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g. 6. «
Die Gerichts-Beamten erscheinen bei Eides-Abnahmen in der Regel, der etwa beigezogene
Geistliche stets, in der Amtstracht.
Auch ist darauf zu achten, daß die Gerichts-Beisitzer und Zeugen in anständiger Kleidung
erscheinen.
K. 7.
Die Vereidung eines Zeugen vor seiner Vernehmung über die Sache selbst ist unstatthaft.
ohl aber soll derselbe, wenn seine Beeidigung nicht überhaupt unzuläßig ist (vergl. Straf-Prozeß-
Ordnung Art. 213, Abs. 1 und 2), vor aller Fragestellung darauf hingewiesen werden,
daß er seine Aussage, wenn dieses dem Gericht erforderlich scheine, eidlich zu bekräftigen baben
verde (Straf-Prozeß-Ordnung Art. 202).
G. 8.
Wenn die Vernehmung eines Zeugen beendigt ist, wozu gehört, daß derselbe auch darüber
befragt worden sey, ob ihm außer dem Angegebenen nicht etwa noch anderweitige, auf den
A#ibenstano der Untersuchung bezügliche Umstände bekannt seyen; so hat der Untersuchungs-Richter
zunächst zu erwägen, ob die Zeugen-Aussage voraussichtlich auf das End-Urtheil von
W sey. Bejahenden Falles, und wenn zugleich gegen die Eidesfähigkeit des Zeugen kein
edenken vorwaltet (vergl. Straf-Prozeß-Ordnung Art. 213), ist weiter zu ermessen, ob vie
Edes-Abnahme sogleich oder erst später zu geschehen habe (Straf-Prozeß. Ordnung Art. 211).
, H.9.
Cin Aufschub derselben findet insbesondere Statt:
a) wenn der Untersuchungs-Richter für angemessen erachtet, den Zeugen zur Beeidigung
durch einen Geistlichen besonders vorbereiten zu lassen;
b) wenn zu vermuthen ist, es werde der Zeuge durch die Aussagen anderer Jeugen oder
auch des Angeschuldigten bestimmt werden, seine Aussage in dem einen oder andern
Punkte zu verändern;
6) wenn gegründete Hoffnung der Herstellung sonstigen Beweises, z. B. durch Geständniß,
vorhanden ist.
S. 10.
Zur Vorbereitung des Zeugen auf den Eid ist, so weit es ohne größere Kosten und
wierigkeiten geschehen kann, vorzugsweise dessen ordentlicher Beichtiger, sonst aber ein am