Nummer 145
Italienischer Kriegsschauplaß
1.—
5
4
un#
1 Stlbsöstlicher Kriegsschauplatz.
Reine besonderen Ereignisse.
Uer Stellvertreter des Chefs des Generalsfab:
#p. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Msemeines vom sitieg.
Zum Tode des Fliegers
» Immelmann.
Leipzig, 22. Juni. Bei der Mutter des
verunglückten Kampffliegere Immelmann ist
folgendes Beileidstelegramm des Königs von
Bayern eingetroffen: „Mit tiesem Bedauern
habe ich davon Kenntnis genommen, daß Ihr
Sohn, der Fliegeroberleutnant Immelmann, ein
Opfer seines Berufes geworden ist. Ich spreche
Ihnen Mein herzlichstes Beileid aus. Der so
früh aus dem Leben geschiedene treffliche Offizier
hat sich durch seine hervorragenden Leistungen
allgemeine Bewunderung erworben.
Sein Andenken wird in hohen Ehren fortleben.
Gott helfe Ihnen in Ihrem Leid.“
2 Millionen französische Verluste.
Berlin, 22. J ch Aeußerungen fran-
#uni. Na
zösischer Politiker, Finanzleute und Generäle, die
der Preßtelegraph verbreitet, sollen die bisherigen
Verluste Frankreichs über 2 Mill. Menschen
betragen. Um Deutschland zu einem völligen
Verzicht auf Eroberungsbestrebungen zu
zwingen, halten die französischen Staatsmänner
noch eineinhalb Jahr Krieg für unvermeidlich.
Die französische Finanzwelt dagegen sei der
Ansicht, daß der Krieg bis Ende dieses Jahres
beendet werden müsse. (Z.)
Die Beschlüsse der Pariser
schaftskonferenz.
Berlin, 22. Juni. Die Beschlüsse der
Pariser Wirtschafislonferenz sind jetzt veröffen
licht worden. Sie laufen auf eine Erdrosfselung
des Handels der Mittelmächte hinaus, linden
aber keine Gegenliebe in den neutralen Sändern,
Ein Amsterdammer Blatt nennt die Beschlüsse
eine wirtschaftliche Wahmsinnslat, durch welche
eine chinesische Maner zwischen den gebildeten
Vblkern aufgerichtet werden soll. Sowohl für
Belgien, als auch für die anderen Länder der
Entente wie z. B. Rußland würde es von enormen
Schaden sein, sich wirtschaftlich von Deutschland
abzuschließen. Ein wirtschaftlicher Krieg
nach dem jetzigen Wallkrieg würde den Selbitmord
Europas be#euten. Das Vlatt glaubt
aus den unbestimmten und zögernden Mitteilungen
über die Ergebusse der Konferenz entnehmen
zu lönnen, daß man auch seitens der Entente
die Schwierigkeiten einfieht und sich an
die Durchführung der geplanten Maßregeln nicht
kecht heranwagt. Andererseits schreiben die
„Züricher Nachrichten“: Die Beschlüsse sind eine
verstärkte Herausforderung zum Kampfe auf Weben
und Tod. Der Vierbund wisse jetzt, daß
es um seine völlige wirtschaftliche Vernichtung
Wirt-
ten werden, wie Italien und Ruhland, ist ein
schlechter Trost. England kann sich freilich die
Häude reiben. Es sichert sich im Abtonmen
vom September 1919 die politische Oberherm
schaft im Fünfverband während des Krieges,
das Ablommen auf der Pariser Konferenz giöt
ihm die bleibende wirtschaftliche Oberherrschaft
über seine Verbündeten. Zum Schluß sagt des
Blatt: Hatten wir in der Schweiz schon bisher
allen Grund, den Himmel zu bitten, den Mittelmächten
einen entscheidenden Sieg zu verleihen,
so jetzt doppelt und dreifach, denn jetzt geht es
auch um unseren Hals.
Die Stimmung in Frankreich.
Bern, 22. Juni. In den franz. Blättern
werden trotz der Zenfur die Erschöpfung und die
Sebnsucht nach Frieden immer deutlicher erkennbar.
Frankreichs Forderung nach einem
Eingreisen der Engländer an der Westfront
tritt immer mehr hervor. So sagt Marcel Cachin
in der „Humanite“: Die Engländer versügen
über ein ungeheures, gut ausgerüslete-Heer,
über mächtige Geschütze und reiche Munitton.
Die Stunde ist da, in der dieses Heer
zeigen muß, was es leisten kann. Hoffentl. wird es
den Gang des Krieges ändern und das mit
Ungeduld erwartete Ende beschleunigen.
Ein französischer
Stabsarzterschossen.
