thumbs : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Auffssser  33

Samstag,  10.  Februar  1912

 

von  Neutralität  sprechen  können,  aber  Amerika
legte  förmlich  die  ganze  Industrie  um,  um  für
eine  Vartei  des  Weltkrieges  Waffen  zu  schmieden
  und  die  Nepubist  tat  es  im  Schutze  der
Neutralität.  In  dieser  ganzen  Jeit  war  die
Lage  der  bleinen  neutralen  Staaten  Europas
nicht  angenehm,  aber  Wilson  lam  uns  nicht  zu

Hilfe  und  rührte  sich  nicht  eher,  al  bie  ein  vase
ameritanische  Schire  Leleid"g#  und  einige  amerikanische
  Bürger  gelroffen  waren.  Da  sland
plötzlich  die  ganze  Welt  in  Flammen,  und  als
die  deutsche  Seesrerrenote  erschien  und  jetzt
endlich  der  amerttaniscken  W  Baifenar#-  F#hr  ein
Ende  gemacht  werden  sol.le,  da  zerne  sich  lotlich
  das  Interesse  Mäsons  für  die  Leinen  S49

ten  so  ledhaft,  daf  er  sie  eirllud,  das  Sauchaal
Serbiens,  Montenegon  und  Numäniens  zu  teilen.

  In  das  n##t  ein  großartiger  Gedanke?  ?*
Amerita  erllär:  De.  t#c  lund  den  Krieg  in  einer
Weise  d.5  Dänemark.  Norwegen.  Schweden,

Holland,  die  Schweiz  und  Spanien  die  Arbeit
und  Gefahr  übernehmen.  Das  Wort.  daß  die
Einladung  Wilfons  an  die  Nentralen  ein  verhängnisvoller
  dipiomatischer  Neblariff  gewesen
ist,  wird  beftehen  bleiben.  Man  ist  versucht.
die  Einladung,  sich  zu  Ehren  der  verspäteten
amerikanicchen  Friedensbeitrerungen  schlachten  zu
lassen,  eine  Dummbekit.  oder  eine  Frechheit
nennen.  Wir  wollen  uns  aber  mit  „Fehlgriff“
Pe#nüge,  denn  die  Meinung  ist  ja  doch  die
gleiche
Hollands  Antwort.

Ha  1  8.  Febr.  Das  Korrespondenzbüco
meldet:  Der  Geschäftsträger  er,  Vereinigten
Staaten.  Lanahorne,  hat  am  Mts.  den
Minister  Aeußin  amtlich  “7  d  bruh  der
diplomatischen  Beziehungen  zwischen  Amerkka
und  Deutsckland  imolge  der  Wiereraufnahme
des  verschkärften  Umerseebo#strieges  in  Kennt.
nis  gesest.  Er  bhaie  den  Auftrag.  hinzezuiuge
  l.  dan  der  Präfidei  noch  nicht  Slauden
wolle,  daß  Dentichiand  tatiäcklich  dee  Drohung
gegen  den  Handel  der  Neutraien  durchfuhren
werde,  daß  er  ader.  falls  das  geschehe,  den
Kongreß  um  die  Ermächrigung  ersuchen  würde,
die  Machimittel  des  Landes  zum  Schute  der
an#zerttanschen  Bärger  lim  friediigen  Verkehr
auf  offener  See  zur  A#mendung  zu  bringen.
Der  Präsiden  eei  dar  don  überrugt,  daß  es  dem

 

   

 
 

Weltirieden  urde.  aenn  ander  te  neutraie
2!75  si#e  in  db  würden.  r.
auf  krr  der  erwider:.
*  far  die  o  beichee,
nen  hme  ###en  128  ein  wu-K.  Fageem
Amer'iltus  Kriegshilfe.
London.,  8.  Febr.  Die  „Morningpot“
meilde:  aus  W#lllington:  Die  militäriche  Hil.
e.  die  A#n  Alliierten  ieisten  wolie,

 

denten  nach  einer  Unterre-.
fekretären  für  Krieg  und
gefrelit  worden.  SZi

 

zei  von  demn
dung  mit  de'
Marine  borte
sd,  borläufig  c  Ameria
werde  den  %  ron:!  liendien:  im:  nördiichen  und
zudlichen  Allantlse  O  zean  auf  sich  nehmen
end  diese  Mcere  von  den  Kaperschiffen  und
U  Booten  frei  dasten  und  es  ermöglichen.  daß
die  engliscken  und  französischen  Kreu  zer,  die
etzt  Sn  ##:  ameer#  lenchen  Kuite  palrouil  llieren,
anderewmo  rern##d::  werten  können.

