Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1844. (21)

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und  in  ihrem  Beibericht  sich  über  den  Erfolg  des  Unterrichts,  den  Charakter  und  die  Sitllichkeit
  des  Candidaten  bestimmt  auszusprechen.

Die  Zöglinge  des  Schullehrer-Seminars  in  Gmünd  erhalten,  je  nach  dem  Bedürfniffe
und  der  Würdigkeit,  Stipendien  im  Betrage  von  25—50  und  75  Gulden,  auch  den  Zöglingen
  der  genannten  vier  Privat-Seminarien  werden  verhältnißmäßige  Unterstützungen  aus
Staatsmitteln  zu  Theil  werden.

Diejenigen  Candidaten,  welche  die  Aufnahme  in  das  Seminar  zu  Gmünd  nachsuchen,
haben  ein  gemeinderäthliches,  nach  der  bestehenden  Vorschrift  eingerichtetes,  Vermögens-Zeug“
niß  ihrem  Gesuche  sogleich  beizulegen  und  nachzuweisen,  wie  sie  mit  Beizug  des  Stipendiums
die  Kosten  ihrer  Verpflegung  aufzubringen  vermögen.

Stuttgart  den  20.  März  1846.  Linden.

))  Bekanntmachung,  die  Dienstprüfung  der  katholischen  Schulmeister  und  Lehrgehülfen  betreffend-Die
  vießjährige  erste  Prüfung  der  Lehrgehülfen  für  Schuldienste  und  der  Schulmeister
zur  Beförderung  wird  Mittwoch  den  12.  Juni  d.  J.  und  an  den  folgenden  Tagen,  die  zweite
im  Oéctober  d.  J.  an  dem  noch  näher  zu  bestimmenden  Tage  abgehalten  werden.  .
Die  Gesuche  um  Zulassung  zu  dert  ersten  Prüfung  müssen  bis  zum  1.  Mai  d.  J.  bei
der  diesseitigen  Oberschulbehoͤrde  einkommen  und  sind  die  Vorschriften  vom  10.  Februar  1856
(Reg.  Blatt  von  1835,  S.  37)  genau  zu  beobachten.
Die  Prüfungs-Candidaten,  welche  hierauf  nicht  zurückgewiesen  werden,  haben  sich  am
12.  Juni  Morgens  7  Uhr  in  der  Kanzlei  des  K.  katholischen  Kirchenraths  einzufinden.
Stuttgart  den  20.  März  1844.  Linden.

Dienst-Erledigung.

Die  befähigten  Bewerber  um  die  erlevigte  Stelle  eines  Dekans  des  Bezirkes  Maulbronn
und  Stadtpfarrers  in  Knittlingen  haben  sich  innerhalb  drei  Wochen  bei  dem  evangelische,
Consistorium  vorschriftmäßig  zu  melden.  Der  Bezirk  begreift  20  Pfarrorte  mit  22,786  evan
elischen  Kirchengenoffen,  wovon  2460  der  Stadtgemeinde  Knittlingen  zugehören.  Das  Ei  f
ommen  der  Stelle,  dessen  Regulirung  der  Oberkirchenbehörde  borezalen  bleibt,  ist  J
1100  fl.  in  Preisen  des  Sportelgesetzes  ellt.  Da  der  Dekanatssitz  von  Knittlingen  na
Maulbronn,  als  dem  Sitze  der  übrigen  Bezirksstellen,  sobald  die  noch  vorwaltenden  Hirse
nifse  beseitigt  seyn  werden,  verlegt  werden  wird;  so  hat  der  neu  zu  ernennende  Dekan  n
jederzeit  die  Versetzung  an  letzteren  Ort  gefallen  zu  lassen  und  sodann  anstatt  ver  Stav
Pfarrei  Knittlingen  die  Pfarrgeschäfte  in  Maulbronn  allein  zu  übernehmen.

Gedruckt  bei  G  Hasselbrink.