Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

  

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und  Felertage).  —  Der

 

 

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Amtlliches  Publikasions-Orgar.

Rosenheimer  Tagblakt

 

Mazmmer  127  l  Katholisch:  Bonifagzus

Dienstag,  5.  Juni  1917

Protestantisch:  Bonifazius

1.—

er  Pafen  von  Renyork  für  ausfahrende  Schiffe  gesperrt.

Stärkster  Feuerkampf  an  der  flanderischen  Front  —  Allerhand  Nöte  in  Paris  und  London  —  Calais  eine  englische  „Pachtung“

Das  österreichische  Kalserpaar  an  der  Isonzofront

Die  Kriegslase.

MTB.  Großes  Hauptquarkler,

.  Juni.  dormitta###  Amttin.
Westlicher  Kriegsschauplatz.

Front  des  General-Feldmarschalls
Kronprinzen  Rupprecht  v.  Bayern

Om  Wulschurte-Abichustt  hat  der  Narse  Ar
lilleriekampf  auch  geiern  angehalten.

Rwiscken  Leus  und  Lneaut  bliet  gieichfalle  eie
Reuerinialnt  lebaft.  Nackt  Kissen  die  Englunder
  he  Lro,  am  Sonlez-Bach  und  noroot
lich  von  Monchy  an.  Sie  wurden  al  gewiesen;:  irn
inzelnen  Grabe#'lucken  sudwenlich  ron
lund  noch  gelämuft.

den

Liu-Front
  Deutscker  Kronprinz.

Die  (Gesechtetatigteit  lung?  der  Aiene  u.  in
der  Cllampagne  war  im  allgemeine't  gering.  Erzundung
  loste  unserer  Zlurmtrupys  brachten  am
ehemin  d'e  Damee  sudoftlich  von  Filain  mehrere
Plammenwerfer,  an  der  Alen7  Gefangene  ein.
Armee  des  Herzogs  Aldrecht

von  Wurttemberg.

Auf  dem  reien  Muarufer  wuroen  bei  Haumiomonl.
  Combrer  und  St.  Mihiel  melrere  fransiiche
  Anillarunngtateungen  zuruckgeschlagen.

Die  Fliegertätigkeit.  6

In  der  Nackt  zum  1.  Juni  bemarfen  englische
Flieger  ein  im  Etappengelbie  besindliches  Lager
mit  Bomben.  die  lon  den  flanzesischen  Gefangenen
  einen  Mann  tölelen  und  01  vermunocten.

Unsere  Fluggeschmuder  haben  vor  der  Arrasund
  Aisnefrom  mil  erlannte:  Wirkung  Bomben
auf  Vahnanlagen,  Munitions-  und  Truppenlager
  abgeworfen.  In  Luftlampsen  und  ourch
Abwehrfeuer  laten  die  (ener  gestern  10  Flugwenge
  Vertoren.

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Oestlicher  Kriegsschauplaz.

Die  Gesamtlage  ist  unverändeit

In  der  Moldau  sind  in  den  beiden  letzten  Nachten
  zwisch:  u  usita  und  Pulna  rumaänische  Vorsoße
  abgewiesen  worden.

Mazedonische'  Front

Westlich  des  Wardar  sind  südlich  von  Huma
und  bei  Alcack-Man  Angriffe  mehrerer  feindlicher
Kompagnien  vor  den  bulgarischen  Stellungen
verlustreich  gescheilert.

Der  erste  Generalquartiermesster:
Ludendorff.
Abendbericht.  -

Wle.Brklin.3.31nu.Fnthnsslato
bogen  stärkster  Feuerkampf.

WTB.  Großes  Hauptquartier.
Juni,  vormittags.  Amtlich.

Westlicher  Kriegsschauplag.

IFItenut  des  Generalkeldnarschallr
NAroaprinzen  Rupprecht  n.  Bavern.

Im  Wnltschaete-Bogen  erreichte  der  Arti.lerielampf
  gestern  äuperste  Heftigkeit.  Er  hielt  bis  in

den

 

Zu  den  Käupfen

an  der  Westfront.

 

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die  Nacht  an.  Nahe  der  Kuste,  am  La-Bassee
Kanal  und  beiderseilo  der  Scalpe  nahm  nachmittags
  die  Kampftlätigleil  zu.  Nach's  folgen
ilarken  Feuerweilin  Vorstöß:  der  Engländer  bei

Hulluch,  Lens,  Monchn  und  Cherisy.  See  sind
überail  abgewiesen  worden.  Am  Souchzzbachvom

  Vortage  verbliebene  Englandernester  wurden
  größtenteils  gesänbert.
NKron:  deutscher  Kronoring.

Westpreuhsch:  u.  rleinische  Regimen  er  sahrten
am  Winterberg  bei  Craonne  eine  gewaltsame  Erlundung
  durch,  bei  der  nach  erbittertem  Nahlampf
  über  150  Franzosen  und  15  Maschinengewehre
  in  der  Hand  der  Sturmtruppen  blieben.
Am  Westhange  des  Berges  in  unsere  Stellun.

einbezogene  französische  Gräben  wurden  gegen:

siarke  Angriffe  gehalten.

Heute  Nacht  drangen  Stoßlompanien  niederschlesischer
  Regimenter  nordwestlich  von  Braye  in
die  französische  Stellung  und  nahmen  mehr  als
100  Mann  gefangen.  Auch  hier  wurden  15  Maschinengewehre
  erbeutet.

Beide  Erkundungsvorstöße  brachten  wertvolle
Feslilellungen  über  den  feindlichen  Kräfteeinsag.

In  der  Champagne  wurde  östlich  des  Pöl-Berges
  ein  Angriff  mehrerer  französischer  Kompanien
  durch  Gegenstoß  zum  Scheilern  gebracht.

