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Waffen mit einem Linsengericht abzufertigen. Die
vis inertiae jahrhundertelanger Mißachtung veranlaßt
die Herren der Erde, Preußen und Deutschland
überhaupt auch jetzt noch als Aschenbrödel
zu behandeln. Das war keine Erziehung zu
jener schönen Lebenshaltung, die im Bollgefühl
des Erfolgs und der kommenden Eröße sich
bescheiden geben und auf alle Selbstbetonung verzichten
kann.
Und was ist seitdem geschehen? In drei siegreichen
Kriegen 1864, 1866, 1870/71 hat Preußen
das Ganze vollbracht oder doch den Deutschen vorgekämpft,
und ein preußischer Schmied hat die deutsche
Kaiserkrone geschmiedet, und unter Preußens Führung
ist Deutschland ein geeintes, so riesenstarkes Reich
geworden. Und das vielleicht größte Berdienst des
preußischen Schmieds war es endlich, daß er Deutschland
und Osterreich-Ungarn 1879 zusammenschmiedete.
Und die Arbeit war gut. Die beiden Stücke sind gut
geschweißt; das Meisterstück preußischer Schmiedekunst
besteht zur Stunde seine Probe. Oie Preußen
müßten nicht Menschen sein, wenn nicht ein starkes
Selbstbewußtsein ihre Seele füllte und sich je und je
geltend machte.
Kein Wunder, daß wir Schweizer uns durch
dies Selbstbewußtsein etwas bedrückt fühlen und
nicht so fest aufzutreten wissen! Bescheidenheit steht
uns wohl. Denn wir haben seit 400 Jahren (seit dem
Schwabenkriege) keine ernste und jedenfalls keine
ganz ehrenvolle große Affäre mehr gehabt. Mich
freut es, daß es noch Deutsche gibt, die etwas fester
auftreten und eine etwas andere Gangart gehen
können, als wir es anständigerweise dürfen. Denn
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