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anderen Wörtern hat schon die franzöfische Sprache die Verdoppelung, z. B.
Etikette, Korvette, Lorgnette, Stafette, Kotelett.
3. Umgekehrt hat der deutsche Gebrauch, den Konsonanten nur nach
betontem Vokal zu verdoppeln, bisweilen den Ausfall eines Konsonanten
veranlaßt, z. B. Bajonett, Barett, Fourage, honett, Karbonade, Perücke,
Pionier, Pomade.
VIII. über die Silbenbrechung.
§ 26. Mehrsilbige Wörter, welche man über zwei Zeilen zu verteilen
gezwungen ist, trennt man im allgemeinen nach Sprechsilben,
d. h. so, wie sie sich beim langsamen Sprechen von selbst
zerlegen, z. B. Für-sten-schloß, Be-zie-hung, Ge=stalt, Ge=spinst,
Ge=schwulst.
Im einzelnen ist folgendes zu bemerken:
1. Auslautende Konsonanten müssen auf der ersten Zeile
stehen, z. B. Lang=sam=keit, Haus=thür, Rös=chen.
Demnach werden zusammengesetzte Wörter nach ihren Bestandteilen
zerlegt, auch wenn diese Teilung der Aussprache nicht
gemäß ist, z. B. war=um, dar=um, vor=aus, dar=aus, her=ein,
hin=ein, be=ob=achten, auf=er=stehen, voll=enden, Inter=esse, Atmosphäre,
Mikro=skop, Di=stink=tion, Di=stichon; aber Dis=pens, disputieren,
Dis=position.
2. Wenn ein Konsonant im Inlaut steht, so kommt er
auf die zweite Zeile, z. B. tre=ten, la=sen, nä=hen, bü=ßen.
Auch ch, sch, ph, th bezeichnen nur einen Laut; daher
Bräusche, laschen, lö=schen, Ma=thilde, Or=tho=gra=phie. Ebenso
dt in Stä=dte, Ver=wan=dte.
3. Wenn mehrere Konsonanten im Inlaut stehen, so
kommt der letzte auf die zweite Zeile, z. B. här=ter, Las=ten
(auch Las=ten), Was=ser (auch Was=ser), Knos=pe (auch Knos=pe),
ha=-ken (ck wird in kk aufgelöst), klop=fen, krat=zen, Ach=sel,
An=ker, Fin=ger, Hoffnun=gen.
Die Doppelkonsonanten x und z treten immer auf die
zweite Zeile, z. B. He=re, rei=zen, rit=zen. Ebenso pf nach
vorhergehendem r und m der Aussprache gemäß; also däm=pfen,
em=pfinden, Kar=pfen.