Xa. Jagdgesetz 88 108—10b, 389
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ältniß und die Afterverpachtung ist nur mit Genehmigung des
Bezirksamtes zulässig.
§ 10 a. Die zur Ausübung der Jagd berechtigten Grundeigenthümer
sind befugt, anderen jagdfähigen Personen, welche
einen Jagdpaß besitzen (Gastschützen), die Ausübung der Jagd
auf dem selbständigen Jagdbezirk zu gestatten.
Wenn der Gastschütze die Jagd auf dem selbständigen
Jagdbezirk ohne Beisein des Grundeigenthümers oder seines
Jagdaufsehers im offenen Feld oder Wald ausüben will, hat
er eine Beurkundung des Grundeigenthümers zu erwirken,
welche über die ertheilte Gestattung und die Zeitdauer der
Giltigkeit Auskunft gibt.
8 10b. Die Pächter eines Gemeindejagdbezirkes sind befugt,
andere jagdfähige Personen, welche einen Jagdpaß besitzen
(Gastschützen), mit auf die Jagd zu nehmen oder durch ihre
Jagdaufseher mitnehmen zu lassen.
Die Pächter eines Gemeindejagdbezirks sind ferner befugt,
solchen Personen, jedoch auf nicht länger als auf ein Jagdjahr,
die selbständige Ausübung der Jagd zu gestatten. Die selbständige
Jagdausübung darf aber vom Pächter eines Gemeindejagdbezirks
einem Gastschützen nicht gegen Entgelt oder gegen
Betheiligung an der Tragung des Jagdpachtzinses gestattet
werden.
Die Zulassung eines Gastschützen zur selbständigen Jagdausübung
auf einem Gemeindejagdbezirk bedarf der Genehmigung
des Bezirksamts.
Die Genehmigung kann versagt werden, wenn Thatsachen
vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, daß durch die Zulassung
die Bestimmung über die Beschränkung der Zahl der
Pächter auf drei (§ 10) direkt verletzt oder indirekt werde umgangen
werden.
Ueber die einem Gastschützen zur selbständigen Jagdausübung
auf einem Gemeindejagdbezirk ertheilte Genehmigung ist
vom Bezirksamt eine Bescheinigung auszufertigen, in welcher
insbesondere eine Beurkundung über die vom Pächter ertheilte
Gestattung, über die Zeitdauer der Giltigkeit und über den
Jagdbezirk aufzunehmen ist.