Bern, 22. Juni. Dem „Temps“ zufolge
wurde der Stabsar#t Loustean in Toulon während
eines Spazierganges von Soldaten aus
Madagaslar erschossen.
Ein englischer Brigadegencral
gefallen.
London, 22. Juni. Aus den Verlustlisten
geht hervor, daß der Brigadegenral Lord Longford
gefallen ist.
dund die Schweiz.
Im schweizerischen Na-Deutschlan
Bern, 22. Juni.
nicht geben könnten.
dem Vorsteher des schweizerischen Volkswirtschaftsdepartements,
mitgeteilt, daß Deutschland
der schweizerischen Regierung eine befristete Note
zukommen ließ, worin gefordert wird, daß die
für deutsche Rechnung in der Schweiz iagernden
Lebensmittel zur Ausfuhr nach Deutschland freizugeben
seien, wenn die Schweiz auch fürderhin
wünsche, von Deutschland mit Rohstoffen
versehen zu werden. Die deutschen Forderungen
betreffen zunächst die Gegenleistung für
deutsche Waren im Betrage von 17 ill
Franlen, die bisher schweizerischerseits durch
Maßnalmen der Entente nicht erfolgen konnte,
lan wiese die Ausfuhr der vorhandenen Kom.
pensationen nicht gestattet. Weiter fordert das
Deutsche Reich die Freigabe der für deutsche
Rechnung in der Schweiz lagernden Waren
nach Maßgabe der deutschen Gegenleistung in
Kompensationswaren. Kohle, Eisen u. Stahl
sollen auch weiterhin von Deutschland ohne
Kompensationen geliefert werden, dagegen ist
es fraglich, ob in den bisherigen Mengen, da
. Deutschland dann stärker andere neutrale Staaten
berücksichtigen müßte, die ihm Gegenleistungen
gewähren. Schultheß erklärte ferner,
daß die Einfuhr in die Schweiz aus dem Gebiete
der Mittelmächte täglich 15 000 Tonnen,
diejenige aus den Ländern der Verbandemächte
4600 Tonnen betrage. Von den Mitte
mächten beziehe die Schweiz Kohlen und ueen
und andere Rohstoffe, die die Verbandsmächte
nicht liefern könnten, dafür lieferten die Verbandemächte
Lebenemittel, die die Mittelmächte
Die Schweiz sei also von
abhängig. Angesichts der
Beziehungen zu den beiden
beiden Gruppen
sreundschaftlichen
Mäcktegruppen Hofsfe der Bundesrat, von beiden
Seiten die zur Aufrechterhaltung des wirtgschafllick
en Lebens in der Schweiz notwendigen
Waren zu erhalten. Die Lage der Schweiz sei
sehr ernst, aber der Bundesrat sei überzeugt,
daß eine befriedigende Lösung gefunden werden
könne.
Her ###f zar See.
(GGesunlene Dampfer.
22. Der Dampfer „Seeist
auf der Fahrt
Berlin, Juni.
aues Philadelphia
geht. Daß dabei auch einige Ententestaaten blu. 4 tionalrat wurde durch Bundeorat Schultheß, ] comet“
2. UPrau von Verscht sagte zu anem“ d.
Träumende Menulehen. Nicht lonnte ihr ihrer niedergedrückten schlechten Stand der
Roman von Dora Duncker.
Nchdruck verbeten
6 (Nech n
1 um zehn Minuten spater trat das „arme
Mädel“ ein. Friich wie eine Nose, den Hut
keck auf dem krausen Vlondhaar, im braunen
Jailormadekosium. das die noch kindlich schlanke
Vigur reizend kleidet
Bis auf o binbeschniktenen gleichforbigen.
hellen Augen mit den dunklen Wimpern war
nicht die geringste Aehnlichkeit zmischen den
beiden Schwestern zu fi den. Und auch die
Augen glichen sch in der Hauptsache, im Ausruck,
nicht. Cornelie Nchan blickte lustig, mit
froher Zuversichtlichkeit in die Welt, während
#es in Lenas Biick wie eine stlille, wehmütig
sinnende Frage jta
s Cornelie — die Schwester stürmisch
und schünelte dann dem jungen Olstzier, wie
einem guten Kameraden, die Hand. Sie machte
8 gar tein Hehl aus rer Freude, Edgar
hier finden. Jede Verstellung, jede gesellschaftliche
Lüge war dem jungen natürlichen
Veschöpf *-Nachdem
sie in ihrer raschen Weise eine
endlose Rehe liebevoller Fragen, Klein-Wlossow
betreffend, an die Schwester gestelll hatte, die
Helenk gar nicht imstande war im gleichen
Tempo zu beantworten, sagte Cornelier
1 „Du willst au Kgeben. Len Ich komme
mit, wenn du mich habe wuna Ich habe mich
bis sechs Uhr gregemocht Großmütig von
TDer „ was? JIch kann auch mit dir peisen,
¶Lena — iraendwo. schrecklich fein! Ja?2
ihr
Stimmung gelegener kommen, als Corneliens
frohe Gesellschaft.
