Die Bl. f. Rechtsanw. am Anfange ihres 24. Jahrganges. 3
und die Mittel, mit denen Seuffert jenen Zweck erstrebte,
werden auch ihr dienen müssen. Sie wird streben,
den Lesern der Blätter vorzuführen, welche Ausbente
die neuere Theorie einer gesunden Praxis bietet,
und wird in diesem Streben dadurch unterstützt, daß die
Doktrin selbst der Praxis entgegenkommt, indem sie, die
lange Zeit hindurch vorzugsweise gepflegten rechtshistorischen
Forschungen zurückstellend, sich wieder der Revision
und Fortbildung der Dogmatik zuwendet. In selbstständigen
Erörterungen einzelner Lehren wird es Aufgabe
sein, durch Beleuchtung der Gegenstände von allen
sich darbietenden Seiten zu sicheren Resultaten zu gelangen.
Die Mittheilungen aus der Praxis sollen, wie bisher,
in möglichst reicher Auswahl gegeben werden.
Der Unterzeichnete müßte daran verzweifeln, einer
solchen Aufgabe neben den Pflichten seines Amtes zu genügen,
wenn er allein sie lösen sollte. Mit freudigem
Danke habe ich darum anzuerkennen, daß mein hochverehrter
Kollege, Dr. Ch. C. Glück, mir versprach, seine
Mitwirkung in bisheriger Weise einem Unternehmen zuzüwenden,
an dem er selt seinem Entstehen so liebevollen
und erfolgreichen Antheil genommen und daß auch Hofrath
und Professor Dr. C. F. Dollmann, seit dem
Jahrgange 1842 mit der Redaktion in Verbindung stehend,
dieses dem Werke so ersprießliche Verhältniß fortsetzen
wird.
Ein unnnterbrochener Fortgang der Nedaktionsgeschäfte
ist hiedurch gesichert. Aber unser Unternehmen
kann nur dann das ihm vorgesteckte Ziel vollständig erreichen,
wenn sich alle juristischen Kräfte des Landes zu
seiner Förderung vereinigen. Wohl zählte schon bisher
die Zeitschrift Namen des besten Klanges zu ihren Förderern
und Mitarbeitern. Aber wie wir deren fernere
Theilnahme hoffen, so sind wir auch überzeugt, daß unter
den in den verschiedenen Zweigen der Praxis wirkenden
Juristen, die seither an den Blättern noch nicht
thätig mitwirkten, noch recht viele sind, denen weder die
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