französische Armee in der Provinz als Besatzung in Danzig
stand, so bildet der patriotische Sinn, der sich hier aussprach.
eine der glorreichsten Erscheinungen der preußischen Ge—
schichte. Durch das freiwillige Anerbieten der Landwehr war
für Feind und Freund der Geist, der das preußische Volk
belebte, ausgesprochen, keine der Provinzen des Staats konnte
sich ähnlichen Leistungen entziehen.
(von Boyen, Denkwürdigkeiten.)
Die Seichen der Seit.
Aus den „Drei Bekenntnissen“ von CTlausewitz.
Indem ich mich von einer öffentlichen Meinung feierlich
lossage, die mich umgibt, bin ich genötigt, sie in ihren hauptzügen
flüchtig zu berühren.
Die Meinung, daß man Frankreich widerstehen könne, ist
unter uns fast gänzlich verschwmwunden. Man glaubt also an die
Notwendigkeit . . einer Unterwerfung auf Gnade und Ungnade,
endlich einer Entsagung auf den Vorzug eines eigenen
Hürstenhauses. Man gibt diese Gradationen der Übel mit
Achselzucken zu und errötet höchstens, indem man die Kugen
niederschlägt.
Dies ist die allgemeine Stimmung. Einzelne zeichnen
sich noch durch die Frechheit aus, mit der sie auf die Sicherheit
und den ruhigen Genuß des bürgerlichen Eigentums
pochen; auf die Notwendigkeit, diesem alles zu opfern, auch
die Rechte des Königs, auch die Ehre des Königs, auch die
Sicherheit und Freiheit des Königs !
Dies ist die öffentliche Meinung mit wenig Kusnahmen.
Die Art, sie zu bekennen, ihr nachzuleben, unterscheidet die
verschiedenen Stände und in den Ständen die Individuen.
Die vornehmen Stände sind die Derderbteren; hof- und
Staatsbeamte die Derderbtesten.
Sie wünschen nicht bloß wie die andern Ruhe und Sicherheit,
sie sind nicht bloß des Gedankens entwöhnt, unter Gefahren
ihre Hflicht zu erfüllen, sondern sie verfolgen auch
jeden mit unversöhnlichem Haß, der nicht verzweifelt.
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