Metadata : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Exuberieren

Schwulst  2c.:  Schädliche  E.  u.  gelles  Aufschießen  des
saflgeträngten  Stammes.  Laumerayer  GsW.  1,  58.
„eren,  intr.  (haben):  in  Uppiger,  wuchernder,
überreicher  Fülle,  in  Überfluß  vorhanden  sein  od.
wachsen,  schwellen  2c.  —  Exudenismeus  (gr.),
m.,  uv.;  -en:  Geringschätzung:  geringschätzige
Behandlung,  z.  B.  der  gegnerischen  Einwürfe  2c.
—  Er0#ulänt  (lat.),  m.,  -en,  (□s);  —en:  ein
im  Eril  (s.  d.)  Lebender,  Erilierter,  lat.  auch:
Ex(s)ul,  m.  [8  21,  3,  is].  —  Exnleter--aliõn
(lat.),  f.;  —en:  Verschwärung  (Ulceration).  seren,
tr.:  schwären  machen;  intr.  (sein):  (ver)schwären.
—  Exssulĩẽeren  (lat.),  intr.  (sein):  im  Eril
(s.  d.),  in  der  Verbannung  leben,  auch  z.  V.:
Emrfindungen,  bei  denen  der  Verstand  ganz  e.  fern,
aus  dem  Spiel  bleiben]  mus.  Sch.  668b.  —
Ex(-ült-äbunt  (lat.):  „sie  werden  frohlocken“,
—  in  Kirchengesängen  re.,  z.  B.:  Die  Bässe,  die  ihr
e.  ..  hervorbrummelten.  Gutztow  R.  9,  79  2c.,  vgl.:
Ex  C)ültet  („es  frohlocke"  —  der  Engel  Chor),
nach  dem  Anfangswort  eine  die  Auferstehung
Christi  feiernde  Hymne,  die  dem  heil.  Augustin
zugeschrieben  wird.  -aliön,  f.;  -en:  das  Erultieren.
  -ieren,  intr.  (haben):  frohlocken,  jauchzen,

Fabel  367

jubeln.  —  Srund  atiön  (lat.),  f.;  —en:  Uberschwemmung.
  -ĩeẽren,  intr.  (sein):  v.  Flüssen  2c.,
über  die  Ufer  treten,  überschwemmend  austreten  rc.
—  Ex-uriẽren  (lat.),  tr.:  brennen  2c.  -ustiön,
f.;  —en:  Verbrennung.  —  Erntori-um  (ulat.),
n.,  —6;  -zen  [8  24,  2,  u.]):  eine  zu  Heilzwecken
künstlich  bewirkte  u.  unterhaltne  Eiterung  (vgl.
Fontanelle  2c.).  —  Erüvi-ä  (lat.),  pl.  I§  24,  11:
eine  vom  Körper  abgestreifte  Hülle,  z.  B.  ein  Thierbalg,
  auch:  E.  viperärum,  Bälge,  die  die  Schlangen
bei  ihrer  Häutung  abgestreift  2c.;  nam.  auch:  die
dem  erschlagnen  Feinde  abgenommne  Rüstung  als
Siegesbente,  auch  verallgemeint;  ferner:  Die  Bilrer
der  röm.  Götter  ..  mit  allen  den  ihnen  eignen  Attributen
(e.).  Weils  Kost.  1,  1131.  -en,  pl.:  exuvia.  —
Ervöto:  s.  Votum.

Sbrer,  m.,  —;  uv.:  ein  holländ.  Heringsschiff
  (ogl.  Buis).  —  Eßri  (skand.),  f.;  —s:  Art.
Weiss  Kost.  2,  429.

Sz  hebr.),  m.,  uv.;-im:  Baum:  Die  Egchafim,
dle  silbernen  Lebensbäume,  welche  die  Thora-Rollen
zieren.  frankl  Jer.  1,  137  (vgl.  1.  Mos.  2,  9).  —
Ezan:  s.  Esan.