Oestlichen  Kriegoschauplatz
Keine  gröseren  Kampfhandlungen.
Mazebonische  Fronk.
„Vorpostengesechte  weillich  des  Wardar,  am
Doiran-See  und  in  der  Struma-Ebene  verliefen
fur  die  Uulgarischen  Truppen  gunftig.
Der  erste  Generalquartiermeister:
Ludendorff.

Der  Kalienische  Anftarm  am  Isonzo
Der  amtliche  österreichische  Bericht.
WIIB.  Amtlich  wird  verlautbart:


Oestlicher  Kriegsschauplatt.
Im  Putnatal  wurden  Vorfloße  rumänischer
Truppen  blutig  abgeschlagen.

 

Wien,  3.  Juni.

Italienischer  Kriegsschauplatz.

Im  San  Marcogelände  warfen  die  Abteilungen
  des  Hauptmannes  Sonnewend  den  Feind
mit  einem  schneidigen  Voritoß  aus  seinen  vorderdien
  Gräben.  Er  ließ  10  Offiziere,  500  Mann
und  1  Maschinengewehre  in  unserer  Hand.  Jta- 



 

 

Japan  gegen  einen  russischen  Sonderfrieden  —  Industriekrise  in  Rußland.

lienische  Flieger  bewarfen  Triest  und  andere
istrianische  Plate  mit  Bomben.  In  Triest  wurde
eine  Frau  und  ein  Kind  getotet.  An  der  Südliroler
  From  zahlreiche  Luftlämofe.

Algemeines  vom  Keieg.

D#rschmellerung
Teuischlands.
Dic  „Times“  verösfenilichten  am  19.  Mai  eine
zusch-  ijt  von  E.  N.  Poulion.  Da#in  erzählt
dieser  er  habe  kurilich  den  Brief  eines  angeichenen
  amerilaniscken  Gelehrten  bekommen.  der
Deulschland  genau  lennt.  Der  Amerikaner  schrieb

Fur  dic  „

darin,  daß  er  aufs  den  Endsien  der  Verbandsmackte
  vertraut.  Aber  er  fürchtet,  daß  die
Lerbandsniächte,  iniolge  ihrer  höberent  „viliĩalion.

  die  Arbeit  nicht  gründlich  genug  lun
werden:  Mance.e  Le#ie  schrecken  immer  noch  vor
dem  (Oedanen  zurnck.  dan  Drulschland  vollianzerschmettert
  werden  mui.  Aber  wenn  das  ni  icht
geschieht.  schrichen  sich  die  zivilifierten  Raljonen
der  Welt  prakuich  ihr  eigenes  Todesurteil.  Die
Deuticken  mussen  am  End:  des  Kriege  unbedi
  nat  in  einen  solde  E—  L  *  bracht  werden.
daß  siec  zumindest  ein  Jahrk#undert  17.  gꝗ  ein  gei—
itig  gebroche:nes  und  unterdrudtes  oll  bleibe.
Der  frauzosiii#ce  Fricte.

Der  „nnosische  M  norhrndent  erlre  1n
be:  Kammer:  Del  Fi#  den  n  morgen  lunn
nich  dar  Wer!  ein  iner  Patte:  moge  es  sein.
welche  es  wolle.  Der  Friehe  lann  nur  ein  fran-#fscher
  Friede  sein.  Es  in  erforderlich,  daß  da?
Lund  in  biesem  Cudabich#  ##der  Ktieges  alle
jeine  Euergie  fammen.  Der  Friede  lann  nur
aus  dem  Zing  hervorgehen.  Diese  Veriicherung
  enisesselte.  meidet  auf  allen
Banken,  auner  auf  einem  Teil  der  außeriten  Linten,
  eine  au#tirordemlicke  Begeilicrung.  Warum
  auch  nichl!=  Einnweilen  deuten  aber  alle  Anscichen
  nur  auf  einen  Hindenburg-Grieden.

sein,

 
 

wie  Haras

und  die  Sozialiitenkonferenz.

Mininterprasident  Nibot  erklärte,  die  Regicrung
  lonne  den  Sozialinen,  die  nach  Stockholm
achen  wollien.  di:  Passe  nicht  aus'lellen.  Denjenigen
  Sozialisten.  die  nach  Petersburg  gehen
wollen,  werde  sie  die  Pässe  aus'tellen,  aber  erst
dann,  wenn  #ie  Stockholmer  KNonferenz  erledigt
  sei.  DOie  Mackhthaber  in  Frankreich  mütsen
  ein  schlecht-  §  (Hewisien  haben.  wenn  sie  sich
so  kehr  vor  der  Stockholmer  Konseren;  furchien.

Frankreick

Krisengerüchic  in  Paris.

Wie  das  „Journal  du  Peuple“  mitteilt,  wird
den  Wandelgängen  der  franzosischen  Kammer
  mit  der  Möglichkeit  einer  Minitterkrise  gerechnet.
  Das  Blatt  bringt  die  Nachricht,  daß
eine  Gruppe  französischer  Sozialikten  gleich  den
englischen  die  Grundung  eines  franzwischen
Arbeiter-  und  Soldatenrates  vorbereilet.  Der
Beschlußfz  des  Ministeriums  in  der  Pahftage
überraschte  die  Sozialisten  vollkommen.  Die  Regierung
  hat  mit  der  Verweigerung  der  Passe
jedensalls  keine  sgeringe  Veranwortung  übernommen.
  «

England  vor  Hungerrevolten.
Der  „New  Statesman“  erklärt,  daß  man  sich
in  Regierungskreisen  mit  Bezug  auf  die  angeb-