Kummer 197
Der Aampf zur See.
lugzengttigkein in? Oftse
TUü. Berlin. 27. Augutt. elnsere Siun.
bongorihunn. der imländishen Küm jührten
in leuter Zeit zahlreiche ersolareiche An—
griffsslügeng gegen Ves; eillgungen, Fiugitationen
und die militärische iuiu Aniagen auf der Julsel Oesel
aur. Dabei murden auch im G. biet * Rigaer
Musenr gesichtlete russische Se#lreiclräste er.
solgreich mit Vomben beiegt. Bei diesen An
grissen wurde ein zerstörer der „Nomit. Klasse
durch m.t haler Stich lamme bei dem himeren
Schormiein besbacoleten Bombeniresser zum
Sinken gerracht. Ein ruftiches Werlstanschiff
wurde so schwer beschädigt, daß sein Sinlen
ebensalle mit Sicherh##il angenommen werden
kann. Trotz üärli#ter feindlicher Gegenwirluag
durch Land und Schisisabwehrgeschütze und
verschiedener Luftgesechte mit russischen Flugbooten
und französichen Kampfei- n#sitzern, wobei
ein seindikens lunbvo! bei der Jusel Arro
im Rian'esen Mrerbusen zum Landen gezmungen
und io schwer beichäd: al murde, daß die
Vesatzung über Vord sprang, lehrten unsere
Elugzeune sämich ohne Verine oder Beschädigungen
zu ihren Stationen zurütk.
Kägcines Nom fis
#
ie ewegung gegen vosmnrr
er Aurikhun de: franzöfischen Senats für
auswärtige Angrlegenbeiten hai am *sii Augun
beschio'sen. zu einer Sonderfitzung die Regierungehantlanatn
gegen Voncçare zu übermaüsen.
Die Reise de E-zarein
die Verbannung.
65 des Jaren und seiner
inang erl- selt Kereuoli
*? .
Lälrre end d der
r die Trchial t*ti-·
es urg di: Stalionen. Mit
hien r un- der Zug die gröt#ren
Stalicunn ####li D#achtte die Bevölle-Trung
mi 1 5 irn die Vaionelne, die aus de:
Wagen'iecmt raten uab die jahrreichen Maden
Plattformen ausg
iellt waren. ein: alnie, daß im 1
rcinanen. der die rt „Amcrilanische
Mis'iion, Nlen Krruz“ trr 3. 1! ner, den herabgelassenen
Vorkängen der Nar sich befand. Da
der Erjzar n#a-. gen 3 iscrage n 1 Wunsch
e#nsen#c. sich ein wenig Bewegunz zu verschafsen.
hielt der zug am irriem Felde an und dem
Erzren mürde K tiel. einine Kilometer zu
uß neben dem uu#c. der seine Fahrtgesck win
diateil deinensprechend heralbminderte, hermt
gelen. Am Fragen des Erzaren nach dem Reise
ziel, erltielt er unr am##e#i Leue Autworten.
Griecherlans.
Eine (Gnadeufrift für das grie d.ische
Königtium.
iseken Kummer saale ein Abgelielhein
nelme vorläufig das
r lübt aler das hed l. sich zu
bubinlansscen 6. baiste zur Voriu.
„Vel. Kenall der Abi
umie und auf den Tria
inue ui ic aui
*
In der ir.
ordneter, die
Köninlant an.
ni 4.., bie rbalulipdnäre Be-——————
Mituel pewesen. dem
König den Wilen des Volles auszuzwingen.
Trodem lu. er die Regierung sür ihre
Pfli#t,# noch hut dem Koniglum zu versuchen.
Noick; Indschen
dem Haunptau:schuß
de Reichstages.
