Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Kummer  197

Der  Aampf  zur  See.

lugzengttigkein  in?  Oftse
TUü.  Berlin.  27.  Augutt.  elnsere  Siun.

bongorihunn.  der  imländishen  Küm  jührten

  in  leuter  Zeit  zahlreiche  ersolareiche  An—
griffsslügeng  gegen  Ves;  eillgungen,  Fiugitationen
und  die  militärische  iuiu  Aniagen  auf  der  Julsel  Oesel
  aur.  Dabei  murden  auch  im  G.  biet  *  Rigaer
  Musenr  gesichtlete  russische  Se#lreiclräste  er.
solgreich  mit  Vomben  beiegt.  Bei  diesen  An
grissen  wurde  ein  zerstörer  der  „Nomit.  Klasse
durch  m.t  haler  Stich  lamme  bei  dem  himeren
Schormiein  besbacoleten  Bombeniresser  zum
Sinken  gerracht.  Ein  ruftiches  Werlstanschiff
wurde  so  schwer  beschädigt,  daß  sein  Sinlen
ebensalle  mit  Sicherh##il  angenommen  werden
kann.  Trotz  üärli#ter  feindlicher  Gegenwirluag
durch  Land  und  Schisisabwehrgeschütze  und
verschiedener  Luftgesechte  mit  russischen  Flugbooten
  und  französichen  Kampfei-  n#sitzern,  wobei
  ein  seindikens  lunbvo!  bei  der  Jusel  Arro
im  Rian'esen  Mrerbusen  zum  Landen  gezmungen
  und  io  schwer  beichäd:  al  murde,  daß  die
Vesatzung  über  Vord  sprang,  lehrten  unsere
Elugzeune  sämich  ohne  Verine  oder  Beschädigungen
  zu  ihren  Stationen  zurütk.

Kägcines  Nom  fis

#

ie  ewegung  gegen  vosmnrr

er  Aurikhun  de:  franzöfischen  Senats  für
auswärtige  Angrlegenbeiten  hai  am  *sii  Augun
beschio'sen.  zu  einer  Sonderfitzung  die  Regierungehantlanatn
  gegen  Voncçare  zu  übermaüsen.
Die  Reise  de  E-zarein

  die  Verbannung.
65  des  Jaren  und  seiner
inang  erl-  selt  Kereuoli

 

 

 

 

*?  .

Lälrre  end  d  der

    
      
 
 

 

 

r  die  Trchial  t*ti-·

  es  urg  di:  Stalionen.  Mit
hien  r  un-  der  Zug  die  gröt#ren
Stalicunn  ####li  D#achtte  die  Bevölle-Trung
  mi  1  5  irn  die  Vaionelne,  die  aus  de:
Wagen'iecmt  raten  uab  die  jahrreichen  Maden

  Plattformen  ausg
iellt  waren.  ein:  alnie,  daß  im  1
rcinanen.  der  die  rt  „Amcrilanische
Mis'iion,  Nlen  Krruz“  trr  3.  1!  ner,  den  herabgelassenen
  Vorkängen  der  Nar  sich  befand.  Da
der  Erjzar  n#a-.  gen  3  iscrage  n  1  Wunsch
e#nsen#c.  sich  ein  wenig  Bewegunz  zu  verschafsen.
hielt  der  zug  am  irriem  Felde  an  und  dem
Erzren  mürde  K  tiel.  einine  Kilometer  zu
uß  neben  dem  uu#c.  der  seine  Fahrtgesck  win
diateil  deinensprechend  heralbminderte,  hermt
gelen.  Am  Fragen  des  Erzaren  nach  dem  Reise
ziel,  erltielt  er  unr  am##e#i  Leue  Autworten.

Griecherlans.

Eine  (Gnadeufrift  für  das  grie  d.ische
Königtium.
iseken  Kummer  saale  ein  Abgelielhein
  nelme  vorläufig  das
r  lübt  aler  das  hed  l.  sich  zu
bubinlansscen  6.  baiste  zur  Voriu.
  „Vel.  Kenall  der  Abi
  umie  und  auf  den  Tria

  inue  ui  ic  aui

*

  
 
 

  
 
  
  

 

In  der  ir.
ordneter,  die
Köninlant  an.

