Nummer 207
leu und sonstigen Angaben, Zielbezeichnungen,
Fachausdrücke. Und bedenkt ferner, wasr für
weitere Schwierigkeiten und Fehlerquellen ent-Itehen
können, falls der Mann, der nie Soldat
war, im Feuer ängstlich wird, salsch versteht,
falsches weitergibt und wichtiges fortläßt!
Das verlangt auf die Dauer stärkere
Neren, als das schlimmste Feuer, denn kontrollieren
könnt Ihr ihn nicht immer und nicht
ganz!
Es sind meistens levantische Juden, Griechen
usw., die eine französische Schule besucht haben,
und die vor dem Krieg meistens Kaufleute
waren. Gröhtenteils sprechen sie französisch,
griechisch und türkisch, einzelne auch deutsch.
Große Helden sind sie begreiflicherweise meislens.
nicht, aber gut zu brauchen auch auf dem Büro.
Natürlich darf man nie deutsche Begriffe und
Anforderungen zu Grunde legen! Junge Türken
oder Deutsche als Dolmetscher sind natürlich
sehr rar. Es gibt auch eine Anzalil türkischer
Offiziere, die ganz gut deutsch oder frankösisch
sprechen. Aber die sind natürlich lediglich für
Dolmetscherdienste in der Front zu lostbar.
Kurz, nicht einmal das ist einfach hier, was
in Deutschland als irgendwie schwierig überhaupt
gar nicht in Frage kommen würde. Vom ersten
bis zum letzten Schritt tauchen hier Schwierigkeiten
auf, die man zu Hause gar nicht ahnt!
Natürlich müssen sie überwunden werden und
sie werden auch tatsächlich überwunden, aber
so kostet auch das scheinbar Einsachite von der
Welt schon sehr viel Mühe, Arbeit und Nerven.
Umso mehr Anerkennung gebührt daher
dem Bedeutenden, was trotzdem geleistet und erzielt
wurde! C. W.
Die Frage der Frledensvermitlung
durch die Schwelz.
Bern, 22. Dez. Im Nationalrat legte
Wreulich-Zurich namens der sozialdemokratischen
Fraktion folgende Interpellation vor: Gedenkt
der Bundeerat allein oder mit den Regierungen
, anderer Länder den Kriegsührenden seine guten
Dienste anzubieten zur baldigen Herbeiführung
eines Wafsenstillstandes und zur Einleitung von
Friedensverhandlungen? Als Ches des politischen
Departements antwortete Bundesrat Hofsmann
auf die Interpellation mit folgender Erktlärung:
„Wir verstekhen das tiese Friedensredürfnis,
das in unserem Volle empfunden
wid, und teilen die sonstigen Wünsche nach einer
baldigen Beendigung des schrecklichiten Krieges,
den die Weltgeschichte lent. Unser Land
leidet gewaltig unter dessen Folgen. Es ist indessen
nicht allein oder auch nur an erfier Stelle
unser eigeneo Interesse, das den Beißen Wunich
nach Frieden hervorruft. Wir sehnen ihn herbei
aus rein menschlichem Empfinden im Anblick
des unsagbaren Elends, das der Krieg verursacht,
und der Wunden, die er geschlagen, sowie
des unbarmberzigen Zeritörungswerles, das er
an einer Kultur vollbracht hat, auf die wir bis
vor kurzem so stolz gewesen sind. Wir achten
also die Gefühle, aus denen die Anfrage der
Interpellanten hervorgegangen ist, und erkennen
gerne die mahvolle, ron humanem Geist
getragene Vegrundung der Interpellation an.
Soweit sie dagegen dahin zielt, eine direlte
Friedensaktion des Bundesrate erbeizuführen,
müssen wir unsere Vorbehalte machen. Ein solcher
Schritt ist zum voraus dem Mißerfolg geweiht
und der Mißdentung ausgesetzt, menn und
solange nicht auf beiden Seiten der kriegsührenden
Parteien die dem Friedensbedürfnis entgeenstehendgen
Widerstände durch eine im eigenen
Land vollzogene Wandlung der offentlichen
Meinung ohne fremdes Zutun überwunden sind.