 

Sie  werde

   

(7  die  Sce  beschränken.

 

Ame  rita  als  Lseferant  der  Entente.

Bern,  Die  „Gazette  de  Laufanne“
Kaufverträge  der
von  Amec.

Gutgelabrt

3.  Fedr.
cus  Paris:  Lie
n  den  Vercinigten  —.  igaten
im  eriten  S##btahr  1917
1  „  15#  «

  

dieie
TDTeon.

 

)  —  .
——

d  i.nt

 

nnen  Panzerplasten,  160  000  Tonnen  Schlenen,

  100  000  Tonnen  Noh#ssen,  50  000  Tonnen
Baueisen  und  40  000  Tomeen  eElendrahl.  Diese
Bestellungen  nahmen  die  amerikanische  Metall
industrie  derart  im  Auspruch,  daß  die  Vereinigten
  Staaten  sich  über  die  Beeinträchtigung  des
eigenen  Marktes  beklagen.

Amerikas  Ernte.  ".

Köln,  8.  Febr.  Der  „Köln.  Ztg.“  zusolge
werden  in  einem  belannten  Fachblatt  des  Getreidehandels
  Ausführungen  des  amerilanischen
Agrarstatistikers  Snow  wiedergegeben.  Er  führt
aus,  daß  die  letzte  amerikanische  Ernte  eine  fort.
laufende  Colge  von  Emtäuschungen  gewesen  sei
und  sagt,  die  Ansprüche  Europas  und  die  angesichts
  des  verringerten  Fracktraumes  große  Be.
deutung  der  Nähe  un'erer  Küsten  bewirken.  daß
Nordamerika  sicherlich,  bevor  eine  neue  Ernte
berankomn  in  seinen  Weizenvorräten  ausget

  sein  wird.  Schon  ist  der  Hauptbestand,
—8  46  Neberflusses  aus  den  Lagerräumen
der  Sicherheitsreserve  heransgeführt,  bevor  noch
das  halbe  Erntejahr  vorüber  ist.

Deutschlands  Schusd  und  Slesfe.

Was  sie  mit  uns  vorhoaben.

-#

Eine  weitere  Quelie  für  die  Bestrafung
Deutschlands  ergebe  sich  aus  Grund  der  Schiff.
fahrtspolitik:  „Die  Freiheit  der  Merre  gehört
zweifellos  zu  den  Grundrechten  jeder  secfahren.
den  Ration,  und  es  ist  die  jtolzente  Tak  der  eng.
lischen  N  asse  gewesen,  daß  sie  mit  Hilfe  ihrer
Fiotte  sich  selbst  dieses  Vorrechl  gesichert  hat.“
Also  muß  „die  Aberkemung  aller  Rechte  für  die
Schiffe  unter  deutscher  Flagge  eine  jener  Handelserschwerungen
  sein,  die  man  in  der  Strafrechnung
  für  die  Mittelmächte  nicht  vergessen
darf.  Der  Richter  empfinde  häufig  eine  Vorstellung
  oon  dem  Leiden  und  von  dem  ngläch.
das  sein  Richterspruch  auf  den  Berbrecher  au
üben  wird,  aber  „(ein  menschli  Gefühl  darf
sein  Urteil  nicht  beherrscken.“  Nehnlich  würden
die  Regierungen  der  Mlli#erten  einen  Richterfüuhl
  bilden,  von  dem  aus  sie  nicht  den  Käiser,
sondern  die  ganze  deuiicke  Ration  vornehmen
werden,  um  über  sie  eit  Urteil  auszusprechen.

