Bericht des gemischten Ausschusses etc. 89
Andeutung liegen mag — ausser dem allgemeinen, dem letzteren in solchen
Fällen zustehenden Expropriationsrechte, scheinen seine Bestimmungen dem
gegenwärtigen Zustande des Eisenbahneigenthums nicht angemessen, noch anempfehlenswerth,
um von dem Parlament angenommen zu werden für den Fall,
dass beim Parlament in einer zukünftigen Zeit irgend eine Absicht bestünde
die Eisenbahnen zu kaufen.
Im Jahre 1844 ging ein Gesetz durch, welches nicht, wie in dem Berichte
der königlichen Eisenbahnkommission behauptet worden ist, allgemeines Pachtrecht
(leasing powers) in Privateisenbahn -Konzessionen verbot, sondern jede
solehe durch irgend eine Privatkonzession der damaligen Session ertheilte Ermächtigung
aufhob.
Zufolge des Berichtes des Ausschusses von 1844 wurde im August jenes
Jahres unter und in dem Handelsamte ein Amt eingesetzt, dessen Hauptaufgabe
war, über neue Eisenbahnpläne und Vorlagen zu berichten mit Beziehung auf
deren positiven und vergleichsweisen Vortheil für das Publikum und insbesondere
mit Beziehung auf die Fragen der Ausdehnung der Fusion und der
Konkurrenz.
Dieses Amt, unter der Leitung des verstorbenen Lord Dalhousie, legte
dem Parlament eine Reihe von Berichten über den Werth der Eisenbahnpläne
von 1845 vor, welche den Privatkoncessionsausschüssen der beiden Häuser als
Richtschnur zu dienen bestimmt waren. Die Verhandlungen des Amtes, obwohl
es die Partheien vernahm, wurden nicht Öffentlich geführt, und es veröffentlichte
seine Entscheidungen ohne Gründe in der „Gazette“, bevor es seine Berichte
mit den Begründungen herausgab. Unter diesen Umständen traten Jene, gegen
welche es berichtete, auf einmal feindlich auf, scharfe Einwendungen wurden
gegen seine Entscheidungen gemacht und Sir Robert Peel erklärte bei der Eröffnung
der Session, dass die Regierung beabsichtige, die Vorlagen wie früher
der Beurtheilnng der Privatkoncessionsausschüsse zu überlassen. Diese Ausschüsse,
jeder für sich arbeitend und die 'Fachmänner, Agenten und Partheien
für sich vernehmend, fassten natürlich ihre eigenen verschiedenen Beschlüsse,
und in manchen wichtigen Fällen z. B. im Falle der direkten
Portsmouth-Eisenbahn, in dem grossen Streite wegen breiter und schmaler
Spurweite (Greatwestern Eisenbahn und London-Northwestern Eisenbahn)
und in dem Falle der Fusion der Liverpool-Manchester, der Grand Junction und
der North-Union sahen sie von den Berichten des Eisenbahndepartements des
Handelsamtes ab und empfahlen Gesetzvorschläge abweichend von diesen
Berichten. Unter solehen Umständen wurden nicht nur die Berichte des Handelsamtes,
ob an sich gut oder nicht, unnütz oder schlechter als unnütz, sondern
die Stellung Jener, deren Pflicht es war, sie zu erstatten, wurde unerträglich,
und im August 1845 wurde das 1844 eingesetzte spezielle Eisenbahnamt aufgehoben,
und die Praxis über den wirklichen oder vergleichsweisen Werth von
Eisenbahnen Bericht zu erstatten, wurde ein Ende gemacht, indem man es dem
wie früher zusammengesetzten Handelsamte überliess, wenn es solches passend
finden sollte, Spezialberiehte zu machen über Fragen der öffentlichen. Sicherheit,
Abweichungen vom allgemeinen Eisenbahngesetz und „Fragen, welche
neue Prinzipien oder ausgedehnte Betrachtungen über Eisenbahnpolitik umfassen
einschliesslich die Fusionen“ etc. etec..
In dem ersten vom Handelsamte erstatteten Bericht über die Projekte von