Ist diese Wandlung noch nicht vollzogen, so
müssen nicht nur alle fremden Interventionsbestrebungen
auf dürres Erdreich fallen, sondern
werden geradezu als lästige, wenig freundschaftliche
Einmischung empfunden und loônnen der
Sache des Friedens sowohl als auch den zwischenstaatlichen
Beziehungen zum Schaden gereichen.
Es ist eine Sache der individuellen Auffassung,
ob der Wille zum Frieden kräftig ein.
gesetzt und zu einem auoreichenden Ergebnis
geführt hat. Der Bundesrat hält dafür, daß
das heute noch nicht der Fall ist. Man wird
ues verstehen, wenn er in der Darlegung der
Gründe, die zu dieser Auffasung der Sachlage
führen, an diesem Orle noch nicht eintreten kann.
Dessen aber dürfen wir Sie versichern, daß wir
mit gespannter Aufmerksamkeit die Entwickelung
der Dinge verfolgen und uns glücklich schäen
würden, wenn unser kleines Land, getragen von
den Sympathien, die es mit den kriegführenden
Nationen verbinden, getreu seiner traditionellen
neutralen Stellung, in völliger Uneigennügigleit
auch nur in bescheidenem Maß dazu beizutragen
vermöchte, den ersehnten dauerhaften
Frieden herbeizuführen.“ Ueber die Antwort
des Bundesrates sand leine Erörterung statt.
Greulich erllärte sich von der Antwort des Bundesrates
befriedigt.
Berschiedene Nachrchlen.
Münster, 22. Dez. In der Zweigstelle
des hiesigen Artilleriedepols brach gestern abend
ein Feuer aus. Dabei explodierte auch eine An-Lahl
der dort lagernden Geschosse. Da sich die
——
einzeln lagernden Geschosse naturgemäß erst allmählich
erhitzten, zogen sich die Erplosionen
durch mehrere Stunden hin; dabei zersprangen
in den angrenzenden Stadtteilen zahlreiche Fensterscheiben.
Auch wurden einige umliegende
Baulichkeiten leicht beschädigt. Menschenleben
sind nicht zu bellagen.
Konstantinopel, 21. Dez. Die Presseleitung
teilt über eine millags im Lager von
Explosiostoffen bei Haslöi am Goldenen Horn
erfolgte Errlosion solgendes mit: Einc gewisse
Menge von Dynamit, die dadurch rerdorben
war, daß sie ine Wasser gefallen ist, ist zusällig
xplodiert. 5 Soldaten und 10 Jivilpersonen
aus einem der lenachbarten Häuser wurden getötet,
eine Anzahl Jivilpersonen verletzt, die
meisten leicht durch Glassplitter. Infolge der
Explosion entstand ein Brand, dem jedoch nur
ein einziges Haus zum Opfer siel.
Sei- und Persondlnachrichlen.
München. 22. Dez. Der König hat den
Wunsch ausgesprochen, es möchte mit Rücksicht
auf den Ernst der gegenwärtigen Kriegszeiten
die Feier seines Geburtsfestes am 7. Januar
1916 ausf Feitgotteesdienste beschränkt werden.
Auch soll mit Nücsicht darauf, daß das Ceburtesest
des Königs mit dem Jahreswechsel
zeitlich sehr nahe zusammentrifft, von der Darbringung
gesonderter Glückwünsche zu jedem dieser
beiden Feste abgesehen werden.
münchen, 22. Dez. Erbprinz Albrecht ist
in Begleitung des Hoffaarschalls Grafen zu
Pappenbeim und des Hauptlehrers Breg zum
Besuch seines Vaters, des Kronprinzen Rup-Frechl,
nach dessen Hauptquartier am wesllichen
Kriegsschauxlatz abgereist, um dort die Weihnachtstage
zu verbringen.
Münchener Neuigkeilen.
