Inhaltsverzeichnis : Dokumente aus den russischen Geheimarchiven.

13.  Militärische  Nachrichten.

Kopie  eines  Geheimtelegramms  des  Militäragenten
in  Rumänien  vom  8Februar  1916  an  die  Abteilung  des
General-QWuartiermeisters  beim  Geuneralstab.

Am  4.  Fehruar  flogen  drei  rumänische  Flugzeuge  über  Lom-Palanka  und
Nikopol.   Bulgarische  Truppen  eröffneten  erfolglos  Feuer  auf  sie.  Ein  Äroplan
  ging  an  der  bulgarischen  Küste  nieder,  aber  man  erlaubte  ihm,  wieder
aufzusteigen.  In  Bukarest  wurde  von  seiten  der  bulgarischen  Gesandschaft
Protest  erhoben,  Der  Zwischenfall  ist  erledigt.

Beglaubigt:  Stabsrittmeister  (Unterschr.).

(Iswestija  vom  19.  Januar  1918.)

Geheimtelegramm  des  Direktors  der  diplomatischen
Kanzlei  beidem  Oberkommandierenden.  7.  August  1916.
Nr.  976.

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In  Erwiderung  des  'Telegramms  Poklewskis  Nr.  577  bittet  der  Chef  des
Stabes,  (der  rumänischen  Regierung  in  folgendem  Sinne  zu  telegraphieren:  Die
Rumänen  haben  eine  Armee  von  800  000  Marın.  Von  dieser  Armee  ist  nur  die
17.  Division  durch  das  Unglück  betroffen,  d.h.  nur  der  20.  Teil  der  Arınee.
Die  übrige  Armee  ist  von  niemandem  ernstlich  bedroht.  Die  17.  Division  ist
nach  Angabe  der  Rumänen  selbst  von  30  000  Bulgaren  angegriffen  worden,
Was  für  Gründe  liegen  vor,  den  Krieg  mit  der  au  uns  gerichteten  Bitie  zu  be-«innen,
  möglichst  mehr  und  möglichst  schneller  russische  Truppen  zu  schicken?
Es  ist  wünschenswert,  daß  unsere  Vertreter  in  Bukarest  sich  den  Gesichtspurıkt
  zu  eigen  wachen,  daß  Rumänien  seine  eigenen  reichen  Mittel  für  den
Kampf  zu  benutzen  und  gegenüber  den  im  Kriege  uuvernmeidlichen  einzelnen
Mißerfolgen  mit  erforderlicher  Ruhe  zu  verhalten  hat,  sowie.  daß  es  diese  Mißerfolge
  dureh  Änderung  und  Geschmeiligkeit  des  Planes  verbessert.  Wir
können  nicht  bei  jedem  derartigen  Mißeıfolg  die  Durchführung  unserer  eigenen,
ohnehin  mit  den  rumänischen  Interessen  eng  verbundenen  Aufraben  preisgeben
  und  unsere  Truppen  auf  die  Balkanhalbinsel  werfen.  Ein  solcher  Entschluß
  könnte  nur  gefaßt  werden,  wenn  (lie  Rumänen  tatsächlich  in  eine  schwierire
  Lage  geraten  sein  sollten.  Ein  solcher  Fall  ist  aber  nicht  eingetreten.

gez.  Basili.
(Prawda  vom  31.  Januar  1918.)