Zuständigk. für Prinz.-Interventionen in d. Erekution. 267
zeigt, daß sie aus dlesem Grunde Interventionsklage
bei dem Bezirksgerichte München l. d. J. gegen
Eleonora O., sohin bei dem Gerichtsstande der gelegenen
Sache eingereicht habe, dann gebeten, daß
das Landgericht bis zur Entscheidung dieses anhängig
gemachten Prozesses die Exekution bezüglich der bei
S. gepfändeten Effekten sistire, womit sich der bevollmächtigte
Vertreter der O. einverstanden erklärte,
sonach das Interventionsrecht der H. anerkannte,
und hiedurch zugleich in die Sistirung der Exekution
in der Hauptsache willigte.
Erst nachdem Eleonora O. späterhin, weil ihr
die angekündigte Interventionsklage gar nicht zugekommen
war, die Wiederaufnahme der Exekution in
der Hauptsache beantragt hatte, und nun die Interventionsklägerin
H. ihr Interventionsrecht nicht ausreichend
zu bescheinigen vermochte, hat daß Landgericht
Herrieden durch besonderen Bescheid die bereits
beschlossene Versteigerung der bei S. gepfändeten
Effekten wieder aufgenommen, und den Vollzug
derselben erst dann sistirt, nachdem der Vertreter
der Interventionsklägerin den vorliegenden Kompetenzkonflikt
angeregt hatte.
Dagegen hätte das Landgericht, wenn im Gegentheile
die Interventionsklägerin sogleich vollen
Nachweis ihres Eigenthumsrechtes daselbst zu liefern
im Stande gewesen wäre, sofort auch über Entlassung
der gepfändeten Gegenstände aus dem Pfandnexus
nach Einvernahme der O. sich aussprechen
können.
Dieses wäre dann der Fall, in welchem ein
Interventionskläger seinen Zweck, zu verhindern,
daß zum Behufe der Urtheilsvollstreckung in der
Hauptsache Gegenstände, welche dem Intervenienten
eigenthümlich gehören, in Augriff genommen werden,
bei dem Richter der Hauptsache selbst schon zu erreichen
vermöchte.