Metadata : Die Schlacht bei Forbach und die Wehrkraft des deutschen Volkes.

Staates.  Sie  kannten  nichts  als  die  Arbeit  für  den
Staat,  und  die  Verherrlichung  ihrer  Person  war  ihnen
widerwärtig.  Sie  haßten  alles  höfische  Getriebe  und
waren  bis  zur  Undankbarkeit  sparsame  Verwalter
der  Staatskassen.  Leider  stand  Friedrich  als  Erschaffer
  von  \Verten  hinter  dem  Vater  zurück.  Der
Vater  schuf  lebendige  Kräfte,  von  denen  wir  heute
noch  leben,  und  der  Sohn  schuf  tote,  die  mit  ıhm
eingesargt  wurden.  Seine  alten  Fehler,  der  Eigensinn,
  die  Rechthaberei  und  die  Sucht,  alles  allein
zu  machen,  auf  deren  Konto  schon  eine  Anzahl  verlorener
  Schlachten  und  anderer  Mißerfolge  stand,
vergrößerten  sich  ım  Alter  und  bereiteten  die  Katastrophe
  vor.  Wie  wohltätig  wäre  dem  alten  Herrn
die  Beschränkung  durch  eine  standhafte  und  einsichtsvolle
  Behörde  oder  Volksvertretung  gewesen.
Ir  hatte  mit  Minoritäten  die  größten  kriegerischen
und  friedlichen  Erfolge  errungen  und  mußte  am
Lebensabend  erschrocken  den  Wechsel  der  Dinge
erblicken.  Die  gänzliche  Unbeschränktheit  konnte
auch  er  nicht  vertragen,  trotz  seiner  Geistesgröße
und  persönlichen  Sclbstlosigkeit;  sıe  führte  ihn  und
den  Staat  auf  den  Weg  des  Verfalls.  Namentlich
das  Leitmotiv  des  Vateıs,  die  Kontrolle,  übte  er  in
vorgerückten  Jahren  gar  nicht  mehr,  da  ihm  die
Zähne  ausgefallen  waren.  Die  Kontrolle  ıst  aber  die
Seele  des  Regierungsgeschäftes.  —  Zu  den  dringend
reformbedürftigen  Schattensciten  der  Monarchie  gehört,
  daß  das  ganze  Volk  die  Jugend  und  das  Alter,
das  \Verden  und  Vergehen,  und  andere  Unpäßlichkeiten
  des  Fürsten  mitzumachen  verurteilt  ist.  Mit
Tiiktionen  läßt  sich  diese  Achillesferse  nicht  lange
mehr  verdecken.  \Venn  auch  von  keinem  Fürsten
das  Genie  dieser  Männer  verlangt  werden  kann,  so