Gesen bie Gas-HLomben.
Unser Bild zeigt die verschiedenartigen Systeme,
die zurzeit als Schutz gegen die Gasund
Rauchbomben gebraucht werden. Links
oben und unten: Schutzmasken und Respirationen
der Engländer. Rechts oben: Ein deulscher
Sheltakesolan mit Gesichtsmaske. Es sind
dies dicke, mi! Walte und Mull über Nase
und Mund geleglte Binden, womit vor allen
Dingen unsere Sanitätsmannschaften ausgerlstet
sind. Außerdem führen diese noch Sauerstoffapparate
mit sich, um den Betäubten usw.
Hilfe bringen zu können. Rechts unten: Ein
französischer Soldat mit Schutzmaste
gedrungenen Feinde aus eigener Kraft hinausgequetscht,
an den beiden anderen hatte der
Einsatz von Reseroen dieses Ziel erreicht. Der
Versuch, dem Schicksal zu entgehen und in die
eigenen Gräben zurückzufliehen, kostete die Engländer
zahllose Tote. Ganz erbitterte Nahkämpfe
gegen die durchgebrochenen, verzweiselt
sich wehrenden Engländer spielten sich hinter
unserer Front unterdessen ab. An jeden allen
Graben, an jedes Wasserloch, jeden Trümmierhausen
llammerten sich ihre Reste an. Vielfach
mußten Ober= und Niederbayern zur heimischen
Waffe greifen, um den Widerstand zu brechen.
Von der Erbitterung der Kämpfe zeugt es, daß
nur 140 Gefangene mit 7 Maschinengewehren
in unsere Hand fielen, während 1500 englische
Leichen allein binter unserer Front begraben
wurden. Nicht weniger als 143 tote englische
Offiziere zählten wir, eine Anzahl, die nur unerheblich
unter der unserer gefallenen Mannschaften
blieb.
Glänzend hatte eine bayerische Division den
Angriff des dreifach überlegenen verstärkien 4.
englischen Armeekorps abgewiesen.
Nicht gleichzeitig setzte der kommandierende
General des durch eine indische Division verstärkten
1. englischen Armeekorps seinen Angriff
gegen den Abschnitt Bois du Biez-La Quinque
Rue an. Nachdem am Vormittag seine Infonterie
nur schwächlich herangetastet hatte, sleigerte
er von 4 Uhr inuten nachmittags
an sein Feuer zur äußersten Heftigkeit. Um
5 Uhr 15 Min. brach der Angriff los. Voran
eine Welle farbiger Engländer, dann ueiße,
stürzen aus den vom Feind für große Massen
sehr geschickt angelegten Versammlungsgräben
heraus; noch einmal farbige und wieder n#eiße
Engländer folgen ihnen. Bis in unsere Drahtker
als des Feindes Wille ist das Feuer unserer
Westfalen. Kein einziger Feind gelangt in unseren
Graben. Massen von Engländern verschiedener
Rassen decken das Feld.
So war es trotz eingehendster Vorbereitung,
genauester Kenntnis der schwachen Besetzung unserer
Linien, großer Ueberlegenheit an Zahl.
gewaltigen Munitionsaufwands und rücksichtslosen
Einsatzes guter Truppen dem Führer der
1. englischen Armee nicht gelungen, irgendwo
Vorteile zu erringen. Was er beabsichtigt hatte,
war nicht etwa nur eine Demonstration zugunsten
der Verbündeten.
Was er gewollt hatte, darüber geben uns
seine Befehle Ausschluß:
„Die geplanten Operationen zielen auf einen
entscheidenden Sieg, nicht auf einen lokalen Erfolg
ab. Das Ziel der 1. Armee ist: Durchbruch
der eibe Linie, um sich in den Besitz
der Straße La Bosser-Fournes zu setzen
und dann auf Don vorzustoßen.“
Aber auch die Erfolge der Franzosen blieben
weit hinter dem zurück, was der kommandierende
General des 33. Armeekorps seinen
Truppen angekündigt hatte:
„Nach neunmonatlicher Feldzugsdauer ist es
an der Zeit, eine endgültige Anstrengung zu
machen, die feindlichen Linien zu durchbrechen
und zunächst als erstes die Deutschen von Frankreichs
Boden zu verjagen.
Der Augenblick ist günstig. Riemals war
das Heer stärker, noch von größerem Mut beseelt.
Der Feind scheint nur einige Divisionen vor
unserer Front zu haben, unsere Kräfte sind
viermal so stark als die seinigen. Wir versügen
über die stärkste Artillerie, die je auf einem
Es handelk sich heuke nichk um einen Handstreich
oder um die Wegnahme von Schützengräben.
