Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1856. (47)

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Anstatt  H.  21,.  der  Gemeinde-Ordnung.
Artikel  8.

Wer,  ohne  in  dem  Gemeindebezirke  zu  wohnen,  daselbst  Grundbesitz  hat,
oder  ein  stehendes  Gewerbe  betreibt,  ist  verpflichtet,  an  denjenigen  Lasten  Theil
zu  nehmen,  welche  auf  den  Grundbesitz,  oder  das  Gewerbe,  oder  auf  das  aus
jenen  Quellen  fließende  Einkommen  gelegt  sind.

ç  Dieselbe  Verpflichtung  haben  juristische  Personen,  welche  in  dem  Gemeindebezirke
  Grundeigenthum  besitzen  oder  ein  stehendes  Gewerbe  betreiben.

Anstatt  des  letzten  Satzes  des  §.  25,  der  Gemeinde-Ordnung.

Artibel  9.
Die  Rollen  werden  vom  Bürgermeister  für  vollstreckbar  erklärt.

Zu  F.  29.  Alin  ea  2.  und  F.  31.  der  Gemeinde-Ordnung.

Artikel  10.

Die  Geistlichen  und  Elementarschullehrer  sind  von  allen  direkten  Gemeindeabgaben
  hinsichtlich  ihres  Diensteinkommens  und  ihrer  Dienstgrundslücke,
ingleichen  von  allen  persönlichen  Gemeindediensten,  soweit  dieselben  nicht  auf
ihnen  BLeförigen  Grundstücken  lasten,  befreit,  Kirchendiener  insoweit,  als  ihnen
diese  Befreiung  zur  Zeit  der  Verkündigung  der  Gemeinde-Ordnung  vom  11.
März  1850.  zustand.

An  Stelle  der  Vorschriften  des  Gesetzes  vom  21.  Januar  1839.  J.  8.
Nr.  1.  und  2.  und  §.  9.  treten  die  betreffenden  Bestimmungen  des  Gesetzes
vom  24.  Februar  1850.  (Gesetz-Sammlung  S.  62.).

Anstatt  der  W.  33.,  34.,  38.,  39.  und  40.  der  Gemeinde-Ordnung.

Artikel  11.

Zur  Theilnahme  an  den  offentlichen  Geschäften  der  Gemeinde  (Gemeinderecht)
  sind  nur  diejenigen  Mitglieder  der  Gemeinde  berechrigt  (Meisibeerbte),
  welche

I.  Preußische  Unterthanen  und  selbstsiändig  sind,
und
II.  seit  einem  Jahre

1)  keine  Armenunterstützung  aus  öffentlichen  Mitteln  empfangen,

2)  die  sie  betreffenden  Gemeindeabgaben  bezahlt  haben
und

3)  a)  in  dem  Gemeindebezirke  mit  einem  Wohnhause  angesessen  sind

und  von  ihren  daselbst  gelegenen  Grundbesitzungen  einen  Hauptgrundsteuerbetrag
  von  mindestens  zwei  Thalern  entrichten;  doch
kann  dieser  Satz,  wo  besondere  Ortsverhältnisse  es  nöthig  machen,
Jahrgang  19850.  (Fr.  4455.)  56  aus-