Full text : Kriegsamtliche Mitteilungen und Nachrichten. Nr. 40-50 (4)

sicht  bekannt,  an  elnen  gewerbemählgen  Knochenhündler:  In  helben  Fällen  erholles  die  Abgeber
10  Pf.  je  Kilogramm.  Als  Ansporn  für  die  Durchfuhrung  der  Knochenkammlung  wird  den  Slädlen
elne  Menge  von  1  Progent  des  abgelieserten  gelamten  Knochenmoierals  in  Jorm  von  Margarine,
ahne  Anrechnung  auf  die  Feltration,  solie  ein  Quanlum  Knochenb  ühwürsek  zur  Verlügung  gestellt.
Im  Einvernehmen  mit  der  Siabluerwalkung  isl  zu  erwitken,  daß  der  Teil  hiervon,  der  ouf  die
durch  kreiwillige  Hilletätigkelt  aukgebruchten  Hausdaltungohnochen  entlallt,  den  Sammliern  al##
Enilohnung  für  ihre  Arbeil  übertbiesen  wird.
Flaschen:
Der  Mangel  an  Flaschen  ist  zur  Zeil  groß;  der  Bedark  kann  dei  weltem  nicht  gedeckt
werden,  da  ein  Teil  der  Glashüllen  wegen  Kohlen,  und  Arbeilermangel  den  Betrieb  einfteilen
mubie.  Es  is!  dahet  unbedingt  nölig,  daß  die  Haushallungen  alle  irgendwie  entbehilichen
Fiochen  abgeben  und  daß  die  Sammung  gebrouchler  Floschen  energisch  einseht.  JFolgende
Flaschen  werden  in  jeder  Menge  von  den  Flaschengroßhändlern  angenommen:  Rot=  und  Weiß
weinflaschen.  hampagner  slaschen,  Brunnenslaschen  in  Rotweinslaschensorm  (5.  B.  Fachingerlaschen)
  und  Brunnenslalchen  in  schlanker  Form  3.  B.  Apoklinartoslaschen),  und  zwar  in  den
röohen  von  Liler.  ½  Liler  und.  K#  Liter  Juhall.  Die  Preise  werden  je  nach  den  Gegenden,
den  vorhondenen  Mengen  und  der  örtlichen  Rachfrahe  schwanken.  Oellge  oder  widerlich  beschmutzte
Falchen  dürsen  nicht  ongenommen  weiden.  Die  Sammelltekten  zohlen  den  Abgebern  folgende

4.
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L

reise:  Für  3-Liler-Floschen  gleich  welcher  Art:  selbli  bei  der  Sommelsleile  obgeliefert  12  TUf.  für
das  Slück,  bei  Abhvlung  durch  Helker  10  Pl.  für  das  Sltuch.  Für  Ug-  oder  W.  Liler.Slaschen:
selbst  bei  der  Sammelstelle  obgeliesert  6  Pl.  für  dao  Skück,  bei  Abholung  durch  Heller  6  Ps.  für
bas  Stück.  *

Sonstige  Aushünste  beim  Kriegsaueschuß  für  Sammel=  und  Hellerdienst-.

  Lanbfutier:  «
Die  Werbung  des  Laubheues  ill  Iim  Inleresse  der  Versorgung  der  Heerespferde  deingend

notwendig,  weil  lich  bis  zum  Vorsommer  der  Jutlermangel  noch  steigern  wird.  Inkolgedessen
muß  die  Werbung  sosor!  nach  Austreiben  des  ersten  Londes  beginnen.  ·  "

Fulterwert:  Bis  Milke  September  hönnen  die  Büätter  der  Laubholszorlen  mit  bestem
rfolg  als  Futier  verwendet  werden.  Die  Blätter  des  Faulbaums,  der  Tra#o#nhi#sche,  des
Goldregens  und  der  Akazie  so#zmie  des  Eseus  siud  schädlich.  Gekrochnet  haben  die  Blalter  den
kutlerwert  des  Heues.  Das  junge,  eben  voll  entwichelle  Vlall  hat  den  höchsteun  Futlerwert.
#A#gesiorbenes  und  allgrsallene#  Loub  ist  nicht  verwenobar.  ·

