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besorgte mienen; aus dem arm der hochbesorgten mutter
Platen Abbaff. 6, 178. — besorglich, 1) fürforglich:
dasz ihr den rueken euch besorglich deckt Schiller
Br. v. Mess. 334. 2) zu fürchten, Furcht erweckend: bes
oir liche zeiten Stieler; zur verhurung eines besorglichen
miszverstandes Wieland 9, 9; Adv.; Kneseheck
rieth besorglich die götter nicht zu versuchen
Treitschke 1, 521 Gu 1 oder 2).— Besocgnis, f. früher
wie Besorgung, Fürsorge, besorgnusz cund alsc##us rei
Frisch; jetzt — Sorge, Furcht wegen kommenden Uneilen:
dasz meine besorgnis nicht eingetroffen Lessing
dok. 28; konnte sie der augenblicklichen besorgnisse
nicht loswerden Goethe Wahlverw. 1, 2.— Besorgung, f.
gewöhnlich nach besorgen 1, des hauswesens, der küche,
eines kranken u. a.; besorgung vieler gesehäfte Steinbach;
veraltet nach 2;: desorgung eines krieges, belli
mek#s ebd.
Bespannen, spannend verfehen, einrichten, geige mit
saiten, einen bogen; wagen mit pferden (Steinbach);
den gepackten und bespannten reisewagen Heyse Par.
3, 125. — bespicgeln, Spiegelbild werfen, ungewöhnlich
tranf.: anen, die den Rusz bespiegeln Goethe 43, 245;
meist refl., sein Spiegelbild sehen: bespieglen, beschawen
Henisch; das schöne kind bespiegelte sich oft Gellert
Fab. 2, 48; wie reizend ists, in seinem sebönen geiste
sich selber zo bespiegeln! Goethe Tasso 3, 3. — bespötteln,
spöttelnd erwähnen, einen, etwas. — hespotten,
mit Spott anführen oder erwähnen: illudere bespotten
Dief.; pedantische gelehrte, eitle junglinge, jede art
von beschrünktheit . bescherzt er mehr als dasz er
sie bespottete Goethe DuW. 7. — besprechen, sprechend
gelangen an einen oder etwas, ahd. bisprechan, mbd.
besprechen; 1) früher einen, ihn ansprechen, mit einem
reden: ich wil min frowen bespreehen paz Germ. 4, 238;
der Saphoyer wurde von einem wurzkrämer erkandt
und besprochen Simpl. 4, 345; den hohen schatten zu
besprechen Schiller Zerst. v. Troj. 18; um etwas: sogleich
zu thun, warum wir enuch besprechen Wieland
Ob. 3, 4; auch gerichtlich belangen, beschuldigen, anklagen
Haltaus; einen vor gerichte besprechen Stieler;
etzt verschollen; ebenso etwas besprechen, mittels Anprache
verlangen: jedes schöne kind, das unsern schutz
bespricht Wieland Idr. 1, 50. 2) etwas, bedingen,
bestellen: ein pferd besprechen (mieten) Stieler; der
guhdigen frau habe ich eine loge besprochen Schiller
Paras. 1, 5; habe
besorglich — besprechen.
stens noch in Formeln, wie: wir hatten das so besprochen
(abgemacht). 3) über etwas oder einen sprechen,
abwägend, urteilend (in der alten Spr. mit dem Beisinn
des Tadels, ahd. bisprechan vituperare, confemnere,
ulpare u. ähnl., was später weicht): eines angelegenheiten,
verhültnisse; den fall; die familie und ibre lage
u. s. w.; so können wir gemeinsam das gemeine besprechen
Schiller Tell 1, 4; damit wir alles auslübrlich
besprechen können Benedix Vetter 3, 4;: als
technisches Wort für die begründete Abgabe eines schriftstellerischen
Urteils, bucher, auffubrungen, opern, gemülde
u. a. besprechen; möchte es zeit sein, uber den
verfasscr, dessen natur und wesen das pühere zu besprechen
Goethe Du W. 12; der artikel . welcher lhre
persönlichkeit bespricht Freytag Journ. 3. 4) zanberisch
über etwas sprechen und dadurch zum Weichen
zwingen (mnd. bespreken), krankheiten, die rose, feuer;
ich solt im besprechen das blut Froschm. 3, 3, 60; wenn
Geibel 1, 82. 5) refl., seit dem Mhd. gewöhnlich, sich
mit jemand unterreden, beraten: dõ besprach her sich
mit sinen retin Ködiz 38, 12; besprich dich mit den
verstendigen Sir. 9, 22; gewisz bespricht sie sieh mit
gott Schiller Jungfr. 3, 3; so besprachen sich die
Abbassiden Platen Abbaff. 1, 157; freier: alo bald
.. das ganze wirthshaus besprochen
Goethe W. Meister 3, 3; nicht mehr gewöhnlich, höch-Besprechung
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fur ich zu, und besprach mich nicht daruber mit fleisch
und blut Gal. 1, 16; geister in den duellen rieselnd
mit den baumen sich bespraeben Tieck Oct. 300. —
Besprechung, f. Handlung des Besprechens, in allen Bedeutungen
des Verbums; namentlich nach 3, besprechung
eines buches, schanspiels; nach 1, b. des blutes, der
zahnschmerzen; nach 5, eine besprechung mit jemand
haben; besprechung der wähler zum reichstage; dasz
Preuszen sich nicht einmal anf eine besprechung der
vorschläge Oesterreiebs eingelassen habe Preußen i. B.
