Inhaltsverzeichnis : Blätter für Rechtsanwendung. XXXIV. Band. (34)

2  Errungenschaft.  Hypotheken.  Mainzer  LR.

hoben  seind,  mithin  inskünftige  nach  dem  buchstäblichen
  Inhalt  gegenwärtigen  Unseres  Land-Recht
und  Ordnungen  verfahren,  darauf  geurtheilt,  und
wo  darinnen  keine  ausdrückliche  Vorsehung
oder  Abänderung  geschehen  ist,  es  bei  denen  gemeinen
  Rechten  belassen  werden  solle.“

Nach  Tit.  III  des  M.  LR.  leben  nun  die
Gatten,  wenn  durch  Verträge  nichts  Besonderes“  ber
stimmt  ist,  in  der  Err
jenem  Umfange,  daß  nicht  allein  der  Erwerb  duch
gemeinsame  Arbeit  und  Sparsamkeit  der  Eheleute,
sondern  auch  die  aus  dem  beiderseits  zugebrachten
Vermögen  erzielten  Früchte  Gemeingut  der  Gatten
werden.  Von  diesem  Gemeingute  „bekommt“  bei
Endigung  der  Gemeinschaft  nach  Abzug  des  beiderseitigen
  Zubringens  und  der  darauf  haftenden  sonstigen
  Lasten  der  Mann  2:|,  und  die  Frau  15..
—  M.  LR.  Tit.  III  68.  1.  2.  3.  —1).

1)  Tit.  III  §&.  1.  „Wann  in  denen  Ehepakten  dem
letztlebenden  Ehe-Gatt  nicht  eine  besondere  Portion
Errungenschaft,  oder  ein  Gewisses  aus  dem  Zugebrachten
  angewiesen,  so  bekommt  bei  erfolgender  Abtheilung
  der  überlebende  Mann  oder  Weib  sein  Zu-Fpbrachtes.
  und  von  dem  Erworbenen  während  der

he  der  Mann  zwei  Drittel,  und  das  Weib  einen
Drittel.“  ·

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andere  aus  zweien  Eheleuten  vor  ihrem  Ehestande
an  Gütern  gehabt,  oder  auch  in  stehender  Ehe  durch
Erbschaft,  Legaten,  Schenkungen  von  Todts  wegen,
für  sich  absonderlich  erlanget  hat,  für  zugebracht  erachtet
  werden  solle“.

K.  3.  „Hingegen  solle  dasjenige,  was  zwei  Eheleute
  in  Zeiten  ihres  Ehestandes  von  der  Abnutzung
des  einen  oder  ihrer  beiden  zugebrachten  Gütern  zurückgelegt,
  mit  Handeln  gewonnen,  mit  Arbeiten  oder
Diensten  erworben  und  erspahret,  und,  nach  Abzug
  deren  Zeit  stehenden  Ehe  contrahir-