München, 22. Dez. Wir brachten jüngst die
Mitteilung, daß eine Haushälterin aus der
Erkschaft ih#res verilorbenen Dienstherrn, eines
Steinmetzmeisters, mehr als 80000 Ml. unterschlagen
habe. Die Voruntersuchung ist nun
atgeschlossen. Die Verhandlung gegen die Haushältecin,
ihren Vater, einen Bäckermeister in
Reichertshofen, der das Geld in seiner Wohnung
versleckt hielt, und gegen einen Rechtsanwalt in
München, der gegen ein Honorar von 20100
Mark einen Bansschein auf 400½010 Ml. sälschte,
nürfte Mitte Januar vor dem Langgerichte
München! stattfinden. Das Gebaren der Haushälterin
ist um so verwerflicher, als ihr der verstorbene
Erblasser außer einigen Oypotheken ein
Haus in der Daiserstraße und 20 11)0 Ml. bar
schenkte.
Bayerische Nachrichten.
Weitnau, 22. Dez. Vergangene Nacht ist
die Schule in Eitensberg, Gde. Weitnau, abgebrannt.
Die Schule wurde voriges Jahr vollsiändig
umgelaut und erweilert. Man nimmt
an, daß das Feuer durch einen Schaden des Kamins
entstanden ist. Sehr zu bedauern ist die
Lehrerin, der nahezu ihr ganzes Mobiliar verbrannte,
darunter namenllich ein Klavier, dassie
sich erst kurzlich neu angeschafft hatte.
Geschworeneuliste für den Amisbezlks
Rosenheim.
Rosenheim, 23. Dezember.
Für das Jahr 1916 sind im Amtsbezirk
Rosenheim als Geschworene vorgeschlagen:
Schrettenseger Joses. Architelt in Rosenheim,
Paul Benedilt, Kaufmann in Neubenern. Dettendorfer
Johann, Bauer in Haus. Feicht Jobann,
Bäckermeister in Fischbach. Wendl Georg.
Gastwirt in Nosenheim. Keindl Josef. Gastwirt
in Niederandorf. Krichbaumer Mar, Gastwirt
in Rosenheim. Vodermeier Andreas, Gastwirt
in Persdorf. Gariner Josef. Bauer in Rachelsberg.
Wiesbock Georg. Bauer in Hotlzham.
Straßer Josef, Gastwirt in Riedering. Gralichler
Johann, Gastwirt in Rosenheim. Waller
Josef, Gastwirt in Reisach. Habbach Josef,
Konditor in Rosenheim. Lernbecher Franz, Privalier
in Rosenheim. Obinger Georg, Bauer in
ingkuch. Sonnendorser Josef, Bauer in Lauterbach.
Danner Georg, Bauer in Hintersleinlerg.
Kiener Georg, Bauer in der Au. Ebner
Lorenz, Privatier in Rosenheim. Berger Josef,
Bauer in Bamham. Eder Jalob, Gaftwirt in
Rosenheim. Kalteio Wunibald, Spediteur in
Rosenheim. Darlberger Johann, Bauer in
Darllerg. Holzner Christoph. Mühlbesizer in
Krotlenmühl. Garnreiter Josef. Bauer in Wieden.
Schmidt Josef, Privatier in Rosenheim.
Haimerer Josef, Oekonom und Sägwerksbesiter
in Rohrdorf. Göpfert Simon, Kaufmann in
Rosenbeim. Loferer Sebastian, Bauer in Aigen.
Fürst Josef, Maurermeister in Söchtenau. Stufser
Michael, Sägwerksbesiher in Siegharting-Luber
Johann, Bauer in Friesing. Werdalh
Setastian, Jiegeleibesitzer in Thannsau. Niedermeier
Baltliasar, Bürgermeister in Aising.
Stöckl Georg, Bauer in Haidbichl.
— —— ..
—.—
Kommunales.
Sitzung des Kolleglums der Gemeinse#=Bevollmächtigten
in Noseng###mam
Mittwoch, den 22. Dezember 1915,
vormitlage 120 Uhr.