       
 
 
 
 
 
  

 

ni  4..,  bie  rbalulipdnäre  Be-——————
  Mituel  pewesen.  dem
König  den  Wilen  des  Volles  auszuzwingen.

Trodem  lu.  er  die  Regierung  sür  ihre
Pfli#t,#  noch  hut  dem  Koniglum  zu  versuchen.

Noick;  Indschen

dem  Haunptau:schuß
de  Reichstages.
Der  Hi#u#aurschu  des  Reichstages  hat  am

 

Aus

Rosenhelmer  Anzeiger

gann  mil  der  Erörlerung  der  Verhällnisse  in
den  zrlelten  Gebleten,  namel###lich  der  Verwaltung
  in  Polen.  Die  Verhandlungen  wurden  in
vollem  Umsang  für  vertraulich  erklärt.  Am
Dienstag  mill  man  die  Veratungen  zu  Ende
führren.  Einschlägig  ist  noch  ein  Antrag  sämtlicher
  Parteien  auf  Beseitigung  der  polirischen
Zensur  und  ein  sozialdemokratischer  Antrag  auf
Ausfhebung  des  Pelagerungszustandes.

Zur  nächsten  Reichstagstagung.

Die  Septembertagung  des  Reichstages
mit  gesebgeberischen  Maßnahmen  aur  ia  be
schränktem  Umfange  belaflit  sein.
hicrauf  sind  die  umfangreichen  Personalverä.  OZ

derungen  in  den  Reichsämtern,  denn  begreifli.

herweise  werden  die  neuen  Mäner  in  den  leitenden
  Stellen  sich  eril  in  die  Fragen  einzuarbeiten
  haben.  Aus  diesem  Grunde  wird  jedenfalls
auch  der  Gesetzentwurf  aus  dem  Gebielte  der
Bevöllerungspolitik,  der  während  der  Herblltagung

  dem  Reichs  tag  zugehe  n  sollte,  nicht  meht

zur  Voriage  gelangen.  Der  Nachtragsetat  um
Reichshaus  hallsetat  für  1917  dürfte  zu  Erörterungen
  auch  im  Plen#m  des  Reichstages  mancherlei
  Anlaß,  bieten.
len  naturgemäß  eine  ganze  Reihe  grundsätzlicher
politischer  Fragen.

Zur  Kohlenfrage.

Der  öslerr.  Kriec  geichanesu  in
Wien  beschäfligte  sich  mi#n  dei'r  Lohlenfrage.  Da
bei  wurde  mitgeteiit:  Auf  d  Einsuhr  der  ober
chlesichen  Kohle  lönne  nich!l  versichter  werdes.

Oeilerresch  habe  di:  Last  übernommen.  egen  eine
benimmte  Einfulr  oberschlesischer  Kee  eine
beuimmte  Kohlenminge  aus  dem  nordböhmischen
und  Fallenauer  Rebier  nach  Vayern,  Sachsen
und  preußischen  Hinterländern  auszuführen.
Für  den  Monat  Augum  ist  seitens  des  NReichslommissars
  für  Keblenvertellung  in  Verlin  eite
Menge  von  525  0!10  Tonnen  nach  Ocflerreich
und  290½,200  Tonnen  nach  Ungarn  zgelassen
worden.  Oeuterreich  sagte  die  Ausfulher  einer
Menge  von  301  000.  Tonnen  vöhmischer  Braunlohle
  zu.  Am  30.  Augun  ds.  N#.  werden  die
nötigen  Verllandlungen  mit  der  deutschen  Re
gierung  in  Verlin  gepflogen  werde!,  bei  wel
chen  mit  Nachdrut  eine  Steigerung  der  Einfuhr
bewirli  werden  wird.

Die  Eisenbayntarisresorm.

Verli#-  27.  August.  Der  neue  Eisenbahntarif,
  der  dem  pieus#ischen  Landtag  zugehen  w.rd,
siebt  eine  wesentliche  Erlöhnn  sämtlicher  Ta
rise  für  die  Beiliner  Ning  ,  und  Vororteahnen
vor.  Auck  #i.  Preise  für  M  lonalslarten.  Arbeiter,
  Schüler  und  Kinderlarten  sollen  erhohi
werden.

