Metadaten : Leitfaden für das Preußische Jäger- und Förster-Examen.

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gedeiht  besser  an  Nord-  und  Ostseiten  als  an  Süd-  und  Westseiten
(die  schlechteste  Lage  ist  die  Südwestseite),  besser  an  Hängen  als  auf
Plateaus  und  Bergrücken.  Sie  steigt  bei  uns  im  Gebirge  bis  zu  etwa
800  m  hinauf,  nach  Norden  geht  sie  bis  Dänemark  und  dem  mittleren
Schweden,  nach  Osten  bis  zur  Weichsel.

Betriebsarten.  Das  eigentliche  Feld  der  Buche  ist  der  Hochwald,
  im  Niederwald  leistet  sie  wegen  ihrer  geringen  Ausschlagsfähigkeit
und  geringen  Ausdauer  der  Stöcke  wenig,  höchstens  noch  auf  Kalkboden,
der  die  Ausschlagsfähigkeit  befördert;  im  Mittelwalde  wird  sie  angebaut,
wenn  ein  dichter  Oberstand  ein  schattenertragendes  Unterholz  bedingt.

Die  Buche  ist  der  erste  Repräsentant  der  schattenertragenden  Holzarten.
  Als  Oberbaum  im  Mittelwalde  kommt  die  Buche  nicht  selten
vor,  doch  ist  sie  ein  zu  schlechter  Nutzholzbaum  und  mit  Vorsicht  zu
behandeln,  da  sie  mit  ihrer  dichten  Krone  stark  verdämmt.  Hat  man
im  Mittelwalde  einen  zu  starken  Buchenoberstand,  den  man  sich  zu
lichten  scheut,  so  gehe  man  lieber  zum  Buchenhochwald  über.  Unsere
jetzige  Buchenhochwaldsform  zeigt  fast  durchweg  die  natürliche  Verjüngung
in  Besamungs=  und  Lichtschlägen,  und  verweisen  wir  in  dieser  Beziehung
auf  das  in  dem  Kapitel  über  natürliche  Verjüngung  §§  119  bis  123
Gesagte.  Speciell  die  Buche  betreffend  bleibt  darüber  nur  noch  Folgendes
  nachzuholen:

Im  Allgemeinen  vermeidet  man  heute  reine  Buchenbestände,
da  bei  der  geringen  Nutzholzausbeute  dieselben  zu  wenig  rentabel  erscheinen.
  Bei  der  immer  mehr  steigenden  Konkurrenz  der  Steinkohle,
die  bei  der  immer  leichter  sich  gestaltenden  Communication  sich  von  Tag
zu  Tag  größere  Absatzgebiete  erringt,  sinkt  das  Brennholz  immer  mehr
im  Preise;  große  Brennholzquantitäten  werden  vielleicht  bald  gar  nicht
mehr  Absatz  finden.  Die  neueren  Versuche,  die  Nutzholzausbeute  durch
Verwendung  im  Hochbau  (zu  Stielen,  Dielen  2c.),  als  Bohlen,  Straßenpflaster,
  Treppenwangen,  gebogene  Möbel,  Bahnschwellen  2c.  zu  steigern,
bedürfen  stellenweis  noch  der  Bestätigung.  Man  mischt  deshalb  jetzt
der  Buche  immer  gute  und  verträgliche  Nutzholzarten  einzeln  und
horstweis  so  bei,  daß  die  Buche  nur  etwa  die  Hälfte  der  Fläche  einnimmt;
  langsam  wachsende  Holzarten  (Eiche,  Tanne)  baut  man  in
Horsten,  Kulissen  und  Streifen  vor,  schlechte  Bodenstellen  deckt  man
mit  geeigneten  Nadelhölzern  (Kiefer,  Lärche,  Fichte),  auf  besseren  Stellen
pflanzt  man  allerlei  edle  Laubhölzer  und  die  anbauwürdigen  Fremd-