Anwesend: 17 Mitglieder.
Vorsitzender: GB. Finsterwalder.
Vermächtnie zum Bürgerspital.
Die Stationsmeisteronitwe Magdalena Seesried
hat dem Bürgerfpital 4000 Mk. vermacht,
unter der Bedingung, daß ihr Grab 40
Jahre unterhallen und gerflegt wird. Wie der
Magistrat nahm auch das Kollegium dieses
Vermächtnis mit Dank an.
Stiftung eines Nagelungs-Wahrzeichens.
Der Vorsitzende teilte den Magiitratsbeschluß
über die Stiftung eines Nagelungs- Wahrzeichens
mit und lud das Kollegium ein, dem
Magistratsbeschluß beizutreten. Kosten für die
Stadt seien nicht damit verbunden.
GB. Göxfert: Wir enthalten uns dieser
Maßnahme, in der wir nur überschwenglichen
Patriotiomus sehen. Es gebe viele Leute, die
nicht in der Lage wären, da mitzumachen. Die
Sliflung eines eisernen Wahrzeichens sei nicht
notwendig, da jeder für sein Leben genng an
den Krieg erinnert werde und die Geschichte
die schwere Zeit mit blutigem Griffel feithalte.
Auch gebe es gar viele, die sich nicht in das
„Eiserne Buch“ eintragen könnien, im Kriege
aler vielleicht mehr erduldet hätten als andere.
Ohne weitere Debatte wurde dann mit allen
gegen drei Stimmen dem Magistratsbeschluß
zugeslimmt.
Bildung der Armenräte.
Die am 1. Januar in Kraft tretende neue
laperische Armengesetzgebung macht die Bildung
von Armenräten eriorderlich an Stelle
der bisberigen Armenpflegschaftsräte. Auch die
Heranziehung von Frauen in den Armenrat lt
sestgelegt. Nach dem Beschluß des Stadtmagistrates
sollen je drei Magistrats= und Kollegiumsmitglieder
dem Armenrat angehören. Die
aus den Wohltätigfeitsvereinen der Siabt zu
wälllenden Mitglieber, darunter auch Frauen,
sollen acht betragen und noch vor Jahresschluß
in einer Kumulativfizung beider Kollegien gewählt
nerden. Mit diesen Vorschlägen iit das
Kollegium einveritanden. Der Magiitrat wählte
aus seinen Reiben N. Kürzinger und die
Magistratsräte Grabichler und Kollmann als
Mitglieder des Armenrates. Für das Koilegium
der Gemeindebevolimachtigten brachte der
Vorsitzende die bisberigen Armenrilegschaftsräte,
GV. Schmidt, Schrettenseger und Schustetier
in Vorschlag. GB. Göpfert meinte, daß
am besten als Armenrat auch ein Arbeiter in
Betracht kommen sollte und brachte GB. Geistaller
in Vorschlag. GB. Geynmayr häll diestaller
in Vorschlag. GB. Geymeyr hält dieergab,
daß die GB. Schmidt und Schrettenseger
mit 17 und Schustetler mit 11 Stlimmen
gewählt wurden, natrend auf den GB. Oeistaller
5 und auf GB. Vreitenhuber 1 Slimme
entsiel.
Anschluß an das Gasrohrneh.
Hauptlehrer Schneller unterbreitete ein Gesuch
um Anschluß seines Anwesens Prinzregentenstraße
59 an das Gasrohrnetz. Insbesondere
fragte er nach der Hôhe der Garantie,
die er für den Anschluß zu übernehmen häne.
In der Kommission war beantragt, eine Garantie
für Gasabnahme in Höhe von jährlich
6 Ml. auf die Dauer von drei Jahren seftlzusetzen.
Dieser Antrag wurde jedoch in der
Kommission mit Stimmenmehrheit abgelehnt.