Berschiesene  Bechriches.

Verlin.  27.  Augan.  Den  Stattverordneten
nird  in  der  nädhen  Sitzung  eine  Vorlage  U#nter.
breitet.  die  den  Bau  :einer  groseen  Ob  und
Gemusehalle  um  21  Millionen  Mar#  vorfiehi.

Berlin.  27.  Augus.  In  dem  Kuüchdors
Kusen  bei  Gardelegen  wurde  die  70  Jahre
aste  Frau  des  Gutsbesitzers  Lenede  von  zwei  I
(#rigen  Burschen  erftochen  und  ihre  31  Jabe
Tochter  erschossen.  Die  Buschen  waren  beim
Betteln  von  Lel#znomnteln  abgewiese#:  worden.
Die  Tätler  sind  geflücht:“.

Leipzig.  27.  Augu.  In  dem  dicttbesetzten
Hotel  „Stad  t  Rum“  brach  ein  Brand  aus,  der
sich  mit  großer  Gewalt  ausbreitete,  und  in  lurzer
  Jeit  den  großen  Dackünhl  des  in  dichter
Nähe  des-  Hauptbahnhois  ge  legenen  Hotels  angriff.
  Durck  den  Brand  wurde  die  im  ziemlich
entfernt  liegene:  Stadttheater  iattfindende
Juriläumsauffr:  ung  der  .9  Broul'  von  Mesii

 

dürste  :

Von  Einflutz

enn  in  dleser  Vorlage  stek-—

  —

1

 

das  Lheater  drang  und  e.  u  Teil  dee  Publi
ltums  ersckredt  flüchtete.  Di.  Urfache  der  Feuers
in  unbelannt.

Laiback,  27.  Augufl.  Der  Kaplan  #r
Abram  von  Villidl  berg  wurde  in  einem  e
tot  aufgefunden.  Die  Erhebungen  ergaben,  dat
Abram  von  einem  Unbekannten  meuchlings
übersallen  und  ihm  der  Hals  durckschnitten  wurde.
  Der  Mörder  raurte  seinem  Opfer  die  Ta-Ickenur.


SB#erische  Rachs#schten

Kaufleuren,  27.  Augast.  di:  G  wmeindeumluge
  in  Kaufheuren  wurde  hüuer  von  90
auf  82  Prozent  des  Sleuersolls  erhöht.  Für
heuer  bleibt  die  vorjährige  Gesamtumlagenhöhe
lestelen:  Katholiten  110  und  Protestame.  105
Prozent.  "

Kürnberg,  27.  August  Am  21.  de.  Mts.
hat  eine  in  der  Prters'traße  aean2  «  jähr.
Strastenwärterswiwe  Pilze  gesamme  t,  zahause
zubereitet  und  mit  ihrer  37  jähr.  Tochter  und
ilrem  8  fähr.  Enieltind  verzel#rt.  Durch  den  Geuß
  dieser  Pilze  erlrankten  die  drei  Personen.
Die  alle  Frau  wurde  von  geringem  Unwohlsein
befallen,  der  8  jähr.  Knabe  vertarb  aber  am  24.
August  nachmittags,  seine  Muter  tags  darauf.

 

Aschaffenbur  9,.  27.  Ang.  Ein  Winzer  aus
einem  in  der  Näh:  von  Mainz  aelege.en  Dorse
verlaufte  im  Herbit  191ö  ein  Stu  neuen
Wein  zum  Preise  von  950  Marl.  Der  Wein
liect  heute  noch  im  Keller  des  Win:er:,  hat
aber  im  Laufe  von  acht  Monaten  nicht  weniger
als  sea  smal  durch  Weilerveriauf  den  Besitzer
gewec  seit.  Durch  diesen  Kettenlzandel  ist  das
Stü  Wein  jeßtzt  auf  den  Preie  von  4501!  Mark
mkommen.  Von  den  sec#  Käufern  hat  allo
jeder  ohne  wmeitere  Arbeilt  seine  601  Markl  nahezu
  verrienl.  Datei  b#  aupteren  Eingeweihte
dan  lei  einem  nodmalig:  uiu  Weilerveriauf  der
Wi  in  sicer  auj  500  Mark  zu  liehen  komme.

