528 Oberpfalz u Regensburg.
von schädlichen Dünsten gereinigt, während der Armesberg und weiter zurück
das Fichtelgebirg die rauhen Nordwinde abhalten.
Zweimale, im Jahre 1546 und neuerdings 1846 wurde Kemnat — nun
Landgerichts-, Rentamts= und Dekanats-Sitz — ein Raub der Flammen.
iDTwölftes Kapitel.
Das Landgericht Nabburg.
Literatur.
Daz ampt re Swarza. Non. Boscs. Vol. IIXVI. P. I. dem Salbuch Herzog Heinrichs ven Niederbavern
F. 121 „q4d. 397 „sqq. otüclum Altendork. Ibid. über Pfreimd. — Das Anstnachtgericht zu Pfreimo.
p. 396 sdq. Jappurch, Ibld. p. 398 squ. 383 14c. Geofi. Arch. I. 61eS Hest, S. 191 ff. (Vergl.
Transnihl. Ibld. p. 617. Havs 1e bfrelm. lbld. auch über Nabburg edenvas. 1. 5tes Heft. S.
Pp. 44% vod. u. Tom. IIIVI. P. II. p. 335 saod. ##l f.) — Moritz, Jos., Stammrethe und Ge-(vergl.
p. 450. 1491. 197. v. Fink, Versuch schichte der Grasen von Sulzbach. Verh. k. v.
einer Geschichte des Vicedomamtes Nabburg. Cl. d. k. b. Akad. d. Wiss. I. Band. München
München. 1819. 8. Derselbe: Erlöuterungen 18334. — kruschlus, Casp., Hodseporscon
und Zusate zu dem Aersuche einer Geschich:e sen ster Pfrelmdense, topographlis, blstorlis ei#
des Vicedomam'es Nadburg. Berd. d. h. Ver. antlaultatldus refertum. „ I. 1551. 8. Ueber
VII. Bo. S. 256 f. Derselbe: Zur Geschichte die in der Franziskaner-Grust zu Pfreimd beides
Stadtgerichtes zu Nabburg. Verh. d. h. zestotn Landgrafen von Leuchtenberg. Verh.
Ver. IV. Bd. S. 98 f. Derselbe: Auszug aus d. h. Ver. Ul. Bo. S. 152 ff.
Mit dem zu Nabburg gehörigen kleinen Gebiete waren in Ludwig des
Strengen Salbuch (v. J. 1283) die Güter der Frau von Rieden und die
Murachische Herrschaft Driesching (erworben 1271) zu einem Amte vereint,
welches fast die ganze Landgerichtshälfte rechts der Nab einnahm. Die
Aemter Schwarzach und Trausniht (letzteres erst 1326), das damals niederbayerische
„Oaus Pfreimd“, ein Theil des Amtes Altendorf und die wenige
Jahre zuvor (1280) von den Leuchtenbergen den Paulstorfern veräußerte
Veste Wernberg mit ihren Zugehören sind die weiteren ursprünglichen Bestandtheile
dieses Landgerichtes, die nach Vereinigung dieses ganzen Besitzes
in den Händen der bayerischen Herzoge bis zur Organisation vom Jahre
1803 die Landgerichte und Pflegämter Nabburg, Wernberg und Pfreimd
bildeten.
Adelheid von Horburg erlangte die Aemter Driesching') und Wartberg
(Log. Neunburg v/W.) ven ihrer Großmutter Juditha, der Babenbergischen
Erbtochter. Nach ihrem Tode (um 1144, 6. Februar) erscheint Graf
1) Die sonst rühmlichst bekannten Kemnater Büchsenmacher sind auf einen zusammengeschmolzen;
auch in Fortschan, das die Landgrafen 1281 ihrem Lehensmann
Gottfried von Oberndorf verpfändeten, ward Gewehrsabrikation getrieden. Die
nahen Steinkohlenlager hei Neustadt a./K. und die Paterlhütten in Fichtelberg
geben vielen Arbeitern Verdienst.
*)) Sie hatte um 1138 zwei Güter daselbst an Eusdorf geschenkt, welche nach ibrem
Tode Graf Gebhard ansprach. Die Vegtei darüber gab er 1166 an der Schranne
zu Theuern dem Pfalzgrasen Otto auf um sie von ihm wieder zu Lehen zu erhalten.