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Bortrag des Lyrischen.
Den Tod? Sie richtet sich empor, sie steht! —
Bei Gott, der Apfel mitten durchgeschossen!
Es war ein Meisterschuß, ich muß ihn loben! —
Was seh' ich! Gott! Du, Barak, du in Peking? —
Sein Sohn? Wäs hör' ich? Du ein Prinz?
Ein König du? Des Unbekannten Vater?
Ein König und in solcher Schmach?
Ihr verweigert mir den Brief? —
Wie? Ich bin lebend hier! Mit jedem Schritt
Erwartet'ich die Mörderdolche in der Brust
Zu fühlen — und von niemand angefallen
Hab' ich den ganzen Weg hierher zurückgelegt? —
Ist's möglich? Ist's kein Blendwerk, das mich täuscht?
So nahe find' ich einen Freund und wähnte mich
Verlassen schon von aller Welt — find' ihn
In Cuch, dem Neffen meines Kerkermeisters,
In dem ich meinen schlimmsten Feind vermutet? —
Von Lester hofft Ihr Rettung?
Von Lester? Eurem blutigsten Verfolger?
Dem Günstling der Elisabeth? —
Was sagst du, Mutter? Eine Schwester lebt uns!
Und wir vernahmen nie von dieser Schwester? —
Vermählen? Wer? Ich? Ich bin voll Erstaunen!
Doch nein, du redest so weil du dich irrst! —
Wie? Ein Tempelherr, dem Sultan Saladin
Das Leben ließ! Durch ein gering'res Wunder
War Recha nicht zu retten? —
Wie? Das wär Al Hafi? Träumst du wieder?
Er ist's, wahrhaftig! Bist du's, bist du's nicht?
In dieser Pracht ein Derwisch? —
Das fragst du mich? Ich weiß
Ja kaum von wem die Rede war und höre
Von eurem Nathan heut zum ersten Male! —
Ich erstaune! Dein Sohn ist meines Baters Gefangener?
Seit wann? Wie? Wo? —
Ich erstaune weil ich höre. Es hat geblitzt und ich erwarte den
Schlag. Rede! —
Unmöglich in der That! Er fleht um Gnade?
Gott im Himmel, was ist geschehn? Was weißt du?
Dusprachst ihn? Thu' mir alles kund! Er fleht um Gnade? —
Bei Gott, mein Fürst und Herr, ich will nicht hoffen
Daß dir die Ordre fremd? —