 

„Dieses  Urteil  muß  geren  70  Millionen  Menscren

  erfolgen.  einickleet  lich  der  jungen  Kinder,  1

die  nichts  mit  dem  Kriege  zu  zun  haben.  Wie
—  er  der  Richter  bei  der  Berurteilung  eines
Viannes  auch  unschuldige  Kinder  besttaft,

so
wird  dieser  grõhzte  und  höchite  Gerichtshof  nur

dann  ein  es  Urteil  fäl.len  können,  wenn
die  dertschen  MWiänner  alle  jenes  Urieil  erleiden
uund  damtt  auch  jene  Bevölfkerungsilossen  getrof.
jen  werden,  die  zu  Deutschlands  Männern  als
zu  ihrem  Schug  und  Hor#t  aufgeblickt  haben.“

Vigland  geht  in  seinem  unglanblichen  Zy.
nismus  so  weit,  dieses  Deutschland  zugedachte
Schichs  al  mit  dem  dunkelsten  Kapitel  der  cnalischen
  Geschichte,  mit  dem  einzigen  nationalen  To.
deskampf  zu  vergleichen,  der  ebenso  groß  war
und  so  weite  Bevölkerungskreise  traf:  mit  dem
Todeskampf  Irlands,  der  infolge  jeues  Urteils.
jvruchs  eintrat,  den  die  englicche  Regierung  1846
n#er  das  ungluckliche  Irland  nerhängt  hat.
Dobei  war  „in  jenem  Falle  tein  Verbrechen  begangen
  worden“,  gesteht  Bigiand  selbst  ein.
„Solle  men  Deutschland  etwa  besser,  behandeln,
als  man  einst  Irland  behandelie

Und  dann  bespricht  der  englische  Abgeoednete
  ##m  einzelnen  die  nach  seiner  Meinung  not.
werdigen  Maßnahmen  der  Stafrellzugs  des
verbrecherischen  Deutschland:

„Um  diesen  Urteilospruch  durch  mjuhren,  wür,
de  eine  Beiatzungsarmee  notwenoig  sein,  aber

 

E——1—4

Krimineltomen  von  A.  Ostland.

 

 

  

21  (Nei###ack  „esten.)

So  tabe  ich  ihn  immer  ge
ruien.  Schon  damia  wir  als  Kinder
#rielten  aur  der  igen  Wiese  —  ja  und
dann  —  als  er  korn  und  mich  küßte  und
nür  sagt-,  daß  er  #nich  liebhade  —  lieb!  lieb:
Die  kleine  Kirc#  war  so  dunkel,  und  die
Ergel  S##  in  alles  so  lange  her!
lch,  ĩc  Er  iint  sol:.  und  das  kleine:
bliene  in  i#n  fort  Mein  Kind!  Mein
liebes,  fünes  Kind  Aües  weg!  Er  hat  es
gebolt,.  umd  19  5  fle  nun  suchen,  beide;

10½  Geloen.  berken  Tucensand.  Suchen,  immer
uchen

d#e#n  Freifrau  ich#nerte  zusamme
Sie  be  eenn  das  kleine  Moochen  7-fue
  .k  zäghaft
elicnas  —  Jeiu-  seitas  —  das  Glück-,  mur.
melte’  die  Ffrau

„Feiiciles!

Draußen  auf  den  Korrikor  wurden  Stimmen
  laut.  Man  vernotm  den  Daß  des  Fret
herrn,  do##ischen  —  duntles  Ergan.
Diener  glnt  2%  Ture  und  ofifneie  sie.  En
Strom  von  *i  ie  quoil  ous  dem  Treppenhause
berein,  und  mitten  o#nen  ##nd  *#b  Perliche
Gestalt.  Eine  Sekundge  lang  ztafc#  t#e##e#  Blicke
das  Antlitz  der  reme#n.  er  diele  schien  plätzlich
  scheu  zu  werden.  See  druckte  sich  beisette.

er  ist  das?“  fragte  Olga  erregt.

Da.  bauele  jemand  die  Stlege  empor.  Ein
alter  Mann  tauchte  auf.