-

G

S:  der  6te  Buchst.  (vgl.  A);  in  der  Mus.:
Bez.  des  Aten  Tons  der  C-Dur-Tonleiter  (s.  A3,
vgl.  Fa;  Fes:  Fis):  Die  Fakchen  u.  Gakchen,  wie  er  die
Noten  F  und  G  benannte.  G.  20,  139;  F-Dur;  -Moll;
Schlüssel  2c.  Als  Abkirz.:  F,  k,  als  altröm.  Zahlzeichen
  =  40  (F;  F  40000);  ferner  —  Fährenheit;
  fäc;  fäster;  fécit;  Fellow  (s&llo;  fkemininum;
flat;  filius;  fin  (s.  d.),  lfengl,  fino;  Flüor;
fölium;  förte;  tugitirus;  futürum  2c.;  ferner:
F.  A.  S.,  s.  Fellow;  F.  B.  S.,  s.  Foreign;  fco.,
franco;  Fe  (Chem.)  =  färrum;  Febr.,  Februar:
fec.,  fScit;  ff.,  fecsrunt;  finissimo;  fortissimo
(Mus.),  sehr  stark,  daher:  Aus  dem  Ff(Effeff)  —
Etwas  verstehn;  —  Prügel,  Schelte  2c.;  auch:  Das
F  bedeutet  bel  den  Juristen  die  Pandekten.  Nirolai  1,
165  (wie  es  heißt,  durch  Abschreiber  aus  dem  gr.
Anfangsbuchstaben  x  entstanden);  F.  F.,  frätres;
F.  G.  S.;  F.  H.  S.,  s.  Fellow;  Fl.,  Flävins  (röm.
Name));  ül.,  Florin;  f.  J.  a.,  flat  läge  drtis;  F.  L.
S.,  s.  Fellow;  f.  m.,  fölio  mẽo;  F.  M.,  fiat  mixtüra;
  fo.,  s.,  fol.,  fölio;  fo.  ro.,  fölio  récto;  fo.  vo.,
fölio  vérso;  Fr.,  fräter;  fr.,  franco;  Frank;  fre.,
fres.,  franels);  F.  R.  S.  (and  A.)  u.  F.  S.  A.,  s.
Fellow;  f.  s.  A.,  ffat  secundum  ártem;  Fut.,  futürum;
  F.  W.  8S.,  s.  fellow;  fz.,  forzändo  2c.

Fa  (it.,  frz.):  (Mus.)  —  F,.  aretinisch  u.
z.  B.:  Aus  Ut,  Re,  Mi,  Fa,  Sol  u.  La.  Keller  Fastn.
1303;  Die  auf  einem  Kirchthurm  in  Sol,  Fa  sangen.

Ptaten  5,  168  2c.,  vgl.:  Ich  will  Euch  be-fa-s##lla-en
  setwa  —  aufsyielen.  Schiegel  Sb.  1,  145  2c.
Hab-a  (lat.),  k.  [8  24,  11:  Bohne:  Fäbs
albæ,  weiße  Bohnen  ꝛc.  ärfer,  m.,  —;  uv.:
„Bohnenesser“,  scherzh.  Bez.  für  Sänger.  —
Lab-el  (lat.),  f.;  —n;  chen,  ein  (Fäbelchen.  Herrig
23,  21;  Wockern.  4,  16111);  eine  erdichtete  Erzählung
  (lat.  käbula;  frz.  fable;  it.  favola),  s.  Ss.:
1)  Jede  Errichtung,  womit  der  Poet  eine  gewisse  Absicht
verbindet,  beißt  seine  F.  So  heißt  die  Errichtung,  welche
er  durch  die  Epopee,  durch  das  Drama  herrschen  lässt,  die
F.  selner  Epopee,  die  F.  seines  Dramas.  1.  5,  358  cc.
—  2)  in  engrem  Sinn  die  sog.  ésopische  F.:  Wenn
wir  einen  allgemeinen  moralischen  Satz  auf  einen  besondern
  Fall  zurückführen,  diesem  besondern  Fall  die  Wirklichkeit
  ertbeilen  und  eine  Geschichte  daraus  dichten,  in
welcher  man  den  allgemeinen  Satz  anschauend  erkennt,  so
beißt  diese  Erdlchtung  eine  F.  388  c.  Dazu  z.  B.:
Der  Wolf  in  der  F.,  sprchw.  v.  Einem,  der  eben  erscheint,
  wenn  man  v.  ihm  spricht.  Immermann  M.
3,  89  ꝛe.,  lat.:  Lüpus  in  fäbula,  s.  Büchmann  Gfl.
120  re.;  Die  F.  lehrt  rc.,  lat.:  Fäbula  decet,  gw.
Schluß  der  F.,  womit  die  sog.  Moral  angegeben
wird;  Dies  Fabelchen  führt  Gold  im  Mund:  Weicht
aus  dem  Recensentenhunde.  B.  32b  2c.  Auch  (sofern
F-n  u.  Sprchw.  als  Weisheit  des  Volks  in  Aller
Munde  sind):  Israel  wird  ein  Sprichwort  u.  F.  sein
unter  allen  Völkern  lihnen  als  warnendes  Beispüä