Der Hi#u#aurschu des Reichstages hat am
Aus
Rosenhelmer Anzeiger
gann mil der Erörlerung der Verhällnisse in
den zrlelten Gebleten, namel###lich der Verwaltung
in Polen. Die Verhandlungen wurden in
vollem Umsang für vertraulich erklärt. Am
Dienstag mill man die Veratungen zu Ende
führren. Einschlägig ist noch ein Antrag sämtlicher
Parteien auf Beseitigung der polirischen
Zensur und ein sozialdemokratischer Antrag auf
Ausfhebung des Pelagerungszustandes.
Zur nächsten Reichstagstagung.
Die Septembertagung des Reichstages
mit gesebgeberischen Maßnahmen aur ia be
schränktem Umfange belaflit sein.
hicrauf sind die umfangreichen Personalverä. OZ
derungen in den Reichsämtern, denn begreifli.
herweise werden die neuen Mäner in den leitenden
Stellen sich eril in die Fragen einzuarbeiten
haben. Aus diesem Grunde wird jedenfalls
auch der Gesetzentwurf aus dem Gebielte der
Bevöllerungspolitik, der während der Herblltagung
dem Reichs tag zugehe n sollte, nicht meht
zur Voriage gelangen. Der Nachtragsetat um
Reichshaus hallsetat für 1917 dürfte zu Erörterungen
auch im Plen#m des Reichstages mancherlei
Anlaß, bieten.
len naturgemäß eine ganze Reihe grundsätzlicher
politischer Fragen.
Zur Kohlenfrage.
Der öslerr. Kriec geichanesu in
Wien beschäfligte sich mi#n dei'r Lohlenfrage. Da
bei wurde mitgeteiit: Auf d Einsuhr der ober
chlesichen Kohle lönne nich!l versichter werdes.
Oeilerresch habe di: Last übernommen. egen eine
benimmte Einfulr oberschlesischer Kee eine
beuimmte Kohlenminge aus dem nordböhmischen
und Fallenauer Rebier nach Vayern, Sachsen
und preußischen Hinterländern auszuführen.
Für den Monat Augum ist seitens des NReichslommissars
für Keblenvertellung in Verlin eite
Menge von 525 0!10 Tonnen nach Ocflerreich
und 290½,200 Tonnen nach Ungarn zgelassen
worden. Oeuterreich sagte die Ausfulher einer
Menge von 301 000. Tonnen vöhmischer Braunlohle
zu. Am 30. Augun ds. N#. werden die
nötigen Verllandlungen mit der deutschen Re
gierung in Verlin gepflogen werde!, bei wel
chen mit Nachdrut eine Steigerung der Einfuhr
bewirli werden wird.
Die Eisenbayntarisresorm.
Verli#- 27. August. Der neue Eisenbahntarif,
der dem pieus#ischen Landtag zugehen w.rd,
siebt eine wesentliche Erlöhnn sämtlicher Ta
rise für die Beiliner Ning , und Vororteahnen
vor. Auck #i. Preise für M lonalslarten. Arbeiter,
Schüler und Kinderlarten sollen erhohi
werden.
Berschiesene Bechriches.
Verlin. 27. Augan. Den Stattverordneten
nird in der nädhen Sitzung eine Vorlage U#nter.
breitet. die den Bau :einer groseen Ob und
Gemusehalle um 21 Millionen Mar# vorfiehi.
Berlin. 27. Augus. In dem Kuüchdors
Kusen bei Gardelegen wurde die 70 Jahre
aste Frau des Gutsbesitzers Lenede von zwei I
(#rigen Burschen erftochen und ihre 31 Jabe
Tochter erschossen. Die Buschen waren beim
Betteln von Lel#znomnteln abgewiese#: worden.
Die Tätler sind geflücht:“.
Leipzig. 27. Augu. In dem dicttbesetzten
Hotel „Stad t Rum“ brach ein Brand aus, der
sich mit großer Gewalt ausbreitete, und in lurzer
Jeit den großen Dackünhl des in dichter
Nähe des- Hauptbahnhois ge legenen Hotels angriff.
