Contents : Sonderabdruck Vorträge aus dem 2. Lehrgang des stellvertretenden Generalkommandos XI. AK

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Gelder  an  die  militärischen  Kassen  entzogen  wurden.  So  konnte  auch
die  wiederkehrende  Einsicht  und  der  gute  Wille  der  Bevölkerung  nicht
helfen.  Im  Gegenteil  sank  der  Bestand  der  Reichsbank  an  Silber  und
kleiner  Münze  schließlich  am  7.  10.  1914  auf  19  Millionen  Mark,  also
auf  eine  winzige  Menge,  wenn  Sie  denken,  daß  dieser  Bestand  sich  auf
fast  500  verschiedene  Reichsbankanstalten  verteilte.

Man  hat  nun  versucht,  durch  Neuausprägungen  zunächst  von  Silber,
zu  helfen.  Es  sind  bis  heute  53¼  Millionen  Mark  Silberstücke  seit
Kriegsausbruch  neu  geprägt  worden.  Dann  kamen  die  10-,  5=  u.  1-Pfennigstücke
  daran.  Infolge  der  Verordnungen  von  1915  und  1916  wurden
bis  Ende  Oktober  1917

22,014  Millionen  Mark  eiserne  10-Pfennigstücke

1  3,  639  7'7"  VT  '#  5·A  *-,
0,467  „  „  Aluminium  1.  »
4,308  n  b„  Zink  10.  ¾l“

in  den  Verkehr  gebracht.  Aber  sie  genügten  nicht.  Wie  Sie  wissen,
mußten  auch  die  Städte  und  Kreise  durch  Ausprägen  von  Kleingeld  helfend
eingreifen;  in  Bayern  werden  überall  heute  auch  Briefmarken  an  Stelle
von  Kleingeld  gegeben.

Bei  den  Stücken  von  1  und  2  Mark  hat  dagegen  die  Verordnung
vom  31.  August  1914  ausreichende  Hülfe  gebracht.  Sie  sah  die  Ausgabe
von  Darlehnskassenscheinen  auch  in  diesen  Beträgen  vor.  Große  Summen

von  ihnen  sind  in  den  Verkehr  gekommen.  Es  stellte  sich  der

Umlauf  an  Darlehnskassenscheinen  am  30.  12.  1916
zu  1  Mark  auf  Mark  234  Millionen
„  2  „  „  „  329  „

zusammen  auf  Mark  563  Millionen,

und  heute  ist  der  Umlauf  noch  um  einige  hundert  Millionen  Mark  größer.
Wir  können  also  rechnen,  daß  heute  fast  doppelt  so  viel  Geldstücke  von
3  Mark  bis  zu  1  Pfennig  im  Umlauf  sind  wie  bei  Kriegsausbruch,  wo
man  den  Umlauf  in  diesen  Werten  auf  etwa  1¼  Milliarde  Mark  schätzte.

Noch  viel  mehr  aber  ist  gewachsen  der  Bedarf  an  großem  Geld  in
Stücken  zu  5,  10,  20,  50,  100  u.  1000  Mark.  Hier  jedoch  war  die  Reichsbank
  zusammen  mit  der  Darlehnskasse  im  Stande,  alle  Ansprüche  restlos
zu  befriedigen.  Daß  sie  das  konnte,  dankt  sie  nicht  zum  wenigsten  der
Einsicht  der  ganzen  Bevölkerung,  die  bald  nach  Kriegsausbruch  sich  klar
machte,  daß  Banknoten  und  Darlehnskassenscheine  gerade  so  gut  und
brauchbar  sind  wie  Goldgeld,  und  den  Aufrufen  folge  leistete  und  das