaß zurüdlgewinnen wollen
e Stellungen unserer Truppen sind cgroßariig
un Verwalter meines I Lemachi.
. mußte mich füger uls Sie darauf
Schandue daß ich beester nach Buenos Aires
äme, obwohl ich wahrlich viel lieber dort geblieben
wäre, wo ich im Hause meiner Eltern
eine so glückliche Mandheiit verlebt hatte. Ihre
Gattin und Ihre Tochter gaben sich alle erdenkliche
Mühe, die zärtlichen Verwandten zu
spielen — ich will ihnen dieses Zeugnis gern
ausstellen. Aber meine Vase Isabella ist in der
Kunst, ihre wahren Empsindungen zu verbergen.
doch noch nicht Meisterin genug, als daß sie
imstande geweien wäre, mich auf die Dauer
zu täuschen. Und alle liebevollen Umarmungen,
alle gütigen Worte meiner Tante konnsen mich
den abscheulichen Brief nicht vergessen machen,
en sie einst meiner Muiter geschrieben hat.
n sollten wir da dies heuchlerische Spiel
noch länger fortietzen? ? Wieviel oder wie menig
Aufrichtigkeit in der verwandtschaftlichen Zuneigung
sein mag, die man tür mich zo hegen
vorgibt, iich bekenne oflen. daß ich sie nicht erwidern
kann, daß ich niemals elwas wie Liebe
für Sie und die Sor#en empfunden habe, und
daß es auch in Zukunft nat der Fall sein wird
nie! Ich., werde desbalb auch nicht
mehr zu Ihnen kun#nen. See mögen s wünschen
oder nicht. Wollen Sie * dieser offenen Er
klärung noch weiler mein Vormund und mein
Rechtsbeistand bleiben, so kann ich es ja nicht.
hindern. Sle. mögen sich dann für Ihre Mühewaltungen
bezahlt machen, wie wenn ich Ihnen
eine Fremde wäre. Auf einen anderen Dank
aber werden Sie bei mir niemals zu rechnen
haben — niemals!
(Fortsetzung solgt.)