Dagegen hat der Magistrat mit allen gegen
eine Stimme diesem Antrag zugestimmt, mit
der Maßgale, daß die erforderlichen Mittel in
Höhe von 60/0 Mk. aus laufenden Mitleln gedecit
werden.
GB. Wendl erwähnt, daß die jetzigen Interessenten
für Gas, damals, als? die Leitung
zum Baumann-Anwesen gelegt wurde, nichts
davon wissen wollien. In der Kommission sei
man davon ausgegangen, daß über kurz oder
lang auch der Anschluß der Häuser in der Hohenzollernstraße
solgen wurde. GB. Schmidt
meint, daß man zustimmen müsse, wenn man
lonsequent bleiben wolle, nachdem man auch
die Zuleitung des Gases in die Dr. Hesner=Straße
genchmigt Lale. Die Werle lönnten
aber nicht dauernd unrentabel arbeiten, man
müsse mit diesen Arbeiten auch ein Geschaft
machen. Deshalb empfehle er, die gesorderte
Garantiesumme für Gas von 611 auf 80 Mk.
und die Zeil von drei auf fünf Jahre zu erhöhen.
GB. Göpfert sprach ebenfalls fur eine
Rentabilität der Werke. In diesem Sinne ging
die Debatte noch länger hin und her, bis schließlich
GB. Schretlenseger meinte, um Beträge von
mehreren Lundert Mark würde man stunden-.
lang debattieren, wo es sich aber um Tausende
bandele, sei man in einigen Minuten sertig.
Schließlich wurde der Antrag Schmidt mit
12 gegen 5 Slimmen angenommen.
Freitag, 24. Dezember 1915
Etatsvariant des Gaswerkes.
Das Gaswerk reichte ein Gesuch um Genehmigung
verschiedener Beträge als Etatsvarianut
ein. Zunächst ist in der Abnahme des Teerseit
dem Krieg eine Aenderung eingetreten, da
hauptsächlich das Straßen- und Flußbauami
Abnehmer wurde. Infolge dieser Aenderung
war die Anschaffung von Teerfässern nötig, für
welche jetzt 200 Mk. verlangt werden. Ein Teil
der ursprünglichen Anschaffungskosten ist be
reits wieder durch Verkauf von Fässern herein
gebradtt. Ferner sind für vermehrten Kohlen
lezug 4200 Mk. ersorderlich, welcher Betrag
aber durch Mehreinnahmen aus Gas und Kolreick
lich gedeckt erscheint. Für Aushilfe fur die
ertranltten Maschinisten sind 450 Mt. für
Schmier= und Beleuchtungsmaterial infolge erhöhter
Preise 450, für die Hydrantenunterhaltung
350, für die Unterhaltung der Anschluh
leitungen du) Mk. mehr ersorderlich. Ine
gesamt ergibt sich ein Mehrbetrag von 60/57)
Mark. GB. Schrettenseger meinte, daß man
den Betrag für die Fässer ablehnen sollte, da
nach dem bisherigen Verkaufemodus die Fässer
vom- Verbraucher zu liesern wären. Indelssen
murde die Gesamtlumme als Etatsvariant genehmigt.
Etatsvariant der Stadtgärtnerei.
Die Stadtgärtnerei legte einen Eiatsvarian!
über zwei Beträge vor. Einmal sollten 19
Mark für die Unterhaltung der Gewächshäufser
uĩw. nachgenehmigt werden, dann 540 Mar.
für Beheizung, insgesamt also 730 Ml. GB.
Schmidt verweist darauf, daß am 25. Mär:
1014 die Abhör der Rechnung der Stadtgärt
nerei vom Jahre 1912 und die Beralung de-Voranschlages
für 1914 ausgesetzt wurden, bis
entixrechende Aufllarungen vorlagen. Diese
Ausllärungen lamen dann, wurden aber nicht
für entsprechend gehalten und dann ein scharser
Protest angenommen, der besagte, daß die Be
amtan dungen ausrecht erhalten werden mußten.
" Zing zum Etat 1914 habe bis
—: .. 2 5
Die Rückäuße 1 .
