Zuversicht.
„Mobil“! Wie inhaltsschwer dies Wort,
Wir haben’s jetzt empfunden;
Mit Brausen tönt’s von Ort zu Ort,
In wenig kwzen Stunden.
Dar erste Augenblick war schwer,
Denn alles schien betroffen ;
Das Volk. es wogte hin und her,
Und schien niehts mehr zu hoffen.
Doch war dies nur ein Augenblick,
Es fehlte uns der Glaube;
Buld aber sah’n wir dem Geschick,
Mit Zuversicht ins Auge.
Der Kaiser unser Friedensheld,
Er zögerte wohl lange ;
Doch “dann rief er sein Volk ins Feld,
Nun ist uns nicht mehr bange.
Mit Gott für König, Vaterland,
Ruft jetzt ein Volk in W affen;
Das Schwert. ein jeder ninımt's zur Hand,
Wird gutes Recht uns schaffen.
Nach Ost und \West sieht man. jetzt zieh’n,-So
mnnechen braven Streiter;
Mit Ernst und Würde aber kühn,
Ob Fußvolk oder Reiter.
Nun zitt're falscher Russenzar,
Für Dich und Deine Erben;
Bei un? gilt nur ein Losungswort,
Wir siegen oder sterben.
Wir kämpfen nicht aus UVebermut,
Sind uns bewußt der Schwere;
Wir stehen ein mit Gut und Blut,
Für Vaterland und Ehre.
Mag zelınmal überlegen sein,
Die Feindesschar im Feld;
Wir Deutsche fürchten Gott allein,
Sonst nichts auf dieser Welt.
Mit diesem Wahlspruch zieh’'n wir aus,
Mags biegen oder brechen;
Nach tausend Jahren soll man noch,
Von Deutschlands Taten sprechen.
Willibald Hoffmann,