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Herba Lobeliae. — Lobelienkraut.
Die getrockneten, gegen Ende der Blütezeit gesammelten,
oberirdischen Teile von Lobelin inflata J/%%
Der furchig-kantige, im unteren Teile oft rotviolette
Stengel ist rauhhaarig. Die Blätter sind einfach, wechsel—
ständig, blaßgrün, fiedernervig, die unteren bis 7 ein lang,
länglich, stumpf, in den kurzen Blattstiel verschmälert, die
oberen kleiner, eiförmig bis lanzettlich, sitzend, alle ungleich
kerbig gesägt und beiderseits zerstreut behaart. An der Spitze
der Zähne tragen sie helle, drüsenähnliche Warzen. Die in
beblätterten Trauben angeordneten Blüten sind etwa 7 min
lang, fünfzählig. Die Kelchabschnitte sind lineal oder pfriemen—
förmig, abstehend. Die weißliche oder hellbläuliche, fünf—
zipfelige Blumenkrone ist zweilippig, die Oberlippe bis zum
Grunde gespalten. Die Staubblätter sind im oberen Teile
miteinander verwachsen und umschließen den Griffel. Die
bis 5 mm dicken, unterständigen Kapseln sind häutig, umgekehrt-eiförmig,
zehnrippig, zweifächerig und vom Kelchreste
gekrönt. Sie enthalten zahlreiche, sehr kleine, braune, läng—
liche Samen mit netzig-grubiger Oberfläche.
Lobelienkraut riecht schwach und schmeckt anfangs schwach,
dann scharf und kratzend.
Vorsichtig aufzubewahren.
Größte Einzelgabe 0,1 g.
Größte Tagesgabe 0, 3 g.