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und Annäherung. Durch die Anwesenheit des Kaisers von
Oesterreich vorigen Jahres in Berlin waren die zwischen Preußen
und Oesterreich vorhandenen schärfsten Ecken abgeschliffen
worden und dadurch war auch zwischen den beiderseitigen Bundesgenossen
ein freundlicheres Verhältniß angebahnt, das um
so mehr noth that, als der orientalische Krieg sich vorbereitete.
Aber gerade zwischen Preußen und Bayern stack noch mancher
Stachel. Durch des Königs Reise — ein saurer Gang war es
ihm immerhin — erfolgte die Verständigung. Und das Resultat
des Ganzen war ein neuer Zollbund, der Deutschland zu jenem
Grade schlotternder Einheit brachte, wie er unter den thatsächlich
gegebenen Verhältuissen erreicht werden konnte. Es schillerte
wieder in Deutschland von fahlem Hoffnungsgrün.
In Berlin widmete König Max den Felddienstübungen
der Truppen, dem Kasernenwesen und dem Zellengefängniß zu
Moabit besondere Aufmerksamkeit, ohne daß dadurch die Gelehrten-Welt
vernachlässigt wurde. In den letzten Tagen seines Aufenthaltes
versammelte er außer mehreren Künstlern diejenigen
Universitätsprofessoren, welche in früheren Jahren ihm Privatvorlesungen
gehalten hatten, bei einer gemüthlichen Mahlzeit
in den Gemächern, welche er im königlichen Schlosse bewohnte.
Ganz besonderer Auszeichnung aber erfreute sich Herr v. Schelling,
des Königs philosophisches Orakel. In Berlin consultirte
der König wegen seines nervösen Kopfleidens die Medizinalräthe
Schönlein und Romberg,") und zeichnete sie durch Orden aus.
Von Berlin aus hatten die bayrischen Majestäten einen
kurzen Ausflug nach Hamburg am 19. Juli gemacht. Darauf
ging die Rönigin nach Fischbach in Schlesien, um das schöne
Thal zu grüßen, wo sie ihre IJugend verlebt hat. Auf der Rück-)
Romberg genoß durch sein Buch über die Nervenkrankheiten europdischen
Ruf.
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