Durck den Brand wurde die im ziemlich
entfernt liegene: Stadttheater iattfindende
Juriläumsauffr: ung der .9 Broul' von Mesii
dürste :
Von Einflutz
enn in dleser Vorlage stek-—
—
1
das Lheater drang und e. u Teil dee Publi
ltums ersckredt flüchtete. Di. Urfache der Feuers
in unbelannt.
Laiback, 27. Augufl. Der Kaplan #r
Abram von Villidl berg wurde in einem e
tot aufgefunden. Die Erhebungen ergaben, dat
Abram von einem Unbekannten meuchlings
übersallen und ihm der Hals durckschnitten wurde.
Der Mörder raurte seinem Opfer die Ta-Ickenur.
SB#erische Rachs#schten
Kaufleuren, 27. Augast. di: G wmeindeumluge
in Kaufheuren wurde hüuer von 90
auf 82 Prozent des Sleuersolls erhöht. Für
heuer bleibt die vorjährige Gesamtumlagenhöhe
lestelen: Katholiten 110 und Protestame. 105
Prozent. "
Kürnberg, 27. August Am 21. de. Mts.
hat eine in der Prters'traße aean2 « jähr.
Strastenwärterswiwe Pilze gesamme t, zahause
zubereitet und mit ihrer 37 jähr. Tochter und
ilrem 8 fähr. Enieltind verzel#rt. Durch den Geuß
dieser Pilze erlrankten die drei Personen.
Die alle Frau wurde von geringem Unwohlsein
befallen, der 8 jähr. Knabe vertarb aber am 24.
August nachmittags, seine Muter tags darauf.
Aschaffenbur 9,. 27. Ang. Ein Winzer aus
einem in der Näh: von Mainz aelege.en Dorse
verlaufte im Herbit 191ö ein Stu neuen
Wein zum Preise von 950 Marl. Der Wein
liect heute noch im Keller des Win:er:, hat
aber im Laufe von acht Monaten nicht weniger
als sea smal durch Weilerveriauf den Besitzer
gewec seit. Durch diesen Kettenlzandel ist das
Stü Wein jeßtzt auf den Preie von 4501! Mark
mkommen. Von den sec# Käufern hat allo
jeder ohne wmeitere Arbeilt seine 601 Markl nahezu
verrienl. Datei b# aupteren Eingeweihte
dan lei einem nodmalig: uiu Weilerveriauf der
Wi in sicer auj 500 Mark zu liehen komme.
Dieser eine Küall ill indes daratterilisch für
uselen essmten Weinaidel. Wie übderall
träg: aud hier der ungesunde Keltenhandel die
Hunptichule an der N##- Vertenerung der
Weine.
Geozlande.
Kufstein, 27. Das österr Eisen
babnminicttum besan##seit einiger Jeir
mil der Frae der Itai Sinf führung eines
eine esa räniten Vronr. ziu. jahrplanes jür den
Fall. als die Verlänimise der Kohrtenvertraung
eine jolche Einichränkun des Zuagsver
kehrs erfordern sollten. In dem eiende
ic ränlten Fabrplan würden naur für wichtige
Fernv- ri indungen, wie zwischen Wien und dem
Deulis en Reich, Ungarn. Gallgen den Sud#
ten= und Alpenländern auf den H’mpllinien
je ein oder högitens zwei Scwiellzjugspanre täg
li4 verlehren und im übrigen der inländische
Fernveriel#- i: der Haurtsack-# durch Perionen
süge vermitteli werden. C#s i jetbitrernänd
„Autut.
lis. du ein solcher Fahrplan leinen Naum
für Verguüanns und sonflige überilussige
Neisen bieten wird, dai, aber andererseits der
beredllin#ten Ansprüchen k.erer, die reiben müs
sen, durd eine sollie Masinahme weil besser
entsprocken werden ka##nals Uri der bieher
geübten Herausnahme einzelner Züge aus dem
Lereite b#ieh#unten Fahrplan.