"  EINIGE-Zu-Gewinnaan»vonEnu.h·le15.3knc.dcnknmktiekthcItsschgnyizksskVFMZMHH
abgestreisl,  in  Schürgen  oder  Süche  gelammels  und  wie  gewöhnliches  Heu  getrochnet  und  aufbewahrt
  oder  die  Lanzem  Zweige  bis  zu  Döchstens  1  cnm  Diche,  am  umeren  Ende  abgeschniltten,
durch  Auobreiten  auf  dem  Boden  etwas  vorgetrochknet  und  gebündest.  Die  Bündel  werden  in
#er  Zelle  ober  un  Bäumen  au,gestellt,  bis  sie  krocken  sind,  und  dann  wi'd  durch  Ausschutteln
oder  auf  andere  Weise  das  lrochene  Laub  von  den  Z:weigen  geirennt!i.  Verden  die  geiammellen
rischen  Blalter  in  zu  scharser  Sonne  Getrocknel,  so  veilleren  ste  an  Geruch;  die  Blätter  dürsen
1%%  nicht  in  zu  Pünner  Schicht  auogebteilel  werden,  Die  Bündel  sollen  nur  locher,  und  zivbar
am  oberen  Dritlel,  gehunden  sein  und  nicht  mehr  als  30  bis  40  cm  TDurchmesser  hoben.  Vor
Repgen  und  Tau  sind  die  Blätler  beifonders  sorosältig  zu  schüsten,  do  sie  sonst  leicht  der  Gefahr
des  Verderbens  ausgeletzt  sind;  sie  müssen  doher  des  Abende  wie  Heu  aul  Haufen  gelek
und  zum  Trochnen  wieder  ausgestreut  werden.  Es  empfiehl:  sich,  die  Blälte=  nicht  bis  zur
volsen  Dörre  im  Freien  zu  lrochnen,  sondern  in  nahe  zu  trochenem  Zufland  in  gedechten  Räumen
in  dünner  Schich!  auszubreiten  und  bis  zum  Versand  des  öfkeren  zu  weilnden.  Wird  Laubhen
oder  Laubreisig  vor  gänslicher  Trochnung  nicht  locher  und  dunn  geschichket,  so  wird  es  dumpflg
und  schimmlig.  Es  ist  erwünscht,  deß  zur  Trochnung  des  Lunbes  die  vorchondenen  Darren  Verwendung
  finden.

Abnahme  von  Laubhen  lohne  Reiigs:  Daas  selbstlewonnene  Laudsutler  darf  in  der
eigenen  Wirischaft.  Verwendung  finden.  Das  in  Verkehr  hommende  Laubsulter  da  nur  an
die  Beauftraglen  der  Bezugsvereinigung  der  deutschen  Landioirte,  Verlin  W.  35,  Rotoboamer
Straße  30/31,  abgesetzt  werden,  die  dazrür  einen  hurchaus  lohnenden  Preis  begahlt.  Die  Bezugsverelnigung
  ist  verpflichtek,  all2  brauchbae  Laubsulier  abzunehmen.  Die  Einkaufestelsen  werden
noch  bekanntigegeben.  Alle  Eingelhelten  ber  die  Werbung  und  Behandlung  des  Loublukters
werden  in  einem  demnächit  von  der  Lausullerstelle  Zu  verbreltenden  Merkhiolt  über  Ernlung
und  Sammiung  von  Laublieu  verölfenlischt  werben.  dar  von  allen  Kriegswirtschallsämkern  und
stellen  bezogen  werden  klonn.  Die  Sammler  vot  Laubsukier  hoben  in  allen.  Fällen  die  Erlaubnis
der  Waldbesitzer  vorher,  elnzuholen.  Nöhere  Aushunft  erleilt  die:

Laublutterstelle  für  die  Heeresverwol#tunn,  Berlin  W.  02,  Burggrafenstr.  14.

*  Lumpen:

A  Textllien  seder  Art.  w###:  Lumpen.  Stokiobfälle,  olso  auch  Kragen,  Moanschetten.  Hüte,

Blndladen  ufw.  find  auf  dem  Wege  der  kreinmilligen  Stlieläliaheit  nicht  zu  sommeln.
Photograpktische  Silberrückstände:

Gebrouchte  Firierbäder,  vordorbene  Ahgüne  und  fonhrise  sichlemuffdliche  Po#pfe##e  stnb  bei
Berufs-  wie  Veohaherrhotoqrophen  zu  sammeln,  um  dos  in  ihnen  enthaltene  Silber  zu  üchzugewinnen.
  leber  bie  notmenbige  Vorbob#endlung  geben  die  Sammelleiler  ober  die  Neue  Pholozraphische
  Gelellschaft,  Berlin-Stegliß,  Aushunft.
"  "  Hrnd:  Linben-###el  u.  Berlags-Cel-  u.  .  H.,  Oerlln  AM.  .  *  —