PFrau  erdlickt.  -Sortlos,

 

leiner,  schwachlicher.
Marie“  riei  er.  als  cr#  die  seltsame

das  würbe  notwendich  nuch  der  Fall  sein,  wem
nur  eine  Emtschädigung  in  Geld  verlangt  —

Man  solite  Deutschland  ingen,  seinen  Weizen:oll
  und  alle  Zölle  für  sabrungemuttel  auf.
Wheben,  dann  würde  der  rufsisch  inische  Wett-Wenige

  Leute  in  En  rim-  wissen,  daß  Deutschkand

  sein  großes  i  ionsgebiet  verlieren
  würde,  wenn  Elsaß  und  Lothringen  Frank.
reich  zurückgegeben  würden.  Es  mag  auch  notwendig
  sein,  in  den  Friedensvertrag  die  Bestimmung
  auszunelmen,  daß  Frankreich  abgabenfrei
  Kohle  durch  Lothringen  nach  dem  in
versenden  lann  und  daß  der  Rhein  zu  einer
freien  Waiseritrafe  für  alle  Nationen  werde.

Bei  der  freien  Einfuhr  für  alle  Nahrungsmittel
  müßten  die  deutschen  Landwirte  ihre  Arbeiter
  entlassen  und  ähnlich  wie  seinerzeit  die
iländer  dar  Ackerland  in  ausgedehnte  Weidegebiete
  umwandeln.  Dadurch  würde  Deulschland
bauxtischlic,  wieder  zu  einem  reinen  Agrarstaate
  werden,  und  es  Wärde  dann  nur  die  Hälfte
seiner  gegemvartigen  Bevökkerung  ernähren  können.
  Ebenso  wie  früher  in  Irland  lönnte  dann
ein  keiner  Landbesiher  mit  seiner  Familie  unter
den  neuen  Verhältnissen  nur  die  Hälfte  seiner
Kinder  grofgiehen,  und  die  übrigen  müßten  dann
eben  auswandern.

Deutschlands  Einflußgebiet  in  der  Welt  und
im  Welthandel,  das  auf  seiner  Eisen  und  Stahlindustrie
  beruhte,  würde  dadurch  völlig  eingeschränkt
  werden.  Der  deutsche  Arbeitsmarkt  wür.
de  so  überfüllt  werden,  daß  die  Löhne  sallen
würden  und  daß  die  halbe  deutsche  Bevölkerung
zur  Auswanderung  gezrungen  wäre.  s

Das  gleiche  Ergebnis  lönnte  auch  durch  die
Auferlegung  von  Ausfuhrzöllen  erreicht  werden,
  wodurch  auch  gleichseitig  eine  Art  Kriegsentschädigung
  für  die  Verbündeten  erreicht
mürde  und  die  Ausfuhr  der  deutschen  In
dustrie  sehr  üarl  beeinträchtigt  würde.“

Wie  man  sieht,  gibt  sich  der  englische  Abgeordnete
  mit  Kleinigkeiten  nicht  ab.  Nur  die
Lumpe  sind  bescheiden.  Wir  können  aber  im
Grunde  dankbar  sein  für  diese  offenherzige  Ent.
hüliung  der  wirtschaftlicten  Kriegsziele  gegen
Deutschland.  Zur  staatligen  Zerstücelung  und
Aufteilung  in  „germansiche  Völker“  kommt  die
planmähig  Verniaä#üung  von  Deutichlands  Land
wirtschaft  und  Gewerde,  Handel  und  Industrie,
die  Austreibung  der  Hälfte  des  deutschen  Vol
les.  Wer  nun  noch  nicht  einĩieht.  daß  es  für
alle  um  allen  gebt,  um  Dasein  und  Ehre.  Volk
und  Vaterland,  dem  ist  nicht  zu  helfen.

Unsere  Truppen  haben  uber  50  feindliche  Festungen
  erstürmt;  ein  Geblet  eroert,  gröh.  als
das  ganze  Derriche  Reid.;  mehr  al:;  3  Millio
nen  Gefangene  sind  innerbol#  ##se  #renzen;
4  Könige,  die  sich  von  England  besiochen  unsern
Feinden  anichlosien.  sind  aus  ihren  Ländern
gejagt:  die  deutichen  Fahnen  wehen  über  Belgien
  und  über  den  reichen  Gebieten  Ost.  und
Nordfrankreichs;  Kurland,  Litauen,  Polen  und
Wolhynien  find  in  unserer  Hand;  Rumänien,
Serbien  und  Montenegro  in  unserm  Becsi  Gibi
es  demgegenũber  eine  bodenlosere  Fiechheit  als
diese  Sprache  der  englischen  Kriegsziele?