Bagerüches Oberienz.
Vom Tandc, 27. Auguit. Ein Schweine
mord wird für den heurigen Herbi wieder ange-
Miltwoch, 29. August 1912
Maktregeln, besonders durch die niedrigen
Höch'slpreise für jüngere Maitschweine, die
Schweineleflände ohnehin wegigstens in Bayern
erheblich zurlägegangen, da sich bei einem Verlausepreis
von etwa mehr als 60 Mark für
den gentnet die Zucht. duichaus nichi mehr renliert.
Immerhin wurden im ganzen Reiche am
1. Zmii noch fast 13 Millionen Stü.l gezählt.
Nun ist die Fütterung und Mästung eines derartigen
Schweinebe#tandes nicht moglich ohne
Beeinträchtigunn rer Brot und Kartoffelversorgung
von Heer und Bevölkerung. Um die
Versuchung nichi zu groh werden zu lassen Getreite,
Karloffel und Milch zu verfjüttern. soll
mit den Voritenträgern gewalisam aufgräumt
werden. Viese Besitzer halten die Tiere noch
in der Hossunng, auch in diesem Jahre wieder
Gerne und Kartoffeln zur Fülrcrung freizuleiommen,
eine Hoffnung. die sicherlich nicht erfüllt
werden wird. Es ist deshalb den Land.
wirten nur zu raten. rechti: itig an die Absto-Hung
ihrer Schweine zu denken, wenn Zwangsmaßregeln
vermieden merden sollen.
Traunstein. 27. Augun. In die von der
biesizen Polizei kurzlich ausgedecte größere Le
bensmitlelschiebung
sind nach weiteren Ermittlungen außer den le
reits genannten Personen noch weiter verwilkelt:
der Bielhändier Franz Finsterwald, der ehemalige
Viehhändler Louis Hizer. Franz Branhanu:
ser und der Meger und Ganmirt Werlberger.
von Mahing, bisbheriger Wieheinläufer des
Fleischversorgungsrerande Fraunttin.
Uusuützung dei Wasserkräfte.
Es ins zutressend, das. in der Vundesra1
verordnung über Aluminium vom 16. Mai de.
Jahres. Reitsgesetzblatt Seie 406) dem Reichekanzier
die Genehmigung zur Errid tung vo.
Anlagen zur Hi##telln mma von Alumi zium und
dessen Vorprodutten Lonerde ung To- lerdehn:
drat übertragen worden i# Der Erlaß dieier
Verordnung betultte auf folgenoden i# der bei
gefürten Bunderatsdrud#sache näher dargiilen
ten Erwägungen:
Die deutiche Aluminiumerzeugung benug vor
dem Kriege jährlid etwa 800 Tonnen. Da seit
Kriegsteginn die früher sehr erlieblicke Kupfereinfulr
sast Kanz in Wegsall gelommen it, hat
Aluminium in weiteitem Maß= als Erjatz für
Kupfer. sowohl für u mnittelbare Kriegswee
wie für induttrielle Zwecke Berangezogen werden
muisen. Da die Einfuhr von Aluminium
aus dem einzigen in Frage komme nden Bezugs.
lande, der Schweiz, sich nur in gewisien Gren
zen sleigern ließ. mus te auf die Erhöhung der
cigenen Erzeugung hi ngewirlt werden. Es sind
deshalb mit itarter finanzieller Wertteiligung des
Reichs, das hiefür über 20½ Millionen Mart
aufwendet, mehrere Aluminiumwerke in 9 Deutsl
land neu errid###tet worden, die eine Gesamtlei
flung von 450.0 bir 50 000 Tonnen jährlich
boraussiith tlich ergeben werden.