Dieser  eine  Küall  ill  indes  daratterilisch  für
uselen  essmten  Weinaidel.  Wie  übderall
träg:  aud  hier  der  ungesunde  Keltenhandel  die

Hunptichule  an  der  N##-  Vertenerung  der
Weine.

 

Geozlande.

Kufstein,  27.  Das  österr  Eisen
babnminicttum  besan##seit  einiger  Jeir
mil  der  Frae  der  Itai  Sinf  führung  eines
eine  esa  räniten  Vronr.  ziu.  jahrplanes  jür  den
Fall.  als  die  Verlänimise  der  Kohrtenvertraung
  eine  jolche  Einichränkun  des  Zuagsver
kehrs  erfordern  sollten.  In  dem  eiende
ic  ränlten  Fabrplan  würden  naur  für  wichtige
Fernv-  ri  indungen,  wie  zwischen  Wien  und  dem

Deulis  en  Reich,  Ungarn.  Gallgen  den  Sud#
ten=  und  Alpenländern  auf  den  H’mpllinien
je  ein  oder  högitens  zwei  Scwiellzjugspanre  täg
li4  verlehren  und  im  übrigen  der  inländische
Fernveriel#-  i:  der  Haurtsack-#  durch  Perionen
süge  vermitteli  werden.  C#s  i  jetbitrernänd

„Autut.

 

lis.  du  ein  solcher  Fahrplan  leinen  Naum
für  Verguüanns  und  sonflige  überilussige
Neisen  bieten  wird,  dai,  aber  andererseits  der

beredllin#ten  Ansprüchen  k.erer,  die  reiben  müs
sen,  durd  eine  sollie  Masinahme  weil  besser
entsprocken  werden  ka##nals  Uri  der  bieher
geübten  Herausnahme  einzelner  Züge  aus  dem
Lereite  b#ieh#unten  Fahrplan.

Bagerüches  Oberienz.

Vom  Tandc,  27.  Auguit.  Ein  Schweine
mord  wird  für  den  heurigen  Herbi  wieder  ange- 



Miltwoch,  29.  August  1912
Maktregeln,  besonders  durch  die  niedrigen
Höch'slpreise  für  jüngere  Maitschweine,  die
Schweineleflände  ohnehin  wegigstens  in  Bayern
erheblich  zurlägegangen,  da  sich  bei  einem  Verlausepreis

  von  etwa  mehr  als  60  Mark  für

den  gentnet  die  Zucht.  duichaus  nichi  mehr  renliert.
  Immerhin  wurden  im  ganzen  Reiche  am
1.  Zmii  noch  fast  13  Millionen  Stü.l  gezählt.
Nun  ist  die  Fütterung  und  Mästung  eines  derartigen
  Schweinebe#tandes  nicht  moglich  ohne
Beeinträchtigunn  rer  Brot  und  Kartoffelversorgung
  von  Heer  und  Bevölkerung.  Um  die
Versuchung  nichi  zu  groh  werden  zu  lassen  Getreite,
  Karloffel  und  Milch  zu  verfjüttern.  soll
mit  den  Voritenträgern  gewalisam  aufgräumt
werden.  Viese  Besitzer  halten  die  Tiere  noch
in  der  Hossunng,  auch  in  diesem  Jahre  wieder
Gerne  und  Kartoffeln  zur  Fülrcrung  freizuleiommen,
  eine  Hoffnung.  die  sicherlich  nicht  erfüllt
  werden  wird.  Es  ist  deshalb  den  Land.
wirten  nur  zu  raten.  rechti:  itig  an  die  Absto-Hung
  ihrer  Schweine  zu  denken,  wenn  Zwangsmaßregeln
  vermieden  merden  sollen.
Traunstein.  27.  Augun.  In  die  von  der
biesizen  Polizei  kurzlich  ausgedecte  größere  Le
bensmitlelschiebung
sind  nach  weiteren  Ermittlungen  außer  den  le
reits  genannten  Personen  noch  weiter  verwilkelt:
der  Bielhändier  Franz  Finsterwald,  der  ehemalige
  Viehhändler  Louis  Hizer.  Franz  Branhanu:
ser  und  der  Meger  und  Ganmirt  Werlberger.
von  Mahing,  bisbheriger  Wieheinläufer  des
Fleischversorgungsrerande  Fraunttin.