Es handelt sich dorum, den Feind mit
äußerster Heftigkeit anzugreisen, ihn zu schlagen.
mit beispielloser Harlnäckigleit und Zähigkeit
zu verfolgen, ohne Rücksicht auf Strapazen,
Hunger, Durst und Leiden.“
Das wollte der Feind, dazu hatle Joffre einen
der besten seiner Unterführer, den General Foch.
mit der Leitung des Angriffs betraut, dazu
hatte er Frankreichs ganze versügbare Kraft
vereinigt.
Schon am 9. Mai abends sland es fest, daß
sie selbst nicht die schwachen deutschen Kräfte,
die hier sofort zur Hand waren, über den Haufen
werfen konnte.
Die große Sturmflut war überwunden, doch
der Kampf nicht beendigt.
der Kampf ##r ee.
Versenkt.
London, 5. Juli. In Plymouth sind 68
Mann von den Baatungen der Dampser „Reufreo“
und „Larchmore“ angekommen, die von
einem deutschen Unterseebvot versenkt worden
sind. Beide Dampfer hatten versucht, zu entkommen
und waren heftig beschossen worden.
Ein Mann vom Dampfer „Larchmore“ ist tot,
einer wurde verwundet. (.3.)
Christiania, 5. Juli. Die norwegische
W. esandtschaft in London sandte an das Ministierium
des Aeußern folgenden Bericht: Nach
einer Mitteilung der britischen Admiralität stieß
der norwegische Dampfer „(Cjejoe“ am 29. Juni
25 Seemeilen vom Tyne auf eine Mine. Die
Besatzung wurde am Tyne gelandet. (.3.)
Der C Bootserfolg der letzten
Woch he.
Amsterdam, 5. Juli. Die Londoner Morning
Post besorich Englands Verluste durch
den Unterseebootskrieg: Mindestens 14 Schiffe
sind in einer Woche an ein und derselben Stelle
versenkt worden. Viele daron waren sehr wertvoll.
Scottish Monarch hatte eine Ladung von
75/X. Tonnen Zucker, der Armenian hatte 3825
Tonnen, Lomas 3048 Tonnen; Dumfrieshire
war ein großer Viermaster, der mit Getreide
vollbeladen war, ebenso Thistlebank. Weder
ihre Größe, noch ihre Geschwindigkeit konnte
diese Schiffe vor deutschen Unterseebooten retten.
Tatsache ist, daß größere Geschwindigkeit
und schwere Geschütze die Zerstörungskraft der
Jeutschen Unterseebvote in letzter Zeit sehr vergroßert
haben, und es wird noch schlimmer;
denn Deutschland baut wahrscheinlich jetzt schon
Unterseeboote, die die Große eines Kreuzers
erreichen, weil es die See für Handelsschiffe
sperren will. (Z.)
Die Verluste der feindlichen
Handelsflotten.
Berlin, 5. Juli. In Erwiderung auf einen
Artikel im „Journal de Geneve““, der
falsche Zahlen über die Verluste der britischen
Handelsmarine angibt, schreibt die B. J. nach
Erkundigung an zuständiger Stelle: Ein zutref.
fendes Bild für die Wirkung des U-Bootkrie.
ges ist der Vergleich der Tonnenzahl der vernichteten
Schiffe mit dem Gesamtionnengehalt
der britischen Handelsflotte. Hiezu ist festzustellen,
daß vernichtet sind: 1. durch U. Bootkrieg
in der Zeit vom 18. Februar bis 24. Juni
Da Schiffe mit mehr als 31“,1 Tonnen Ge-
hindernisse stürmen die Tapfersten. Aber stär-Schlachtfeld verwendet worden ist. halt 124 mit 400 000 Tonnen; b) Fischer-Blakt
fur Blall ambob. Ta war u. a. der sankar elend gemackt hatte- Freilich wucte der zit'as Mat ·-I kI
ist-Waiklicn,ichmbemcianimmt jahre
Brief eines bolländischen Kaufmanns, welcher den semfule Junker laum, wie er die wichutge Kunde lang Buße #artan für ein Lasehen •
Empfang von Waren bestäligte und eine neue moglichil rasch in Worte lleiden sollte, um dem mich gar nicht schuldig gemacht baite' Und
Sendung bestelltr. Randbemerlungen in der Waurz- den er rien alles Led, das er durch sener Menich, so beanrien Zie. Grai Varel. habe
charalteristischen Handschrist des Schmuggler, denielhen jahren, innig verehrte, Musc#ung und
lapitänd stempelten diesen Brief zu einem un.
widerleglichen Beweisstuck, daß Lucifer Schmuggel
und bei Gelegenheit auch Seerauberei getrieben.
Ein anderer Brief von einem Angestellten des
Bundes, den dieser Dämon in Menschengestalt
in ähnlicher Weise umgarnt haben mochte wie
weulich nachts den armen Georg, legie sonnen.
