— WWt.K
Der Winterfahrplan der Wendelsteinbahn
hat eine Aenderung erfahren. Für
die GVergfahrt Tlten Geigende, Schrzeiten- Brannenbneg
b 9.20, 5 Uhr. Wendelstein
an 10. z5 53 am 135 8 In der
Talsahrt rerkehren die Züge: Wendelsiein ab
10.40, 1.50 und 5.05 Ahr, Brannenburg an
11.35, 2.55 und 7.10 Uhr. Der Abendzug
(Wendeistein ab 6.05 Uhl) ging bis jetzt schon
um 1/.51 Uhr ab, er ist allso für die Zmunft
wesentiich später gelegt. Die Züge Brannenburg
ab 12.10 und 3.25 Uhr, sowie Wendelslein
ab 10.40 und 6.05 Uhr verkehren an
Werktagen, Sonn= und Feiertagen bei gutem
Wetter, wenn mindestens fünf Rückfahrkarten gelölt
werden. Im täglichen bedingungslosen Verlehr
stehen also die Züge Brannenburg ab
9.20 Uhr und Wendelstein ab 1.50 Uhr. Indesjen
erfreut sich der Wendelstein andauernd eines
so zahlreichen Besuches, daß auck mit den anderen
Zügen täglich gerechner werden kann.
Pferdeversteigerung. Der Landwirtschaftliche
Kreisausschuß von Okerbayern rersteigert
am Dienstag, den 17. Oktober 1916,
vormittags halb 10 Uhr, in München-Laim,
Fürstenriederstraße 61, 80 militärunbrauchbare
Pferde und 12 eineinhalbjährige Fohlen. Eie
lönmneen am Tage der Versteigerung, von 8
rormittags ab, besichtigt werden.
Zerrissenes Papiergeld. Die jetzt in
Umlauf befindlichen Darlehenskassenscheine be.
kommt man vielfach in ganz zerrissenem Zustan
in die Hände. Mancher glaubt, durch Einsendung
des einen oder anderen Stückes des
Scheines einen neuen Schein dafür erhaltn zu
lönnen. Ein Rosenheimer Gastwirt sandte die
Hälfte eines Darlehenskassenscheines an die
Hauptverwaltung in Berlin ein. Es wurde ihm
aber mitgeteilt, daß Ersatz nicht geleistet werden
lann, da das eingesandte Stück kleiner als die
Hälfte eines Darlehen-kassenscheines war. (Bestimmungen
des Bundesrates vom 3. Dezemb.
1914. Dabei fehlle unur Geringes zu der Hälfle
des eingesandten Scheines. Wir haben das jetzt
für wertlos erklärte Stück in unserem Schausenster
ausgestellt.
Arbeitskräfte für die Kartoffel.
ernte. Amrttlich wir mitgeteilt: Die beschleunigten
nd restlose Einbringung der Kartoffelernke
ist heuer ganz besonders wichtig. Da es
auf dem Lande vielfach an Arbeitskräften fehlt
und der Eintritt von Frost unberechenbaren
Schaden verursachen lann. ist es notwendig, daß
alle nur irgenwie greifbaren Kräfte zur Verfügung
gestellt werden. Außser den Schulkindern
und den Kriegsgelangenen muß dabei auf Arbeitskräfte
aus den Städten gerechnet werden.
Die Arbeitsämter und Arbeitsnachweise werden
Angebote vermitteln. Die gegenwärtig da und
dort bestehende Kartofselknappheit wird um so
eher überwunden werden, je mehr Arbeitskräfte
sich der Landwirtschaft zur Einerntung zur Verfügung
stellen.
Die Rennen in Riem werschoben.
Infolge Ablebens des Königs Otto hat der
Münchener Rennverein seine für Sonntag. 15.
Oklober, ausgeschriebenen Rennen auf Mitt.-woch,
18. Oktober, verschoben.
Bersuligungsanzeiger.
Lichtspiele Helios. Im Hotel „Deutscher
Kaiser“ gelangt am Kirchweihmontag ab
1 Uhr das große Ausstattungsdrama in drei
Akten „Die drei Glocken von San Martino“
zuur Vorführung. Als Humor= Hauptnummer ist
Eir Wiener in Berlin“, Lustspiel in 3 Akten,
angcsetzt. Außerdem kommt noch der neueste
Kriegswochenbericht usw. zur Vorführung.
teklt Anancinen.
Die Cholera in Japan.
Stockholm. 14. Okt. „ene Wiedomost#!“
zufolge herrscht in Japan die Cholera.
Bisher sind über 5000 Erkrankungen aemeldet.
Die Seuche wurde aus Korea eingeschleupt.
Der Weltrreg.
—i
WITB. Großes Hauptquartter, den
14 Olftober. Amtlich
Westlicher Kriegsschauplatz.
An dem Nordteil der Front setzten die Engländen
wie an den rorangeganenen Tagen
ihrc rege Aufklärungskätigkeit fort.
Die Sommeschladlt dauert an. Eine Wiederholung
des feindlichen Angrifses nörolich der
Somme in der ganzen Vreile wie am 12.
Ollober gelang in unserem Sperrfeuer nicht.