Darauf  kann  es  nur  eine  Antwort  geben:
Wir  mussen  zu  Stahl  werden.  unter  Einsetzung
aller  unserer  Wafsfen  weilerlämpfen,  um  den
Sieg  zu  erringen  und  den  Frieden  zu  erzwingen.
Hinmeg  mit  aller  Vertraneneseligkeit  und  Leichtgläubigkeit!
  Es  gebt  ums  Ganze!  Die  Anmaßung
  unjerer  Feinde  muß  unsern  Willen  zum
Siege  stärken,  unfere  Entschloisenheit  zum  Durchhalten,
  mm  Ertragen  uberwindbarer  Nöle  ge  ·
genwärtiger  Tage,  um  die  ewigen  Nöte  der  Zukunft
  zu  verhüten.  Die  Geschichte  soll  einmal
von  und  Deuuschen  künden:  Die  Hroßte  Zeit
bat  L  größtes  Geschlecht  gelonden- 



–

 

kermen,  wobei  besonders  die
beurelb  den  deutscken  Landwir  abin  ruineren.

 

Ver#ichienne  ##ch#.

Berlin,  8.  Febr.  Die  von  rielen  ansand:

ols  belanglos  verspottete  Sammuung  von  I

Schulen  einen  4n
nen  vaterländischen  Dienst  geleiltet  kaben,  ha
ein  ũberraschendes  Ergebnis  gebabt.  Die  Obt
kernfammlung  ereab  1201000  Tennen  Obnterur,
die  400000  ble  500  000  Kilogramm  Oel  lis
fern.  Der  Verbleib  dieses  Oecles  erliärt  sick  durch
den  starken  Verbrauck.  der  Margar'nefabriken,
an  die  monctlid  4000  Tonnen  abeeliefert  wer
den.  Dagegen  war  der  Ertrag  #  der  Sonnenbl#
menkerne  sehr  mäsig.  Auf  77  Tonnen  Aussaat
lommen  nur  169  Tonnen  Ernte,  ĩo  daß  es  irag
lich  erscheinen  lann,  ob  die  Nrühe  die  Ausiaat
noch  überhaupt  lohnt.

Budapestl,  3.  Febr.  Im  Parlament  gab
es  eine  Nevolversckieserei.  Willrind  der  Ver
handlungen  fielen  rüoß#ic.  Schusse,  die  jedn:
Unheil  nicht  anrickteten.  Der  Urheber  gab  bei
dem  Verlöör  an.  Georg  Palasaloi=  4  heizen  und
Schieferdecker  zu  sein.  Er  sei  betrumen  geweicu.
auf  der  Galerie  vor  Ermüdung  eingeschlafen  und
habe  get  Tumt,  da  er  18  Monate  im  Felde  e
wesen  sei.  er  slehe  auf  Posten  und  we#de  vom
Feinde  P#neralshen:  Er  hobe  nach  dem  3er#
volver  gegriffen  und  geschofsen.  Es  wurde  fest
gestellt,  daß  der  Mann  tatsächlich  betrunien

war.  Nach  dem  Verhör  rersiek  er  in  tiefen
Schlaf,  aus  dem  er  erst  nach  einigen  Stunden  er
wachte.

ie  Meassschseber.

Kriegsminister  und  Generalkom
mando
Künchen.  8.  Fehr.