Uusuützung  dei  Wasserkräfte.

Es  ins  zutressend,  das.  in  der  Vundesra1
verordnung  über  Aluminium  vom  16.  Mai  de.
Jahres.  Reitsgesetzblatt  Seie  406)  dem  Reichekanzier
  die  Genehmigung  zur  Errid  tung  vo.
Anlagen  zur  Hi##telln  mma  von  Alumi  zium  und
dessen  Vorprodutten  Lonerde  ung  To-  lerdehn:
drat  übertragen  worden  i#  Der  Erlaß  dieier
Verordnung  betultte  auf  folgenoden  i#  der  bei
gefürten  Bunderatsdrud#sache  näher  dargiilen
ten  Erwägungen:

 

Die  deutiche  Aluminiumerzeugung  benug  vor
dem  Kriege  jährlid  etwa  800  Tonnen.  Da  seit
Kriegsteginn  die  früher  sehr  erlieblicke  Kupfereinfulr
  sast  Kanz  in  Wegsall  gelommen  it,  hat
Aluminium  in  weiteitem  Maß=  als  Erjatz  für
Kupfer.  sowohl  für  u  mnittelbare  Kriegswee
wie  für  induttrielle  Zwecke  Berangezogen  werden
  muisen.  Da  die  Einfuhr  von  Aluminium
aus  dem  einzigen  in  Frage  komme  nden  Bezugs.
lande,  der  Schweiz,  sich  nur  in  gewisien  Gren
zen  sleigern  ließ.  mus  te  auf  die  Erhöhung  der
cigenen  Erzeugung  hi  ngewirlt  werden.  Es  sind
deshalb  mit  itarter  finanzieller  Wertteiligung  des
Reichs,  das  hiefür  über  20½  Millionen  Mart
aufwendet,  mehrere  Aluminiumwerke  in  9  Deutsl
land  neu  errid###tet  worden,  die  eine  Gesamtlei
flung  von  450.0  bir  50  000  Tonnen  jährlich
boraussiith  tlich  ergeben  werden.

Damit  wird  der  Bedarf  Deutschlands  sowohl
für  Kriegszwede  wie  im  Frieren  an  Aluminium
voraus  ösichtlich  gedeckt  sein.  Ob  der  deuüsch

artt  für  eine  noct  weitele  S  Steigerung  der  Alu
miniumerzeugung  aufnahmesähig  sein  würde,
mus  bezweifelt  werden.  Auj  die  Auofuhr  von
Aluminimm  nach  dem  Audlunde  für  die  Friedenszeit
  dürfen  besonders  hobße  Erwartungen
deshalb  nicl  gesetzt  werden,  weil  auch  im  Aus
lande  überall  während  des  Krieges  die  Aluminiumerzeugung
  ganz  auferordentlich  gesteigert
worden  ist,  (die  Welterzeugung  i3l  e  nschlieölich

Deutscklands  von  68  000  Tonnen  auf  rund
200  000  Tonnen  geniegen).  Dazu  kommt,  daß
die  ausländislen  Werle  sämtlich  mit  bülliger

 

für  Reichenhaller  m-Montag

  seine  Veratungen  forigreh  Er  be-  n“  empfindlich  ge  heflört,  dalder  Sranegeruch  i.  hlündigt.  Zwar  sind  durch  die  behördlichen  ]  Wasseriraft  arbeiren,  während  ein  Teil  der

f·  —  elend  auskahen,  glaubte  ich  „Micn=  noch  in  dem  Atem  und  heiferer  Summe.  Und  wäh-  teiten  in  au  FrEkrmenn  S  S-Von

  einsaämen  enschen.  letzter  Stunde  absetzen  zu  müssen.  Hoffent-  rend  seines  Sprechens  war  ee  ihr,  als  wenn  Gesucht  rten  almn  #nklich  funen  konnen,
lich  übermannt  Sie  eine  Schwäche  nicht  von  man,  ihr  Herz  gertretc.  *—  10  Ihm  #u  nicht  Zzu  sagen.  Ader

Komun  don  Fritz  Ganger

45  #a  verdnts#  1
9.  Kapitl.