Zuwischen der Ancre und Morval kam nur ein
ftarler Teilangriff bei Guendecourt zur vollen
Entwicklung. Er wurde abgeschlagen. Auf der
Linie von Morval bis südlich von Bouchavesnes
vorbrechende Angriffe führten sait durchwegs
zu starken Nahlãmefen, in denen die französische
Infanterie überall unterlag. Die Truxpsen
der Generäle von Boehm und don Garnicr
sind in vollem Besitz ihrer Stellungen.
Am Südrande des Waldes St. Pierre--Vaast
wurden den Franzosen bei früheren Angriffen
eroberte Vorteile wieder entrissen. 7 Offizierc,
227 Mann und mehrere Maschinengewehre wur
den eingebracht. Mit besonderer Auszeichnung
sochten das Füsilier Reg. Nr. 36, das Inf.=Reg.
Nr. 48 und die Division der Generalmajore
v. Dresler und Scharfenstein.
Südlich der Somme lebte die Kampftätigleit
im allgemeinen von Neuem auf und
brachte uns Erfolg. Tapfere sächsische Regimen.
ter brachten in einem kurzen Gegenstoß den
Ostteil des Amboswaldes (nördlich von Chaul.
nes) wieder in unseren Besitz, und nahmen
biebei sechs Osffiziere und 400 Mann gefangen.
Im Maasgebiet vereinzelt heftig gesteigerte
Artillerietätigkeit. Oestlich der Maas Handgranatenkämpfe
und schwache feindliche Vorstöße.
.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An verschiedenen Stellen der Front westlich
von Luck rege Gefechtstätigkeit.
Kriegsschauplatz in Siebenbürgen,
Die Verfolgung an der Ostfront machr gute
Fortschritte. Auch an der Straße Csik Szereda.
Gume--Paß hat der Gegner nachgegeben. An
den Grenzhöhen des Burzenlandes gewannen.
die verbündeten Truppen GEelände. Die Rumänen
büßten hier 292 Gefangene, darunter 8
Offinere, sowie 6 Maschinengewehre ein.
Westlich des Vulkan-Passes wurden seindline
Angriffe im Gegenstoß abgeschlagen. An
einer Stelle hat der Gegner auf der Kammlinie
Fuh gefaßt.
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Heeresgruppe des General-Feldmarschalls
v. Mackensen.
Keine besonderen Ereignisse.
Mazedonische Front.
Im Cerna-Bogen scheiterten die erneuten,
auch nachts fortgesetzten feindlichen Angriffe.
Die Lage ist unverändert.
Der erste Generalquartiermeister:
Ludendorff.
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NRerwegen und die U-. Boote.
Cbristiania, 14. Okt. „Norsk Telegr.=Bureau"
meldet: Eine tgl. Verordnung beansgerüstet
und einer kriegsührenden Macht
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Sonntäg, 1 Sats 191.
stimmt: Ul-Boote, für den Kriegsgebrauch
angehörend, dürfen sich in einem norwegischen
wahrwasser nicht bewegen oder aufhalten. Wir?
das Verbot übertreten, so laufen sie Gefahr,
mit Wassengewalt angegriffen zu werden. Das
Verbot hindert nicht, baß ein UBoot wegen
schurten Weftlers oder Havarie norwegisches
Gebiet aussucht, um Menschenleben zu retten.
Andere U.Boote als die genannten, dürfen in
norweniuches Gebiet nicht eir ahren auher bei
hellem Tage, bei sichtbarem Wetter, in Oberwasserstellung
und mit gehißter Nationalblagge.
Amerila und die Entente.
Washington. 14. Olt. Die Wafbingloner
Regierung hat in Beantwortung der
Deulschrift des Vierverbandes erklärt, sie
müsse ihr Erstaunen darüber äußern, daß an
scheinend die Verbandestaaten es für ihre Auf.
gabe halten, Regeln für die durch die deut.
schen Handelsunterseeboote geschaffene neue
Lage auszustellen. Die Regicrung behalte sich
die Freiheit des Handelns in jeder Beziehung
vor. (3Z.)
Die neue französische
Kriegs-Anleihe.
Amsterdam, 14. Okt. In London rechnel;
man mit einem vollständigen Mißerfolg der
französischen Kriegsameihe auf engl. Plätzen.
Wie berichtet wird, sind die Zeichnungen bisher
gleich Null. Die neuen sechsproz. engl. Schatzscheine
macken der franz. Kriegsanleihe stark
Konkurrenz.
Die rumänischen Verluste.
Budapest, 14. Okt. Wie die Sofioker
„„Kambana“ meldet, hat Rurtänien bis zum
4.Oktober einen Verlust pon mehr als 130 000,
Mann an Toten und Verwundeten zu verzeichnen.
Vis zu diesem Zeitpunkt haben also die
Rumänen mehr als ein Drittel ihrer Armee
vctloren. Die bei Kronftadt, Fogaras und
später erlittenen Verluste sind in dieser Zall.
nicht enthalten.
Weitere Forderungen
an Griechenland.
