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Links von der zweiten Fluthbrücke führt dann der Damm in
schlanker Kurve zweimal durch den jetzigen Lauf der Mulde parallel
dem durch die Schloß-Aue auszuführenden Durchstiche nach dem Frei-
gute der „Alte Hof“ genannt, geht über dessen „große Breite“ und die
sich anschließenden Grundstücke in möglichst gerader Linie fork, läßt den
Kbniglichen Burgstall uneingedeicht, führt über die Ecke des zur Domaine
Schwemsal gehbrigen Kahlverhau's, über den zum Rirtergute Schnaditz
gehörigen Mühlanger und Thierbusch, über den Thiergarten und die
nördliche Ecke des Brösaer Schützheegers, nördlich beim Vorwerk
Hopfwinkel vorbei, in möglichst gerader Linie über die Vieräcker, schneidet
oberhalb der Schräplerschen Wiese das jetzige Muldebett, geht in fast
gerader Linie über die Rösaer und Brösaer Grundstücke fort, kreuzt
beim Liepmannschen Grundstück aufs Neue das jetzige Muldebett, führt
dann in fast gerader Linie über den Löbnitzer Frauenwerder, umschließt
die Hartigschen Grundstücke, eine kleine Ecke abschneidend, und geht im
sanften Bogen, meist parallel der Mulde durch den Schlag „über
der alten Mulde“ und „die Hohenfuhrte“ des Rittergurs Schloß Löbnitz,
fährt dann in möglichst gerader Linie, indem er mit dem auf der
anderen Stromseite angelegten Rösaer Damm das vorschriftsmäßige
Profil hält, über die Knieslücke und den Eichelfleck, zu Löbnitz gehörig,
nach der Döbernschen Flur, nimmt dort den Schönfelddamm auf, ver-
folgt denselben etwa bis auf den dritten Theil seiner Länge, geht hierauf
von ihm ab, führt über die Hüffke und die Teugelskeute nach dem auf
Döbernscher Flur bestehenden Deiche und schließt sich mit diesem an
die Höhe oberhalb des Dorfes Döbern an.
Diese Deichlinie ist in rother Linie auf der Mulde-Thalkarte
Sektion IV. von Tenner und Michaelis und Sektion V. von Michaelis
1854 — 1856. ausgezogen.
Der Deich erhält eine vierfüßige, mindestens auf der Höhe von
17 Fuß am Dübener Brückenpegel liegende Krone, eine dreifüßige mit
Rasen belegte ädußere und eine zweifüßige besäete innere Böschung, nur
wo er das jetzige Muldebett durchschneidet, wird ihm eine sechsfüßige
Krone, eine beiderseitige dreifüßige Böschung und ein von Weidenpack-
werk gedeckter Fuß, wenn nöthig, noch ein besonderes Banket gegeben;
2) nachstehende Mulde-Korrektionen auszuführen:
a) einen Mulde-Durchstich durch die Schloßaue, wobei die Mulde im
schlanken Bogen von Düben beim Alten Hofe vorbeigeführt wird,
b) einen Mulde-Durchstich über den Mühlanger und Thierbusch, den
Faustwerder, die Teugelskeute und den Vogelgesang,
P) einen Durchstich über die Ecke des Löbnitzer Heegers, die Rösaer und
Brösaer Grundslücke, so daß die Mulde von ihrem jetzigen Laufe an
den Löbnitzer Vieräckern bis zur Löbnitzer Fähre einen sanften Bogen
bildet. In Verbindung mit der Ausführung dieses Durchstichs a#
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