1, 107. — besprengen, sprengend treffen: ein fleiseh besprengen
mit salz Henisch; besprengt mit viel weiszen
fleeken ebd.; hier und da mit sehbr wenigen grauen
baaren besprenget (im Bart) Simpl. 2, 255; namentlich
netzen: aspergere besprengen Dies.; rosse mit blut
2. Kön. 9, 33: lager mit myrrenz aloes und einnamen
Spr. Sal. 7, 17; hurte, den unreinen 4. Mof. 19, 18. 19;
fosten am haus Hos. 45, 19; von morgenthau besprenget
ückert Liebesfr. 3, 149; indem sie ihn (den Leblosen)
rieben, mit wasser besprengten Keller Seldw. 2, 183;
im Haushalt wäsche besprengen, zum Plätten. — bespringen,
auf etwas zuspringen, in älterer Spr. in seindlichem
Angriff: eh ich mit llamm und spiesz der feinde
wall besprang AGryphins Leo 2, 562; als Jägerwort
sauen, den auerhahn; gewöhnlich von größeren Tieren,
befruchten: bespringen, reiten, faszlen Henisch; der
hengst bespringt die stute. — bespritzen, spritzend benetzen,
besprutzen Henisch: ja diese ballen selbst bespritzte
blut Schiller Br. v. Mess. 57. — bespülen,
spülend berühren: (Fluß) der die wohnung der liebsten
bespult Rückert Liebesfr. 4, 59.
esfer, 1) Comparativ zu dem ursprünglich nicht
bessern.
steigerbaren Adj. gut (s. d.), alte gemeingerm. Bildung,
goth. batiza, ahd. bezziro, mhd. bezzer, ohne entsprechende
positive Form, wurzelverwandt zu dem im Ablaute
stehenden busze (s. d.), und mit dem ursprünglichen Begriffe
des Stärkenderen, zur Hilfe mehr Dienenden; attributiv,
allgemein die höhere Stufe eines Zweckgemäßen
nach Form oder Eigenschaft bezeichnend: bessere kleider,
nahrung, verhältnisse, tage. jahre, straszen, felder,
bessern weinberg (1. Kön. 21, 2), namen (1, 47), hoffnung
(Hebr. 7, 19), verbeiszung (8, 6) u. s. w.; wir wülden sind
doch beszre menschen Seume Ged. 62; einen bessern
(Kameraden) findst du nit Uhland 218; er hat das
bessere teil erwählt; die bessere hand hieß früher die
rechte; als Subst. bessere werden nach uns kommen;
Nentr. ubilo tuo, bezzeres ne wäne Denkm. 27; besseres
erlangen, finden, besserem nachjagen; sprichwörtlich:
das bessere ist der feind des guten; das der mensch
nichts besseres hat unter der sonnen, denn essen und
trinken Pred. Sal. 8, 15; nichts beszres weisz ich mir.
Goethe Faust 1; wir versehen uns aber . bessers zu
ench Hebr. 9, 6; eines bessern belehrt werden, sich eines
bessern besinnen; könnten uns eines bessern uberzeugen
Goethe 53, 155. Prädicativ: besser sein; din
reiner muot ist vil begter denne guot Gerh. 6662;
etwas wird besser; es wird besser mit einem (Joh. 4, 52);
dem wäre besser, das ein mulstein an seinen hals gehenget
wurde Matth. 13.6; der gerechte hats besser
denn sein nebester Spr. Sal. 12, 26, u. a. 2) Comparativ
zu dem Adv. wohl, wofür alt baz steht (vgl. basz); doch
kommt schon mhd. auch berzer auf; besser lehren (Hiob
34, 30), thun (1. Cor. 7, 35), segeln (Goethe 28, 85),
schreiben, arbeiten, sich in acht nebmen u. s. w.; in
den Sinn stärker übergehend: (das Blut Jesu) das da
zu tiefer ruh dein nachtgebet besprochen alle schmerzen
besser redet denn llabels Hebr. 12, 21; mit besserem
füg oder glimpf Maalerz in Formeln auf das Wohlsein
bezüglich: mir ist heute hesser, aber noch nicht
ganz wohl; dasz einem herzen es hienieden nicht besser
werden mag Rückert g. G. 1, 474. vgl. best. — bessern,
besser machen, abd. pexirön, berzeron, mhd. bezzeren; von
Dingen, gebrauchssähiger machen: ir burc die bezxerten
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