Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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So  schwer  und  furchtbar  eine  solche  Last  zu  seyn  scheint,
so  sollte  man  sie  doch  nicht  sowohl  als  eine  Last  ansehen,  deren
  man  sich  zu  entledigen  habe,  denn  vielmehr  als  etwas,
was  uns  Mittel  an  die  Hand  gibt,  einen  Notional-Schatz
aufzuhaͤufen,  der  mehr  werth  ist,  als  die  Minen  von  Meriko
und  Peru.  Es  ist  nämlich  also  ganz  klar,  daß  der  Staat
so  viele  Schulden  haben  kann,  als  er  gegenwärtig  hat,  und
der  schlausie  Geldjude  darf  künftighin  kein  Bedenken  tragen,
der  Regierung  wenigstens  so  weit  zu  leihen,  bis  die  Schuldenmasse
  über  238  Millionen  steigt.  Jeder  Schilling  also,
der  hiervon  abgeht,  ist  eben  so  viel  Schatz  oder  Gewinn,  und
ein  Gewinn,  der  weit  sicherer  ist,  als  das  baare  Geld  in  den
Staatskassen,  denn  man  kann  nbthigenfalls  eben  so  fertigen
Gebrauch  davon  machen,  als  von  diesem,  und  doch  isi  er  weder
  der  Privat-Raubgler,  noch  offenbaren  Gewaltthätigkeiten
so  ausgesetzt,  wie  baares  Geld,  das  daliegt.

In  dieser  Beziebung  ist  die  Verminderung  der  englischen
National-Schuld  eine  weit  wichtigere  Sache,  als  das,  was
man  gewöhnlich  sucht  und  wünscht  —  Auffindung  von  Mitteln,
  wie  Taren  abgeschafft,  also  die  Lasten  hinweggeräumt
werden  koͤnnten,  von  denen  man  glaubt,  daß  die  Industrie
dadurch  niedergedrückt  werde.

Es  gibt  aber,  wenn  erst  ein  hinlängliches  jährliches  Surplus
  von  Geld  dazu  vorbanden,  zwei  Mirtel,  die  National=Schulden
  allmäblich  zu  tilgen.  Einmal:  man  kauft  die
Rechte  der  Staaks-Gläubiger  um  den  Preis  an  sich,  was  sie
gerade  gelten;  und  zweitens:  man  sucht  vorläufig  mit  den
Kreditoren  auf  billige  Termine  wegen  Erlöschung  ihrer  Forderungen
  zu  handeln.  Dieser  letztere  Plan  ist  offenbar  der
bessere;  wenigsiens  ist  er  billig  erst  zu  versuchen,  ehe  man
sich  in  ersteren  einläßt.