« « --’« H ndebe
dessen aium der Gemei —
jetzt indessen das ## “. Mon hae
vollmäck ligten noch nicht errei-- vache 1#
also lein liares Bild über die panze — bꝛ
lommen. Leute noch liege eine Rechnung urdas
Jahr 1913 nicht vor. dabei beginne baidas
Jahr 1916. Diese Zustände seien unhalthar.
Was bleibe aber zu tun übrig, wenn da-(beld
sclon ausgegeben sei: Wenn man de.#
Beick iug vom 25. März 1914 konfequen! blei
len wolie, mußzte man auch jent den Betrag
aklehnen, nachdem die Verwarnung seinerzeit
ergangen sei. Er emrfehle aber. Gnade fur
Recht ergehen zu lassen, und umerbreitete folgenden
Äntrag: Der Etatsvariant wird unter
den gegebenen Verhältnisien genehmigt. da die
Elatsrositionen für 1910° aller Voraussicht nach
gleich gelieben stud wie 1914 und 1515. Es
wird aber bestimmt erwartet, daß die Stadigarienverwaltung
unter allen Umntänden dis
Etatsosilionen einhält, da sonn leine Genelmigung
durch das Kollegium erfolgen dürfte.
(6B. Goxfert und (6B. Geifstaller sehen in
diesem Vorschlag eine lare Geschichte, während
B. Schmidt darauf Binweist, daß der Siadi
gärtner bereito den ordnungsgemaßen Weg ein
geschlagen habe. Schließlich uurde der Anirag
Schmidt angenommen.
Maßnahmen zur Beschafligung von
Arbeitern.
Fruheren Anträgen gemäß hat das Siadt
bauamt eine Reihe von Projelkten ausgearbeiter.
die teils als Notstandsarbeiten durchgeführ:
werden lönnten, teilo leim Zuruckiluten der
Trurpen aus dem Felde in Betracht lämen.
Für heute beschäftigte sich das Kollegium mit:
den Plänen, welche als Notstandsarbeiten im
lommenden Frühjahr profeltiert sind. Beschluß
darüber war jeßgt noch zu fassen, da die Re
gierung von den Gemeindererwaltungen Be
richt uber Beschluffe in dieser Richtung ein
sordert.
Nach den Proielten des Stadtbauamtes sollen
für das Frühjahr 1916 genehmigt werden:
1. 2650) Mk. für die Verbreiterung der Luilrolditraße
bei der Einmündung in die Salinstraße;
2. 1211,) Mt. für vordringliche Kana.
lisationsarbeiten (der Gesamtbetrag siellt sic)
aus 2450 MlI. „ 3. 213 Ml. für Herstellung
eines Fußweges über den Reutergrund von der
Münchnerstraße zum Rohkader; J. 2350 Mk.
für vordringliche Baureraraturen im Kaiser.
bad (Entfernung der allen Kegelbahn, Neu
einzäunung, Rexaraturen an Ballons ufw.:
5. 771½ Mk. für Erneuerung der Stladtbachrrücke
beim Haclanwesen am Salzitadel; 6.
2450 Mk. für den Einbau von Zimmern im
ersten Stock des flädi. Armenbauies. Die Be
träge für die ersten fünf Politionen sollen bei
den entsrrechenden Titeln im Voranschlag für
1916 eingesetzt werden, der sechste Posien würde
aus Stiftungsmittein gedeckl. Die Erneuerung
der Rathaussassade, für die bis jetzt 700,0 Mk.
zur Verfügung stehen, soll so lange noch zurückgestellt
bleiben, als die Sanierungsanstalt dem
Bangewerbe bier Arbeit gibt. Bezüglich der
Pflasterung der Friedhofwege will man ent
(rrechenden Anträgen der Friedhofkommission
entgegensehen.
Der Magistrat ist seinerzeit diesen Beschlüssen
leigetreten. Heute sollte das Kollegium der
Gemeindebevollmächtigten darüber schlüssig
4
werden. — 4— —