2 Errungenschaft. Hypotheken. Mainzer LR.
hoben seind, mithin inskünftige nach dem buchstäblichen
Inhalt gegenwärtigen Unseres Land-Recht
und Ordnungen verfahren, darauf geurtheilt, und
wo darinnen keine ausdrückliche Vorsehung
oder Abänderung geschehen ist, es bei denen gemeinen
Rechten belassen werden solle.“
Nach Tit. III des M. LR. leben nun die
Gatten, wenn durch Verträge nichts Besonderes“ ber
stimmt ist, in der Err
jenem Umfange, daß nicht allein der Erwerb duch
gemeinsame Arbeit und Sparsamkeit der Eheleute,
sondern auch die aus dem beiderseits zugebrachten
Vermögen erzielten Früchte Gemeingut der Gatten
werden. Von diesem Gemeingute „bekommt“ bei
Endigung der Gemeinschaft nach Abzug des beiderseitigen
Zubringens und der darauf haftenden sonstigen
Lasten der Mann 2:|, und die Frau 15..
— M. LR. Tit. III 68. 1. 2. 3. —1).
1) Tit. III §&. 1. „Wann in denen Ehepakten dem
letztlebenden Ehe-Gatt nicht eine besondere Portion
Errungenschaft, oder ein Gewisses aus dem Zugebrachten
angewiesen, so bekommt bei erfolgender Abtheilung
der überlebende Mann oder Weib sein Zu-Fpbrachtes.
und von dem Erworbenen während der
he der Mann zwei Drittel, und das Weib einen
Drittel.“ ·
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andere aus zweien Eheleuten vor ihrem Ehestande
an Gütern gehabt, oder auch in stehender Ehe durch
Erbschaft, Legaten, Schenkungen von Todts wegen,
für sich absonderlich erlanget hat, für zugebracht erachtet
werden solle“.
K. 3. „Hingegen solle dasjenige, was zwei Eheleute
in Zeiten ihres Ehestandes von der Abnutzung
des einen oder ihrer beiden zugebrachten Gütern zurückgelegt,
mit Handeln gewonnen, mit Arbeiten oder
Diensten erworben und erspahret, und, nach Abzug
deren Zeit stehenden Ehe contrahir-