Die  erilen  Klänge  der  Ouvertüre  3u1  „Mignon“

  #unichten  im.3  den  weiten  Maum  des

Opernam  it  dem  (MMnchhluge  hatte
blamilmainer  den  Talmmoz  genoben.  In
eirsemime  wer  man  die  Wntlichlein  selbn,
hier  giszz  alle  e  am  Schnurchen.

eder  d#n  Beicher  ima  inohl  davon  überzeugt.
  ###er  %ner  onßte,  mit  welcher  Besorg.
nis  man  hiuter  kulissen  der  heutigen
Aufjunritmn  eimten

Görn  irat  *  #ddegon  jeur  zum  dritten  Male
zu  UOlerute.  Der  Mann  hatie  tiefe  Falten
auf  der  Stirn.

„ühten  Sie  siäh  nun  wohlcr.  Fräulein  Reimaru
  "  ertundiole  er  sich.  d  als  er  in
ihr  Gei  icht  jah,  nhr  er  bestürzt  sort:  „Mein
Gott,  e  haben  ja  noch  keine  Farbe!  Was
für  Geichichten  machen  Sie  uns  nur!“

Er  raume  in  dem  Zimmer  einige  Male
aus  und  ab  und  inhr  sich  durch  das  Haar.
Jeder  Nerv  in  ihm  schien  in  Nustegum.

leonore  suchte  ihn  mi:  einem  Lächeln  zu
beruingen.  Sie  legte  ihre  Foeolle,  in  der  sie
geblatzert,  auf  den  Tisch  und  sag

ine,  leine  Sorge!  Die  eioe  kommt
schon.  wenn  ich  auf  der  Bühne  siehe.  Und
auch  sonst  sollen  Sie  mit  mir  zufrieden  sein!“

Das  klang  so  ruhig  und  ibeerzeugend,
daß  der  Regisieur  aufatmend  stehenblieb.

Zolt  sei  Dant!“  rang  es  8  über
leine  Lippen.  „Als  Sie  vordin  lo  erbärm#.

 

 

 

neuem:?“

„Nein,  wirklich  nicht!
kommen  erubigt  sein.“

,*  war  es  denn  nur  bei  Ihnen?“
ries  Regisseur  nun  schon.  „Gar  Lampen-=fieber


1  Voorscheinlich-,  entgegnete  sie  und  lächelt#e

Sie  dürsen  voll-Als

  sie  wieder  allein  war,  begann  sie  en
gemessenes  Auf=  und  abschre  iten.  Ihr  Gelich
war  und  starr.  Es  schien  wie  aus  rnn
hemeißell.  Und  binter  eel  poben.  kloren  Stirn
tobte  doch  im  wildesten  Aufrubr.  Sie
durchlelee  im  Geiste  immer  wieder  gine  Viertelstunde
  des  verflossenen  Nachmittag

ie  hatte  daheim  ihre  Vorvebestungen,  zu
ihrem  Auftreten  getrofsen,  als  ihr  durch  einen
keemden  Menschen  ein  Brief  überbracht  worden

Wit  einem  eigentümlich  bangen  Gefühl  und
mit  zitternden  Handen  ölfnete  sie  ihn.  hre
Augen  hafteten  über  die  krausen  Echeiftzunms

o  traus  und  wirr  wle  diese  war  auch  der
Inhalt.  Sie  wurde  von  Wolfgang  Warnick
gebeten,  zu  einer  Aussprache  in  ein  bencchbartes
  Cass  zu  kommen?  a.  wie  denn!
War  denn  der  Schreiber  dieses  Briefes  heute
morgen  nicht  verreist?  r  hatte  doch  von
dieser  Absicht  gesorochen!

Sie  gin  Hoor,  Tausend  unbeantwortete
Fragen  tanden  in  ibre  Sinn.  Und  ihr  Herz
umssnürte  eine  beiste

wollte  er  1e

Sie  erluhr  ½  obne  Umschweise  von  ihm.

lich  überbüürienb.  mit  fllegen= 



as,  was  sie  gestern  bei  dem  Abschied  in
der  Leipzigerstraße  Lur  ungewiß  geahnt,  zeigte
nun  sein  wahres  t.