Im  Finanzaussckuß  der  Kammer  der  Abge
ordneten  erörterte  Kriegsminister  v.  Helling
rath  eingehend  die  Malsschiebereien.  Er  schn
derte  dabei  die  Entwickelung  der  ganzen  An
gelegenhe:,  aus  der  solemes  herausgegrif
fen  sei:

Im  Lause  der  eri#en  die  vierlel
Jahres  1916  geiangtem  nur  Li##
unbefugtem  Maizhandel  zur  Kenntnis
teilungestelle  für  Mai  ontigente.  Dasöünderte
  sich  plötzlich  im  Norember  1510.
in  Mittel  und  Norddentelland  Agenten  wegen
unbefugten  Malzhandele  heillunet  wurden.  Nun
fanden  sich  eine  Reide  von  bperischen  und  einige
wmenige  außerbancrische  Braucreibesitzer  und
Mal:  fabrikanten  freiwinig  bei  der  Verteilune.
flelle  fur  Maiztleuutingente  ein  und  legten  dar
Geständnis  ab.  dal  jie  sich  gegen  die  Belanin
machung  der  drei  Lellv.  Weneraliommandre
vom  31.  Jannar  1710  verfehm  und  Malz  teilunmittelbar,
  teilo  durch  Vermilllung  von  Aner
ten  nach  Autlerbayern  veräusfzert  hatten,  lr
baten,  ihre  Versellungen  dadurch  fühnen  ##
dürsen.  daß  sie  gröfere  Summen  zu  gemeir
nutzigen  Zwecken  zur  Nerfügung  nelslen.  Des##
Leuten  wurde  eri#dert,  daß  ihre  Verfehlungen
auf  das  sch  irfle  mißb#lliat  würden  u.  nicht  einfuch
durch  Abgaben  zu  nemeinnnnigen  „wecken  wieder
aus  der  Weli  gefchafft  werden  loͤnmen;  wenn
überhaupt  etwas,  sjo  hälten  sie  ihre  gesamten
unrechtmätigen  Gewinne  abzuliefern;  sei  dies
geschehen,  so  bestunde  allerding?  für  die  Ver
teilungestelle  tein  Anlaß  mehr,  von  sich  aus
Strafanzeige  zu  erstatten.  Die  Veteiligten  wur
den  dabei  ausdrücklich  darauf  hingewiesen,  daß
sie  auch  bei  Herausgabe  des  gesamite  on  Gewin
nes  keineswegs  gegen  die  Strafverfolaung  ge
sichert  seien,  vielmehr  darauf  gefast  sein  maten,
  daß  die  Staaisanwulkschait  die  Angeleger
beit  aufgreifen  und  versolgen  werde;  in  dieier:
Falle  hatlen  tie  nur  den  einen  Vortefl,  daß
ihnen  die  zönligung  mildernder  Unitänd.

Jahre  dos

 

 

—

da  *1  n?  Wesdolb
ab’'  dich  überall

läuftt  du  denn  meg?  JIch
Und  lolche  Angst  0  ich  gehabt!

esucht.
Komm  doch!  Komm

Er  ba#tte  nach  der  Hand  der  Frau  gegriffen.
  Nun  wandte  er  sich  noch  an  die
übrigen.

Die  Herrichaften  verzeihen!  Eine  a#me
Irriinnige.  Aber  sie  illt  ganz  brav  und  lantt.
Und  sing:  so  schön:  Ich  spiel  dazuwies
  qur  eine  Geige,  die  er  im  Arme  biele

4  mi:  Verl#ub,  drunten  im  Hof  mullzieren
  wir!  Und  die  Marie  hätt  sollen  bilten
um  eine  kleine,  milde  Gabe.

Sie  standen  bereits  auf  der  Treppe.  Die
Irre  sab  mit  traurigen  Ausen  duruc.  Und
leise  begann  sie  zu  singe

„Wir  ziehen  und  wondern
Obn’  Rast,  ohne  Ruy'“  —
Von  einem  Ort  zum  endern,
Immer:u  —.  1er#

Aus  hi  uLigen  Straßden,

Ueer  Felsen  und  Woos  —
Ini  Leven:  verlajsen
LIIII

Der  tleine.  d#o%uAi#  hoite  den  Bogen
—————m!
lang  #iiit  ein  per  #.1n  ,.  Merlwurdig  dumpf
ballte  5c  die##c  nstume  zwischen  den  slarken
Mcuern  de  is  nltei  Hauses.

