400 Viertes Buch. §. 152.
bestimmt, so daß sie ohne Zustimmung der Kammern nicht erhöht,
ohne Bewilligung des Königs nicht gemindert werden kann.
Sie wird in monatlichen Raten aus der Central-Staatskasse entrichtet,
und ist auf die gesammten Staatsdomänen radicirt, so
daß ihr Ertrag vor allem für die sichere Abführung dieser Ausgabe
haftet.5)
Die Lasten, welche der König aus der Civilliste zu bestreiten
hat, sind:
a) die Ausgaben für seine gesammte Hof= und Haushaltung,
die Dotation der Cabinetskasse, der Bedarf der regierenden
Königin und der Unterhalt der minderjährigen Kinder des
Monarchen;
b) die Ausgaben für den ganzen Hofstaat, bei sämmtlichen
Hofstäben und Intendanzen einschließlich der Haus-Ritter-Orden;
I%) die seit dem 1. Oktober 1831 angefallenen und ferner anfallenden
Pensionen und Quiescenz-Gehalte der Hofdienerschaft
mit Rücksicht auf die eigene errichtete Hofpensions-Kasse;“)
d) die Ausgaben auf sämmtliche Hofbauten, sie mögen Neubauten
oder Reparaturen an den zum Gebrauche des Hofes
bestimmten Gebäuden sein; 5)
e) die Kosten der Instandhaltung und Ergänzung der Einrichtungen
in den Residenzen und Hofgebäuden, Hofcapellen,
der Hofämter mit allen Mobilien, welche der
Aufsicht der Hofstäbe und Hofintendanzen anvertraut
und zum Bedarfe oder zum Glanze des Hofes bestimmt
sind, sowie alles dessen, was zur Einrichtung oder Zierde
der Residenzen oder Lustschlösser dient;)
3) Angef. Ges. Art. I., II. und III.
4) Wegen der Pensionsrechte, welche auf heimgefallenen Apanagen oder
Wittwengehalten ruhen, vergl. Verh. der Kammer der Abgeordneten v. 1843.
Prot. B. X. S. 16 ff.
5) Ueberläßt der König vorübergehend ein Hofgebäude zur Benützung
für andere Staatszwecke, so steht es ihm frei, auf die Dauer der Benützung
auch die Unterhaltungskosten desselben auf die Staatskasse zu überweisen;
angef. Ges. Art. V. Abs. 2.
5) Angef. Gesetz Art. VI. Abs. I. Darüber sind besondere Inventare