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fruchtbarer Gcist, der nach seinem längst vermoderten
Körper riecht. Er ıst der Geist des Fronherrn,
der Geist der Protektion und der Ignorierung der
Gesetze. Zu Thron und Altar stand er stets in einem
Versicherungsverhältnis auf Gegenseitigkeit, wobei
die beiden ersten mitunter schlechte Geschäfte
machten. Er ist der Geist der unbegründeten Überhebung
und der Fanatiker für äußere Ehre unter
Mißachtung der inneren. Nach unten gebärdet er sich
herrisch und nach oben devot. Er hat uns ın der
ganzen \Velt verhaßt gemacht und ist jetzt dabei,
dem Bund der Landwirte den Ruf zu verstänkern.
\Vie die Krähen beim Aas, so sicher stellt er sich
dort ein, wo ctwas nicht in Ordnung ist, wo es fault.
Mögen diejenigen, die durch moderne Schlagwörter,
zeitgemäße Redensarten und ein dickes Lügengewebe
hindurchsehen können, beurteilen, wie weit er von
der Herrschaft Besitz genommen hat. Leider sind
solche Augen selten, und leider ist der Blick ın die
Gegenwart fast noch schwerer als der in die Vergangenhceit
und Zukunft. Man sicht den Wald vor
Bäumen nicht.
Von Bismarck stammt aus dem Anfang der
SO er Jahre das Wort: „Den Leutnant machen sıe uns
nicht nach“. Solche Worte schaden meist mehr als sıe
nützen, dean Lob vertragen die wenigsten Menschen.
Leute, die viel gelobt, bewundert und überall mit
offenen Armen empfangen werden, sind ın den seltensten
Fällen vertieft, zumal wenn sie jung sind. Das.
Leben wird ihnen zu leicht gemacht, sie vernachlässigen
naturgemäß ihr Inneres und behalten zuviel
Oberfläche. Und welcher Kultus ist mit dem Offizier
seit 18%1 getrieben! Dreißig Jahre wurde er verherrlicht
ın Wort und Bild und in Grund und Boden