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jugation aus dem Germanischen entstanden: ist, ja einzig aus
ihr erklärt werden kann, soll weiter unten gezeigt werden. Es
ist deshalb aber nöthig, dass man nicht blos auf unser gegenwärtiges
Deutsch, sondern auch auf die Schwestersprachen, das
Schwedische, Dänische, Isländische, Holländische und Englische,
vorzüglich aber auf die alten Muttersprachen, das Gothische,
Fränkische und Angelsächsische sehe, da von diesen unsere
neue hochdeutsche Sprache vielfältig abweicht, sie aber der
lateinischen unendlich näher stehen, und zwar vorzüglich der
altlateinischen, welche noch vollere Formen hat. Auch die
Provinzialismen und die gemeine Volkssprache wird nicht vernachlässigt
werden dürfen, da sie vieles mit dem Latein gemein
hat, was in der Büchersprache sich nicht findet; ja man wird
bemerken, dass das Plattdeutsche in vieler Hinsicht dem Latein
näher steht, als unser Hochdeutsch. Wenn man nun bedenkt,
dass das Verstehen der alten germanischen Sprachen
und eben so das der so nah verwandten dänischen und schwedischen
für uns Deutsche ein eigenes Studium erfordert, dass
die lateinische Sprache selbst viele Veränderungen erlitten hat,
und die im ersten punischen Kriege geschlossenen Verträge am
Ende des zweiten schwer verstanden wurden ( carmina, quae in
sacris es veteri formula canebantur, a paucissimis intelligebantur
), ferner erwägt, dass uns heut viele Wörter ganz verloren,
verändert oder nur in einzelnen Formen geblieben sind,
so wird man bei der ungeheuren Zahl von Wörtern, welche die
lateinische Sprache mit der deutschen noch gemein hat, um so
fester von dem germanischen Ursprunge des Lateinischen überzeugt,
wobei man jedoch gern zugesteht, dass durch Vermischung
mit andern Völkern, Önotern, Illyriern und Griechen
viel ungermanische Bestandtheile in die lateinische Sprache gekommen
sind und später viel durch Hellenen ganz nach griechischer
Weise gebildet worden ist. Recht sehr irren aber
viele Gelehrte, welche das Römische zu einem blossen Dialect