Sie lud Edgar ein, um eln Uhr mit ihnen
auf der Terrasse bei Adlon zu spelsen. Er
mußte des Dienfstes halber ablehnen.
„Nein, wie dumm,“ rief Cornelie, „wo
man sich o lange nicht gesehen born Weshalb
müssen Sie auch ewig diesen ekligen Dienst
haben,. Herr Leutnan!? Die reine Sllaverei.“
„Sehr wahr, mein gnädiges Fräulein.
Niemand lann gerade in diesem Augenblick
die Stlaverei mehr bedauern, ais, i
EginarisnleirlitenTniigesprnrhen aber
die Augen des jungen Oisiziers straften die
leichten Worte Lügen. Als er sich von Cornelie
Reimann verobschiedete, lag mehr 38 ein
flüchtiges Bedauern in seinem offenen
helene bemerkte es betroffen. Sie hat#e:
nie daran gedacht, daß ihr Neffe etwas anderes
ale ein harmloses Wohlgesallen für ihre muntere
chwester empfinden könnte. —
Nachdem die Besorgungen erledigt waren,
saßen die beiden Damen sich an einem kleinen
Dchch an einem Eckfenster der Adlonschen
rasse gegenüber. Unter ihnen wogte im
rlaliabsean eine bunte, bewegte Menge.
Frau von Lersch stellte ein kleines plkantes
Menu zusammen, wie Cornelle es liebte, wenn
sie alle paar Monate einmal jeseoinhent hatte,
in Berlin außer dem Hause a1 Fellenim
der Kellner d estellung entehongenommen
beue, sogte Helene mit halbem
Fht l ihr gang von Herzen kam:
d hate ich gar keine Veranlassung,
so uppig zu sein, Nellie. Pidmann hat mir,
während du bei deiner Modistin warft, einen
wangen, mazn even erbannchen Spcech über den
Papiere gehalten, und,
was schlimmer ist, der hat aus der letzten Bilanz
konstatiert, daß die Erträ nisse der Fabrik in
4# lebten zwei Jahren ausseung zurückgegangen
Na, du kannst es ja * Wena !“
„Einstweilen ja, aber e doch zu
denken. Im übrigen vrstehe ich eu de nachdem
Loewengard mir, was die Fatr it betrifft.
das gerade Gegenteil orrstcherr ha
ewoengardl. ki- den pfeif“ ½. Wo steckt
er denn, dir Kostb
r ist in Iane7 umT neue Muster anzusehen,
teilweise zu erwer
„In Paris? Der # denowerte. Für
dein Gan „anurlich
er im Interesse des Geschäfts relst
seshenihon ch.“
„Er wird noch andere Interessen in Paris
haben, * kannst du ganz ruhig seln, Leno,“
bemerkte Cornelie wegwerfend.
* von Lersch schüttelte unwi#llig den
14½ folltest nicht 4 unbedacht über E*
von Loewengard u weißt du
kleines Küken e von den M nschenl
Loewengard war der beste Freund meines
Mannes und hat sich ohne wesentliche Vorteile
in den Dienst der Fabrik gestellt.“
Ern- wird schon wissen warum.
Frau von Lersch wollte von der halblauten
Beme ihrer Schwester nichts gehört haben
Uund fuhr sort, den Abwesenden zu verteldigen.
I Als ihr dabel der Gedanke kam, vor
rmrlss Stunden erst Edgar mit stummem
#ru ae geto zu haben, da er, ohne auch
en au nennen. lie mit leiler
Samstar, 24. Juni 1916
von Archangelsk nach London auf eine Mine gelaufen
und gesunken. Der Kapitän und die
Mannschaft des holländischen Dampfers „Otüm
Tarda“ wurden in Yarmouth gelandet.
Das Hineerschiff wurde durch eine Explosion
weggerissen. Ein Leichter ist einige Meilen von
Great-Yarmouth entfernt durch eine Mine oder
durch ein Torpedo zum Sinken gebracht worden.
Fünf Mann der Besatzung sind umgekom
men, die übrigen schwer verwundet gelandet.
Der holländische Dampfer „Otia Tarda“ ist
gesunken.
r " „
Die Keesslage im Ollen.
Die Lage im Osten.