Bern, 14. Olt. Der Mitarbeiter des „Corricre
della Sera“ in Athen drahtet: Man
smwichi bereits hartnäckig ron einer zweiten
Siote des franz. Admirals, in der wahrscheimich
die Zurücknahme der griechischen Truppen westlich
ron Kastoria, sowie andere Sicherheilsmatnahmen
verlangt werden.
—.— ,
Geminderte Strafe.
München, 12. Olt. Der Sauerktautsabrilant
Johann Braun, der in München in der
Nosenheimerstraße ein größeres Geschäft hat,
wurde am 20. Juni vom Schöffengericht München
wegen eines Vergehens gegen das Nahtungsmittelgesetz
zur Geldstrase von 700 Ml.
verurleilt, weil er an mehrere seiner Kunden
Sauerkrant, das ihm von anderen Geschäftskunden
zurüdgeschickt worden war, nach Entfernung
der verdorbenen Oberschicht mit anderem Kraat
vermengl und diese Mischung als frisches Sauertraut
wieder verkaufte. Braun legte Berufung
ein u. bezeichnete die gegen ihn erstattele Anzeige
als Nacheakt eines entlassenen Kutschers.
Nach der Beweisaufnahme gestaltete sich der
Tatbestand wesentlich günstiger wie bei der
Schöffengerichtsverhandlung. Das Berufungsgerictt
setzte daher die Geldstrase auf 100
Diebstahl und Betrug. 1+
Mi#nSschen, 12. Okt. Der Monteur Ludwic#
Kosler von Heining war einige Zeit als Soldat
im Felde und wurde dam als unter gich
aus dem Milikärverbande entlossen. Eircfroh
ging er mmer in Ulniform, legte sich seiost den
Diensigrad eines Unteroffiziers und oas Eiserne
Ktvreuz zu, ließ sich in Eichstätt und Umgebung
verschiedene Kriegsschwindeleien Aschuloen kommen
und wurde deswegen zu acht Monaten
Gefängnis verurteilt, * et rzeit verbüßt.
Auch in München stolzlerte Koller als ordensgeschmückter
Unteroffizier herum u. fing
mit einer verheirateten Kellnerin, deren Mann
im Felde steht, ein Liebesverhällnis an. An
einem Juli-Tage stahl er aus ihrer Wohnung
in der Landsbergerstraße unter Benützung eibes
falschen Schlüssels einen Barbetrag von 250
Mark. Von der Hausfrau eines seiner Freunde
schwindelte er Wäschestücke und Stiefel heraus.
Unter Einrechnung der früheren Strafe erhielt
er 3 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehren--
rechtsverlust.
Auch eine Liebesgabe.
München. 13. Okt. Der Spenglermeiste-Leonhard
Schäffler in München hatte für die
Garnisonsverwalkung elburg a. D. eie
Wäsckereicinrichtung, eine Jentchuge und Vorgeicge
um 13440 Mk. zu liefern. Bevor die
Maschine endgiltig übernommen war, schickte
Schafiler an den Vorstand der Garnisonsrerwutltung
einen Eßkorb mit allerlei guten Sacen
und legte obenauf einen Zwanzigmarlschein.
Ter mit der Sendung bedachte Beamte faßte
das als einen Bestecun sversuch auf und machte
Meldung. In der Pondling vor dem Landamten
nicht beeinflussen, sondern sich ihm nur
erkenntlich zeigen wollen. Wegen Beleidigung
wurde er aber zu 100 Mk. Geldstrafe, ersatzweise
zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt.
Harte Strafe.
München, 13. Okt. Ein Straßenbahnschaffner,
der schon jahrelang Dienst tut, hattesich
vor dem Landgericht wegen Vergehens im
Amte zu verantworten. Nach der Anklage hatle
er auf der Strecke Waldfriedhof. Case Harras
einem Fahrgast einen Fahrschein der Linie 3
gegeben, der am Tage vorher bereits verkauft
worden war. Ein Kontrolleur kam hinter die
Schiebung und erstattete Anzeige. Der Angellagte
bestritt ein Verschulden und machte geltend,
der Fahrschein musse aus Versehen unter
die anderen Scheine geraten sein. Das Lau##
gericht erkannte auf 3 Monate Gefängnis und
Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleldung
öffentlicher lemter auf die Dauer von einem
Ja 18 s
Für die Angehörigen--Unterstützung Und bei
unbrrer. Anzeigen-Verwaltung eingegangen:
Uebertrag: 45420 Mk.
Fegelabend am Pernlohner
Kelle 6. —
Familie B. 20.— „
Jos. Voggenauer, Hier 200.— „
Summe: 4680·50 Mil.
Weitere Spenden werden gerne entgegengenommen.
Für das Rote Kreuz sind weiter bei uns
eingegangen:
Uebertrag: 4043.66 Mk.
Ungenannt 2.— „
Ungenannt 1. —
Angenanm 3.— "„
B. aus Ldoz G.20 „
Jos. Voggenauer, Hier 200.— „
Summa: 71525
Weileren Gaben sehen wir gerne entgegen.
Welterbericht für Sonntag, den 14. Ollober:
Pfatz. Nordbayern wechselnde Bewölkung,
Mark sest.
Südhayern meist heiter.