Dem,  der  so  tonsüs  und  stammelnd  redele,
der  mit  helßen,  flackernden  Augen  vor  ihr
stand  und  nach  dem  Mädchen  forschte,  das  er
daheim  nicht  gefunden,  gehörte  ihr  ganzes
Denken  eund  Fühlen,  ihr  ganzes  Sein.

iner  grellen,  blendenden  Klarheit
kam  it  diese  Erkenntnis.  Greller  und  blendender
  konnten  zenersc  nicht  sein.

Und  er  such  ch  einer  anderen!
kegesblseian.  r  e  sie:  „Ich  werde
dir  nichts  sagen  #uche,  suche!  Datan  kann
Aber  dir  den  Weg

ich  dich  niht  hindern.

weisen?  Ich?  Nein,  das  radie  ich  nichtl

Denn  ich  will  dich  jal  Du  sollst  mein  sein!“
Und  daneben  lohte  ein  glühender  Haß

gegen  die  andere  ihres  Geschlechts  in  ihrer

Seele  auf.
Und  der  lohte  noch.  Der  fraß.  Der  sollte
Sie  hatte  bis  zur  Stunde  nichts  ge-Nie
  hatte  sie  verstanden.
datz  Menschen  einander  hassen  können.  Nun
verstend  sie  es.
andere  vom  Nichtsagenwollen  wat
nur  für  Senneden  in  ihr  gewesen

Wozu  half  ihr  das  eretn

Sie  rafite  sich  auf  und  sprach:

„Gewiß  kann  ich  Ihnelr  Lzunft=  geben.
Wir  haben  zusammen  die  Ausstellung  besucht
und  nachüer  gemeinschaftlich  zu  Mittag  ##.

essen.  Dann  ist  mein  Bruder  mit  Ihten  Be
konnten  nach  der  Nationalgalerie  gegangen.
Sie  wollten  spater  noch  andere  Sebenswürdla- 



 

wenn  Siecnd)  1#ull-  heine  abend  sich  geLulden
wollen.  u  n  Mein  Bruder  hat
mit  dn  ien  leen  U#flogeluchter  den
Besuck  é  in  Allpiucht  genommen.  Uin
Planz  1  #n  in  nch  frei.  Wenn  Sie
wolien  ic;  bdiür,  daß  Sie  ihn  betonii.


GCeu“:  #  und  leldenschaftslos  sagte  lie
ihm  d5.  fseine  erregt  gesprochene  Zuslimmin#
  niderte  sse  mit  einem  Nicken,  das
von  anem  uuten  Lachrin  begleitet  war.

A#ll  ihren  Stol)  mußte  sie  zujammenreißen,
  um  so  sein  zu  konnen,  um  ihm  nichto
äu  eior  n  bron  dem,  was  ihre  Secle  beben
maci

i  am  liebsten  hätte  sie  ihn  mit  beiden
Armen  unischlingen  und  ihm  sagen  mögen:
„Warum  willst  du  »mich  ehte  Vergiß  die
Es  ist  auch  so  nutzlos,  sie  zu  be-Ich
  dhabe  gesehen,  daß  du  ulchte  zu
hoffen  hafr!“

Ja,  sie  wußte  das.  Das  furze  Beisammensein
  in  der  Aussteltung  und  nuchher  während
  drs  Mittugsmahles  batte  ihr  gezeigt,
daß  Romam  für  DHo#st#  esgand.

Aber  wozu  dauon  reden!  Er  mürde  es
selber  sehen.  Und  da  war  zum  Stolz,  zum
keuschestlen  welblichen  Stolz  ein  warmes  Bedauern
  für  Woligong  gekommen,  der  nun  auch
bald  eine  Cultanzschung  ericben  mußste,  die  er
wohl  schon  ahnte.

Daheim  brach  dann  ihre  Beherrschung  zusammen
  wie  eiwas  Morsches,  dem  der  letzte
Kütnde  PWeellg  e  itrilleni  klnitirdr

olg

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