Damit wird der Bedarf Deutschlands sowohl
für Kriegszwede wie im Frieren an Aluminium
voraus ösichtlich gedeckt sein. Ob der deuüsch
artt für eine noct weitele S Steigerung der Alu
miniumerzeugung aufnahmesähig sein würde,
mus bezweifelt werden. Auj die Auofuhr von
Aluminimm nach dem Audlunde für die Friedenszeit
dürfen besonders hobße Erwartungen
deshalb nicl gesetzt werden, weil auch im Aus
lande überall während des Krieges die Aluminiumerzeugung
ganz auferordentlich gesteigert
worden ist, (die Welterzeugung i3l e nschlieölich
Deutscklands von 68 000 Tonnen auf rund
200 000 Tonnen geniegen). Dazu kommt, daß
die ausländislen Werle sämtlich mit bülliger
für Reichenhaller m-Montag
seine Veratungen forigreh Er be- n“ empfindlich ge heflört, dalder Sranegeruch i. hlündigt. Zwar sind durch die behördlichen ] Wasseriraft arbeiren, während ein Teil der
f· — elend auskahen, glaubte ich „Micn= noch in dem Atem und heiferer Summe. Und wäh- teiten in au FrEkrmenn S S-Von
einsaämen enschen. letzter Stunde absetzen zu müssen. Hoffent- rend seines Sprechens war ee ihr, als wenn Gesucht rten almn #nklich funen konnen,
lich übermannt Sie eine Schwäche nicht von man, ihr Herz gertretc. *— 10 Ihm #u nicht Zzu sagen. Ader
Komun don Fritz Ganger
45 #a verdnts# 1
9. Kapitl.
Die erilen Klänge der Ouvertüre 3u1 „Mignon“
#unichten im.3 den weiten Maum des
Opernam it dem (MMnchhluge hatte
blamilmainer den Talmmoz genoben. In
eirsemime wer man die Wntlichlein selbn,
hier giszz alle e am Schnurchen.
eder d#n Beicher ima inohl davon überzeugt.
###er %ner onßte, mit welcher Besorg.
nis man hiuter kulissen der heutigen
Aufjunritmn eimten
Görn irat * #ddegon jeur zum dritten Male
zu UOlerute. Der Mann hatie tiefe Falten
auf der Stirn.
„ühten Sie siäh nun wohlcr. Fräulein Reimaru
" ertundiole er sich. d als er in
ihr Gei icht jah, nhr er bestürzt sort: „Mein
Gott, e haben ja noch keine Farbe! Was
für Geichichten machen Sie uns nur!“
Er raume in dem Zimmer einige Male
aus und ab und inhr sich durch das Haar.
Jeder Nerv in ihm schien in Nustegum.
leonore suchte ihn mi: einem Lächeln zu
beruingen. Sie legte ihre Foeolle, in der sie
geblatzert, auf den Tisch und sag
ine, leine Sorge! Die eioe kommt
schon. wenn ich auf der Bühne siehe. Und
auch sonst sollen Sie mit mir zufrieden sein!“
Das klang so ruhig und ibeerzeugend,
daß der Regisieur aufatmend stehenblieb.
Zolt sei Dant!“ rang es 8 über
leine Lippen. „Als Sie vordin lo erbärm#.
neuem:?“
„Nein, wirklich nicht!
kommen erubigt sein.“
,* war es denn nur bei Ihnen?“
ries Regisseur nun schon. „Gar Lampen-=fieber
1 Voorscheinlich-, entgegnete sie und lächelt#e
Sie dürsen voll-Als
sie wieder allein war, begann sie en
gemessenes Auf= und abschre iten. Ihr Gelich
war und starr. Es schien wie aus rnn
hemeißell. Und binter eel poben. kloren Stirn
tobte doch im wildesten Aufrubr. Sie
durchlelee im Geiste immer wieder gine Viertelstunde
des verflossenen Nachmittag
ie hatte daheim ihre Vorvebestungen, zu
ihrem Auftreten getrofsen, als ihr durch einen
keemden Menschen ein Brief überbracht worden
Wit einem eigentümlich bangen Gefühl und
mit zitternden Handen ölfnete sie ihn. hre
Augen hafteten über die krausen Echeiftzunms
o traus und wirr wle diese war auch der
Inhalt. Sie wurde von Wolfgang Warnick
gebeten, zu einer Aussprache in ein bencchbartes
Cass zu kommen? a. wie denn!