Wien, 22. Juni. Die ungemein verlustreichen
Angriffe der Russen in Wolhynien haben
bie Offensivkräfte der dort operierenden Hrere,
die General Brussilow persönlich führen soll,
vorläufig erschöpft. Der Hauptstoß war, wie
dieser selbst mitteilte, gegen Kowel gerichtet,
dessen Einnahme wegen seiner Eigenschaft als
wichtigen Eisenbahnknotenpunkt er für unerläßlich
erklärte; diese Operation hat durch die
erfolgreichen Gegenmaßnahmen der Verbündeten
ihre scharfe Abgrenzung gefunden, ja die
Russen haben in den letzten Tagen unauggesetzt
Gelände eingebüßt. Man lann ruhig sagen, die
eigentliche Gefahr sei nun überwunden. Die
große Offensive hat ihre Einheitlichieit verloren,
sie ist in eine Reihe von Teiloperationen
zerfallen, die russischen Heere sind nun in Gruppen
zerteilt, die nur mehr lose zusammenhängen
und sich kaum noch zu unterstügen vermögen.
Das tatsächliche Gesamtergebnis der Of
fensive ist trotz überraschenden #ange.
erfolge gering zu nennen.
Die Erfolge in Wolhynien.
Berlin, 22. Juni. Von der Front in Wol.
honien wird gemeldet: Namdem es den in
Wolhynien den Russen entgegengeworfenen
deutschen Truppen der Heeresgruppe Linsingen
gelungen war, die feindliche Offensive zum Ste
ben zu bringen, sind nunmehr bereits beträchlliche
Teile des verlorenen Raumes zurncker.
obert worden. Aber noch stehen wir bei der
Heeresgruppe Linsingen erst am Anfang der
Kämpfe. Das Zurückerobern wird sich vielleicht
nicht so schnell vollziehen wie der Verlun
sagen, daß die Russen bereits i Begriffe sind.
ihre Beute, die sie teuer bezahlten, mit noch
weit größeren Verlusten wieder herauszugeben.
Die russische B
Petersburg, 22. Juni. Der russische amlliche
Vericht meldet jetzt: Die Gesamtzahl der
Gefangenen und der Kriegsbente, die von den
Armee des Generals Brussilow vom 4. 17.
Jnni eingebracht wurden, beträgt: 3350 Offi.
ziere und 169 134 Soldaten, serner 198 Ge
cutec.
schütze, 550 Maschinengewehre, 139 Vombenund
Minenwerser, 119 Artillerie-Munitions=Andeutung
an' Löewergak ös behärricches
Werben gemahnt hatte, wies sie denselben weit
von sich.
Was
hatte das Pine, Achließtich auch mit
dem andren zu tun tann konnte die
trefftichsten Eigen tuftens Woben. sich einer
Frau durch die erketung lhrer Interessen
unentbehrlich machen, ohne daß ihr Herz etwas
von ihm zu wissen rouchte.
Cornelie war für den Augenblick genz
ren stern hingenommen. Nach einer
—
won
Weile
8 ae über Loewen ard, wie du willst.
dir wünschen, do du recht Kehälit.
Aberls wenn ich selbst auch gar keln Urtell und
fer teine Menschenkenntnis dahen wie du meinst,
o genügt es mir, daß Hans
von Loewengard nicht letden. konnen- und die
beiden baben immer den richtigen Instinkt.“
„Sag“ bloß noch, das Pony und Giese
und der Nnschs lachte Frau von Lersch.
„Ich wüßte nicht, daß die seine bejonneren
Freunde wären! Uebrigens, was macht mein
uter, alter Mörbe? Hat er dir gar keinen
ruß für mich ausgetragen?“
ährend der Kellten dle Kttersschalen
#teswirri und den Spargel auftrug, erzä
Helene von dem alien Invaliden im Lonrzählte
bäechen in Klein-Wlossow
dur gentlich sind sie — die
Verteenlchen, Hans Und Mörbe.
Sue dem „da Mörbe das Cind aus den
npeiwishen Lieschollen d# Teiches gerettet.
bar d dabet das VBein so unglücklich gehen
daß ndes 6r% amputleren musstie,
und Hans Lungenentzündung
davongetragen, Veenlche ste keeide kelnen Tag mehr
und es läßt sich heute schon mit Bestimmtheit
d Mörbe Herrn B
Kummer
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lerial. Die
trophäen u
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Roesuch am
sandten de
hielten, um
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Seisch mit
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den Vorsch
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und danat
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Lochtenr e
Als
kehrte, wa
Schreibtisct
der inzwis
dem Pake
Lieb#
sucht nach
## recht gelund gewelen,“ Ichloß Frau von