! eine geheimen Machinationen gegen das
Oberhaupt der geheimen Srganisttan dar. Nicht
minder gravierend war ein Brief von Lais
Hausen, dem schurlischen Sekrelär „o Reichsgrasen
Wilhelm, in welchem dieser von Fälschungen
berichuet die er im Auftrag Lucifers begangen,
um den „Meister zu täuschen. In cynisch frecher
Weise rühmte sich der verbiecherüche Dane sener
Geschicklichleit, auch hielt er sich jur die Zukunft.
bestens empfohlen: denn, so wie er seinen Auftraggeber
kenne, werde dies ja nicht der letzte
Stneich der Art sein. Der Graf versagte es sich,
die übrigen Blätter cinzufehen, und orducte die
Papiere stillschweigend
Endlich erhob sich Sophiens Vater wirder
von der Erde. Seine Züge waren verstört und
seine Augen schienen allen Glanz verloren zu
aben. Ludwig Günther zögerte, ob er dem
chon 2 schwer Lrofsenen auch noch den letzten,
nfamsten Streich jenes Schurlen mitteilen dürste.
*7 Und war die Mitteilung, die er
machen atte, für den Bedauernswerten andererseits
nicht auch Galsam und Trost und brachte
ihm Heilung des Schmerzes, der länger als zwei
Jahrzehnte in seiner Seele gebrannt und ihn un-
Pein zu ersparen. Mecht eden geschickt nel er zuletzt
Eedann mit der Tür ins Haus, zudem,
sagte: „Noche# Herr! Leuer Schuft,
dessen Schuld * * ja nunmehr überzeugt boben
wunßte seil Jahren, daß eine Person, die Sie als
tol bellagen, lebt; er sah ihr Leid mit an und
freute sich an dem Weh, das Sie litten. Mit
einem Wort konnte er die surchtbare Last von
Ihrer Seele nehmen — er tat es nicht.“
.Golt im Himmel"" rief der andere, indem
er den Junker mit starren, weit geöffneten Augen
anblickte. „Was meinen Sie, Graf Vare1L7“
„Nabbi- Islafar,“ antwortete Ludwig Günther,
eist dicht von Ihnen erschlagen worden; er lebt
noch im gegenwärtigen Augeublick auf Schloß
Varel. Ich lenne ihn gut, den alten Kabbalisten.“
Beide Hände abwehrend gegen den jungen
Grasen erhoben, während Staunen, Schrecken und
Unglauben nacheinander in seinen Zügen sich
ausdrückten, so stand der „Meister- gleichsam
erstarrt da; dann aber trat er auf den jungen
An zu. sete ihn schmerzhaft an die Schultern
und blickte ihm fast drohend in die Augen:
„Sei barmherzig, Junler, wenn Du ein
Mansch bist und ein menschlches Herz in der
Brust trägst, täusche mich nicht durch trügerische
Hoffnungen! Rabbi Islafar, der Nabbanc lebt!-„Nabbi
Islafar ben Josef ben Halem lebt
— lebt auf Schloß Varel, allerdings ein gelähmter.
hilfloser Greis, nGepflegt von seinem Diener, dem
alten Mardochai
„Wie, der alte Mardochai ist ebenfalls noch
am Leben? Ob mein Oott, mein Gottl
gewußt, daß der judriche Mabhi, um desisien Tod
ich wehklagte. noch am Leben i##i
Nabe sich aufballe
„Er hat es Lewußt.
.Erzahlen Sic, büle, doch noch einmal von
Anfang. au. Herr (Graf, und io genau wie mog.
lich von dem Aunr#bich n, we dir Zigeunctin
Sie zu dem nachtüchen Gange arholle. Olt,
Janz in der
Znueit“
mann lragt vielleicht de Kmr voraus in seine
Wohnung: wir beide jolgen langsam nach. Ich
brauche Iu wohl nicht erit zu empiehlen, mein
Aller, wandie er sicht un den granlopfigen Schiffer,
„genau Obacht zu geben, daß memand die Truhe
und ihren IAnhall auch um beruhrt: ich will
nachher noch einmal alles nenan diuchmustern.“
Cs geschah diesen Worten gemaß. Wahrend
der Alle mit der Kine am der Squullei voraus
schrm. solate Indmin Gumtber mu d#m Vater
seiner Giwahlien und beichtete dabet nochmals
aufs eingehende von jeinen Gubmmen in jener
Nacht. Ein paarmal im ißte er unterwegs unwid.
lurlich zur Sene auf seinen Begleuer. dlicken.
Derselbe kam ihm auf einmal nech hoher und
stattlicher vor als souft: dazu schiin er so clasisch
dahin: jede Bewegung leugle von Kraft und
Enerie. Vor dem Dauechen angelommen das
Oumann gcborte, verabschiedete der „Meister- den
jungen Grasen, indem er sagte: . S# haben nur
zu gleicher Zeit unendlich wobl und uberaus
wehe getau, mir eine boch derrliche und eine har
böse Kunde übermittelt. danle Ihnen fur
beides, Guniher ron Vare
leigt
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