War denn der Schreiber dieses Briefes heute
morgen nicht verreist? r hatte doch von
dieser Absicht gesorochen!
Sie gin Hoor, Tausend unbeantwortete
Fragen tanden in ibre Sinn. Und ihr Herz
umssnürte eine beiste
wollte er 1e
Sie erluhr ½ obne Umschweise von ihm.
lich überbüürienb. mit fllegen=
as, was sie gestern bei dem Abschied in
der Leipzigerstraße Lur ungewiß geahnt, zeigte
nun sein wahres t.
Dem, der so tonsüs und stammelnd redele,
der mit helßen, flackernden Augen vor ihr
stand und nach dem Mädchen forschte, das er
daheim nicht gefunden, gehörte ihr ganzes
Denken eund Fühlen, ihr ganzes Sein.
iner grellen, blendenden Klarheit
kam it diese Erkenntnis. Greller und blendender
konnten zenersc nicht sein.
Und er such ch einer anderen!
kegesblseian. r e sie: „Ich werde
dir nichts sagen #uche, suche! Datan kann
Aber dir den Weg
ich dich niht hindern.
weisen? Ich? Nein, das radie ich nichtl
Denn ich will dich jal Du sollst mein sein!“
Und daneben lohte ein glühender Haß
gegen die andere ihres Geschlechts in ihrer
Seele auf.
Und der lohte noch. Der fraß. Der sollte
Sie hatte bis zur Stunde nichts ge-Nie
hatte sie verstanden.
datz Menschen einander hassen können. Nun
verstend sie es.
andere vom Nichtsagenwollen wat
nur für Senneden in ihr gewesen
Wozu half ihr das eretn
Sie rafite sich auf und sprach:
„Gewiß kann ich Ihnelr Lzunft= geben.
Wir haben zusammen die Ausstellung besucht
und nachüer gemeinschaftlich zu Mittag ##.
essen. Dann ist mein Bruder mit Ihten Be
konnten nach der Nationalgalerie gegangen.
Sie wollten spater noch andere Sebenswürdla-
wenn Siecnd) 1#ull- heine abend sich geLulden
wollen. u n Mein Bruder hat
mit dn ien leen U#flogeluchter den
Besuck é in Allpiucht genommen. Uin
Planz 1 #n in nch frei. Wenn Sie
wolien ic; bdiür, daß Sie ihn betonii.
GCeu“: # und leldenschaftslos sagte lie
ihm d5. fseine erregt gesprochene Zuslimmin#
niderte sse mit einem Nicken, das
von anem uuten Lachrin begleitet war.
A#ll ihren Stol) mußte sie zujammenreißen,
um so sein zu konnen, um ihm nichto
äu eior n bron dem, was ihre Secle beben
maci
i am liebsten hätte sie ihn mit beiden
Armen unischlingen und ihm sagen mögen:
„Warum willst du »mich ehte Vergiß die
Es ist auch so nutzlos, sie zu be-Ich
dhabe gesehen, daß du ulchte zu
hoffen hafr!“
Ja, sie wußte das. Das furze Beisammensein
in der Aussteltung und nuchher während
drs Mittugsmahles batte ihr gezeigt,
daß Romam für DHo#st# esgand.
Aber wozu dauon reden! Er mürde es
selber sehen. Und da war zum Stolz, zum
keuschestlen welblichen Stolz ein warmes Bedauern
für Woligong gekommen, der nun auch
bald eine Cultanzschung ericben mußste, die er
wohl schon ahnte.
Daheim brach dann ihre Beherrschung zusammen
wie eiwas Morsches, dem der letzte
Kütnde PWeellg e itrilleni klnitirdr
olg
—