 

 

2  Aort  trai  se  ins  n  Ein  un.
säglt-  A#  X  ergritt  kte  walt  Düsser  Frau,
welche  da  oor  #hr  stand  aus  det  St#ge  und

Dreles  Lied  sanz  nach  #u#ner  einfönigen,  schwer-Nr.
  ü#cgen  Melote.  Sie  wenhete  sich  r-  um

  

Daben  *-  1½  e
(!...io-.

ls  «ii

e  sisii

  

   

uouiirekMultek
und  die  sie  immer
den  Scl;  teug.  aus
ant.  Die  Ir#e  füh  die  Münze
Mei  beiden  Känden  wollte  lie

Ader  ihr  Begltetler  zog  sie

   

und  sirie  #en.
donach  greicn.
imit  Gewatt  hinmeg  unter  vielen  undeholfenen

Emsch#ildigangen.  Und  eine  Minute  später
schon  traten  die  beiden  sonderbaren  Gestolten,
der  alte  verkänmert:  Mann  und  die  blasse  Frau
mit  den  flackernden  Lugen  und  dem  silbernen
Haar.  wieder  hinaus  qul  die  regennasse  Straße,
um  im  Tunst  und  Netel  des  einbrechenden
Abends  “*  zu  berschwinden,  als
wãren  46  nie  gew  Rur  dab  mit  dem
Lü##m  r  Eirahe  Lon-  kern  noch  ein  nlang
bls  *  wehte  in  das  alte  Hous,  ein  verlorener
  Ton
e0n  —  heimatlos!“
12  immer  über  die  —7

—  und  horch  Aber  nun  hörte  ma
nichts  mehr  —  ½  Negen  schlug  an  dle
Scheiben,  und  der  Wind  sang  sein  Lied.

#er  Freihere  holte  der  gangen  Szen
rat  —
#  i  mal
sffe  oricen
6  ihn  *  Mus  tantenvoit  en?
*
Mungsie

Me
#n  er  ae  i

r  an  —
US#lut#-  And  da#  iis9  2

n  e-**


—  —

 

und  neiete  lich  zu  der  Fremden.

2
aener  ·
queU-.aeiiin«eke5iilien  Namen-l

ilei  l)iiiiiiize,  weiche

Coden  detrat  er,  aum  den  Arm  seiner  Drau
gestũtzt,  das  Jimnier.  Olga  war  ihnen  jchan
vorausgegangen.  Sie  hatte  den  großen  Brie'
auf  dem  Tischchen  entdeckt.  Gedankenlos  ari#f
sie  nach  ihm.  Auch  ihr  war  ja  alles  Hleickgültig.
  Alles!  Zum  erstenmal  war  der  Sturm
elner  echten,  großen  Leidenschaft  über  sie  bingebraust.
  Aber  dieser  Sturm  hatte  sie  niäht
zerbrochen,  kaum  gebeugt.  Nur  noch  willens-Frne
  halte  er  sie  gemacht,  noch  trotziger,  noch

von  Halberg  drückte  auf  den  Knop#l
der  iennt,  Leitung.  Das  Licht  flammte
auf.  Glönzend  spielte  es  hin  über  das  weiße.
große  Kuvert,  Uber  die  Reihe  fremdländischer
eeken.  Deutlich  sah  man  den  Stemp##l
„Tanger“
25  las  den  Namen  laut.  Sie  dachle
koum  eiwas  dobei.  Aber  noch  während  ihre
Llppen  das  Wort  sormten,  wurde  sie  Esthuc
sehr  bleich,  und  ihre  Knie  zilterten.  ewalssam
  beherrschte  sie  lich.  Ihr  Blick  ging  for
Wre  bin  über  die  Gelichter  der  belden  alten
Golt!  Hatten  denn  dlose  nicht  ausge-Sour
  bel  der  Nennung  der  Stadl.  weiche  einit
66  ungähligema!  denonnt  worden  war  Krdchen
n  hatte  einsi  Fe
sich  eing  !,  das  nonsusat  in
Tongen  oberontihe  “4  selne  wenigen  Briefe
an  die  Eltern.  Von  eben  diesem  Konsulat  kom
die  erste  Nachricht,  daß  man  mit  einem  Un-#cksfall
  rechnen  müsse,  icher  den  jungen
Nin  —  haben

l  g  do  tn  t  roch-is  est-roth
time-n  det-  old-«-#

  An  war  vermerst